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Martyrium eines Aufrechten

Zum 70. Todestag Carl von Ossietzkys

von Susanna Böhme-Kuby

Am 4. Mai 1938, kurz nach 15 Uhr, starb, erst 48 Jahre alt, im Berliner Nordend- Krankenhaus Carl von Ossietzky – streng bewacht von der Gestapo, die seinen Tod geheim hielt: „Sie verbot, dass auch nur ein Wort über Carls Tod gesprochen wurde. Auch durfte der Tag der Einäscherung nicht bekanntgegeben werden. Eine Totenfeier durfte nicht stattfinden. In der Kapelle des Krematoriums […] war es ein stummer Abschied. Kein Redner sprach, kein Freund rief dem Toten ein Wort des Gedenkens nach“, so erinnerte sich Maud von Ossietzky an den Tod ihres Mannes.1

(aus: »Blätter« 5/2008, Seite 95-103)
Themen: Nationalsozialismus, Kultur und Recht

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