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Der globale Süden im Sog der Krise

von Jörg Goldberg

In der zweiten Novemberwoche machten die Weltbörsen kurzzeitig einen Freudensprung – ein seltenes Ereignis in Zeiten der Krise. Der Grund hierfür: Es war bekannt geworden, dass die chinesische Regierung ein großes Konjunkturprogramm plant. Über zwei Jahre sollen zusätzliche öffentliche Ausgaben in Höhe von 460 Mrd. Euro, 14 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) getätigt werden, vor allem in den Bereichen Wohnungsbau, Infrastruktur, Gesundheit, Bildung und Umweltschutz. Auch wenn sich die Stimmung an den Börsen rasch wieder eintrübte, so macht dieses Ereignis schlaglichtartig deutlich, dass die Uhren der Weltwirtschaft inzwischen anders gehen. Dies wurde durch die wenig später erfolgende Einbeziehung der G 20-Schwellenländer ins globale Krisenmanagement bestätigt.

(aus: »Blätter« 1/2009, Seite 23-26)
Themen: Wirtschaft, Globalisierung und Kapitalismus

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