ETA ohne Waffen | Blätter für deutsche und internationale Politik

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ETA ohne Waffen

von Andreas Baumer

Es war eine Botschaft aus dem Schattenreich, wie sie Basken und Spanier schon oft empfangen haben. Drei mit Baskenmützen und weißen Masken vermummte etarras verlasen vor dem ETA-Logo die neueste Resolution der Terrororganisation. Das letzte Video- Kommuniqué vom 22. März d.J. gibt jedoch Anlass zur Hoffnung, dass bald Schluss sein könnte mit dieser martialischen Art Folklore: Auf Baskisch und Spanisch verkündete eine Frauenstimme eine „unbefristete Waffenruhe“.1 Damit könnte die Voraussetzung für die Beendigung des letzten bewaffneten Konflikts in Westeuropa geschaffen worden sein. Der Erfolg eines Friedensprozesses hängt jetzt nicht zuletzt von der Frage ab, ob es den spanischen Parteien gelingt, zum Konsens im Kampf gegen den Terrorismus zurückzufinden.

(aus: »Blätter« 5/2006, Seite 534-537)
Themen: Krieg und Frieden

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