Libanesischer Klientelismus | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Libanesischer Klientelismus

von Daniel Mützel

Im 19. Anlauf hat es schließlich geklappt: Am 25. Mai wählte das libanesische Parlament Michel Suleiman zum neuen Staatspräsidenten. Die von den Konfliktparteien in Katar geschlossene Vereinbarung beendete vorerst eine monatelange Blockade. Sie spiegelt die geänderten Machtverhältnisse im Libanon wider, nachdem Anfang Mai bewaffnete Kämpfer der Hisbollah und der Amal-Bewegung in wenigen Stunden ganz Westbeirut unter ihre Kontrolle gebracht hatten.

In der neuen “großen Koalition” besitzen die Hisbollah und ihre Verbündeten nunmehr ein Vetorecht. Ironischerweise könnte jedoch gerade dadurch der von allen Seiten geforderte “nationale Dialog” endlich zustande kommen.

(aus: »Blätter« 7/2008, Seite 24-27)
Themen: Naher & Mittlerer Osten und Korruption

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