Die Überschreitung der Grenzen | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Die Überschreitung der Grenzen

Ernst Bloch und Seyla Benhabib

von Micha Brumlik

Das jüdische Pessachfest – in der christlichen Welt als Passah oder Passover bezeichnet – ist zwar nicht der höchste jüdische Feiertag, wohl aber der populärste. Das liegt nicht zuletzt daran, dass in seinem Zentrum ein rituelles, von der ganzen Familie und Gästen gefeiertes abendliches Erinnerungsmahl mit einer Fülle symbolischer Speisen, Liedern und gemeinsam rezitierten Legenden steht. Bei alledem geht es um den Exodus der Kinder Israel aus Ägypten, also um ein Fest der Befreiung und der Freiheit. Es geht um erkämpfte und erzwungene Auswanderung, um die Vision auf eine neue, alte Heimat, also um eine, wenn auch gewaltsame, Einwanderung und den Empfang einer göttlichen, normativen, auf Gerechtigkeit zielenden Weisung.

(aus: »Blätter« 12/2009, Seite 87-93)
Themen: Recht, Menschenrechte und Wissenschaft

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