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Die Bremse bremst die Länder aus

von Heribert Prantl

Was soll man von dem Alkoholiker halten, der sich eine Pulle auf den Tisch stellt und vor dem ersten Schluck schwört, es sei sein letzter? Und was von dem notorischen Heiratsschwindler, der beteuert, diesmal sei alles anders, diesmal sei es ihm wirklich völlig ernst? Was sind solche Schwüre wert, und wer soll sie glauben? Die Beflissenheit, mit der Politiker aller Parteien zugleich mit den Konjunkturpaketen und der gigantischen Neubelastung des Haushalts eine „Schuldenbremse“, gar ein „Schuldenverbot“ ins Grundgesetz schreiben wollen, hat etwas Schwindlerisches an sich: Im Zustand maximaler Verschuldung gelobt man maximale Entschuldung.

(aus: »Blätter« 6/2009, Seite 9-11)

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