Offener Brief an Micha Brumlik | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Offener Brief an Micha Brumlik

von Michal Bodemann

Lieber Micha, von den vielen Beiträgen, die ich im Laufe der letzten 25 Jahre von Dir gelesen habe, sehe ich mich heute zum ersten Mal in heftigem Widerspruch mit Dir. Zunächst geht es in Deinem biblisch ausholenden Aufsatz um den Ad-hominem-Ton. Nicht nur ein oberflächliches Lesen suggeriert, dass Deiner Meinung nach all jene Juden, die Israels derzeitige Menschenrechtsverletzungen (Siedlungen, Verlauf der Mauer usw.) kritisieren, bei Dir entweder Antisemiten, selbsthassende Juden oder universalistische Moralprediger sind, die deshalb nicht ernst genommen werden dürfen, weil sie sich dem „Judentum und seiner Lebensform“ – gibt es da nur eine? – „elitär entfremdet“ haben und das „Grundgefühl genozidaler Bedrohtheit“ nicht verstehen.

(aus: »Blätter« 5/2007, Seite 595-596)

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