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Kurzgefasst

von Blätter-Redaktion

Egon Bahr: Barack Obama und das Ende des Kalten Krieges Mit Barack Obama gelangt der Kalte Krieg tatsächlich an sein Ende. Gleichzeitig verändert der Aufstieg der großen Schwellenländer die politischen Kräfteverhältnisse in der Welt. Der Architekt der Brandtschen Ostpolitik, Egon Bahr, analysiert den Kampf Obamas gegen die Finanzkrise und für eine neue globale Sicherheitsarchitektur.

Egon Bahr: Barack Obama und das Ende des Kalten Krieges

Mit Barack Obama gelangt der Kalte Krieg tatsächlich an sein Ende. Gleichzeitig verändert der Aufstieg der großen Schwellenländer die politischen Kräfteverhältnisse in der Welt. Der Architekt der Brandtschen Ostpolitik, Egon Bahr, analysiert den Kampf Obamas gegen die Finanzkrise und für eine neue globale Sicherheitsarchitektur. Gelingt es Europa, Obama dabei zu helfen und sich zu einem fünften Kraftzentrum in der Welt zu entwickeln – neben den USA, Russland, China und Indien?

Albert Scharenberg: Ein Jahr Obama. Die USA zwischen Reformpolitik und rechtem Propagandafeldzug

Während dem neuen US-Präsidenten auf internationalem Parkett im Oktober der Friedensnobelpreis zugesprochen wurde, steht Barack Obama innenpolitisch unter schwerem Druck. Die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise lassen die Arbeitslosigkeit emporschnellen, die heiß diskutierte Gesundheitsreform droht zu scheitern. „Blätter“-Redakteur Albert Scharenberg bilanziert die schwierige Lage der neuen Administration ein Jahr nach der Wahl.

Wohin treibt die SPD?

Stefan Grönebaum und Stephan Grüger: Tanker mit Maschinenschaden – 14 Thesen zur Zukunft der SPD

Die Schröder-SPD und ihre Anpassung an den neoliberalen Mainstream sind krachend gescheitert. Die Sozialdemokraten Stefan Grönebaum und Stephan Grüger analysieren die dramatische Wahlniederlage als Quittung für die Fehler aus elf Jahren Regierungsbeteiligung. Sie sehen aber durchaus Chancen für eine Wiedergeburt der SPD als linke Volkspartei – sofern die richtigen Schlussfolgerungen aus der Niederlage gezogen werden.

Hans-Peter Waldrich: Von Marx zu Kant. Bad Godesberg und der „ethische Sozialismus“

Am 15. November jährt sich zum 50. Mal die Verabschiedung des Godesberger Programms, mit dem die SPD von einer stark vom Marxismus geprägten Partei der Arbeiterbewegung zu einer linken Volkspartei wurde. Der Politikwissenschaftler Hans-Peter Waldrich kritisiert, dass die SPD das sozialistische Potential, das in ihrer kantischen Wende angelegt war, nie voll ausschöpfte – womit die Verwandlung in eine „Allerweltspartei“ (Otto Kirchheimer) ihren Anfang nahm.

Wolfgang Engler: Aufrichtig lügen. Vom Feudalismus über den Sozialismus zum Kapitalismus

Die DDR erhob die Lüge zur Staatsdoktrin; aufgrund des umfänglichen Spitzelsystems war offene Kommunikation nur im Privaten möglich. Vor diesem Hintergrund untersucht der Publizist Wolfgang Engler die Rolle der Lüge in der Politik: vom höfischen Absolutismus über den Staatssozialismus bis hin zum „strukturellen Betrug des neoliberalen Systems“. Dabei zeigt sich: Jede Kultur der Herrschaft entwickelt ihre jeweils eigenen Formen der Lüge.

Lina Klymenko und Anne-Katrin Lang: Hungersnot oder Genozid? Der Holodomor und die ukrainische Geschichtspolitik

Jeden November gedenkt die Ukraine der Millionen Menschen, die infolge der Hungerkatastrophe 1932/33 in der damaligen Sowjetrepublik starben. Die Politikwissenschaftlerinnen Lina Klymenko und Anne-Katrin Lang analysieren die historischen Fakten des „Holodomor“ und die wissenschaftlich fragwürdige, aber in der Ukraine populäre Klassifizierung als „Genozid“.

Hein Mück: Simbabwe im Würgegriff. Mugabes Kampf gegen das eigene Volk

Seit Jahren befindet sich Simbabwe im Niedergang. Mit dem wirtschaftlichen Absturz kam es zum Massenexodus; gleichzeitig nahm auch die staatliche Gewalt gegen Oppositionelle immer weiter zu. Hein Mück, der seit Jahren in Simbabwe in der Entwicklungszusammenarbeit tätig ist, zeichnet nach, wie aus dem antikolonialen Freiheitskämpfer Robert Mugabe ein despotischer Präsident wurde, der ein ganzes Land in Geiselhaft nimmt.

Daniel Leisegang: Die Zukunft des Wissens. Google Books, Open Access und die Informationsgesellschaft von morgen

Wir stehen erst am Anfang einer epochalen Entwicklung; mit der Virtualisierung von Kulturgütern verändert sich auf tiefgreifende Weise auch der Zugang zu Wissen. „Blätter“-Redakteur Daniel Leisegang nimmt die aktuelle Kontroverse um das Google Book Settlement zum Anlass, die drängendsten Fragen der sich wandelnden Informationsgesellschaft zu erörtern.

(aus: »Blätter« 11/2009, Seite 30-31)

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