Japanisches Beben | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Japanisches Beben

von Siegfried Knittel

Nach der japanischen Unterhauswahl vom 30. August war zu Recht von einer Zeitenwende und einem politischen Erdbeben die Rede. Mit dem Verlust von zwei Dritteln ihrer Mandate stürzte die seit 1955 fast ununterbrochen herrschende Liberaldemokratische Partei (LDP) von bisher 296 auf 119 Sitze ab. Die 1996 gegründete oppositionelle Demokratische Partei Japans (DPJ) verdreifachte ihre Abgeordnetenzahl dagegen nahezu, von 115 auf 308 Sitze.

Der Wahlsieg der DPJ stellt bereits heute eine Zäsur dar, die etwa der bundesdeutschen Situation von 1969 vergleichbar ist, als SPD und FDP die 20jährige Regentschaft der CDU beendeten. Danach war die Bundesrepublik innen- und außenpolitisch nicht mehr dieselbe.

(aus: »Blätter« 10/2009, Seite 25-28)
Themen: Asien

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