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Kommodes Gedenken

Die Erinnerungskultur des vereinten Deutschlands

von Harald Schmid

Gedenktage sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren. Sie beginnen immer früher und dauern immer länger. Tatsächlich handelt es sich immer öfter eher um Gedenkwochen. Publikum und Akteure der Erinnerungskultur sind schon lange daran gewöhnt, dass – ich übertreibe nur wenig – einem beim Aufschlagen der Zeitung fast täglich ein NS-Jahrestag begegnet. Inzwischen häufen sich aber auch Diagnosen, die von „Abnutzungserscheinungen“ 1 der Erinnerungskultur sprechen, manche sehen ein „inflationäres Gedenken“. 2

(aus: »Blätter« 11/2008, Seite 91-102)
Themen: Geschichte, Antisemitismus und Nationalsozialismus

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