Von der Verflüchtigung einer bangen Hypothese | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Foto: Wolfram Huke, http://wolframhuke.de

Von der Verflüchtigung einer bangen Hypothese

Theorie und Praxis: Jürgen Habermas zum 80.

von Claus Offe

Von Sprachtalenten wird die Erfahrung berichtet, dass mit der Zahl der Sprachen, die sie bereits beherrschen, die Zeit und die Anstrengung steil abnimmt, die sie zum Erwerb einer weiteren Sprache benötigen. Demnach wäre das Sprachenlernen selbst lernbar. Jürgen Habermas ist mir immer als ein einzigartiges Beispiel dafür vorgekommen, dass dasselbe auch für den Umgang mit und die Geläufigkeit in den Sprachen sozialwissenschaftlicher Theorien gilt. Ihm gelingt es zuweilen, aus fremden Texten selbst dann schon Sinn zu machen, wenn diese sich bei ihrem Urheber noch im embryonalen Status einer hermetischen Privatsprache befinden. Das könnte sicher mehr als einer unter seinen Doktoranden und Schülern bestätigen.

(aus: »Blätter« 6/2009, Seite 42-45)
Themen: Wissenschaft

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