Die vielen Gesichter der Geschichte | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Die vielen Gesichter der Geschichte

Erinnerung und Geschichtspolitik in Polen

von Jan M. Piskorski

Maria, die russische Ehefrau des polnischen Dichters Jan Kasprowicz, war sich schon bald nach ihrer Trauung 1911 darüber im Klaren, dass man die Polen nur verstehen könne, wenn man ihre schmerzhafteste Wunde und zugleich ihren größten Komplex berücksichtigt: nämlich den Untergang des Staates am Ende des 18. Jahrhunderts. Für die Polen war es ein Schock, dass der Staat just in dem Augenblick unterging, als das Land große Reformen in die Wege leitete und sich die großen Aufklärungsgedanken verbreiteten, die auch an der Weichsel den Glauben an die Utopie eines vereinigten Europas freier Völker erweckten.

(aus: »Blätter« 1/2008, Seite 83-94)
Themen: Geschichte, Europa und Recht

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