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Spanien: Ambivalente Abtreibungsnovelle

von Kirsten Achtelik

Im Juni dieses Jahres tritt in Spanien ein neues Abtreibungsgesetz in Kraft, das von vielen Beobachtern bereits als das liberalste der Welt gepriesen wird.

In Spanien selbst ist die Gesetzesnovelle heiß umkämpft. Während Feministinnen Zweifel äußern, ob die fortschrittlichen Formulierungen den Praxistest bestehen werden, laufen Abtreibungsgegner Sturm gegen das Gesetz. Sie prophezeien das „Ende der Familie“ und sprechen gar von einer „Lizenz zum Töten“. Vor allem die katholische Kirche hat ihr Gewicht in die Waagschale geworfen. Die spanische Bischofskonferenz ging sogar soweit, Abgeordneten, die für das Gesetz stimmen wollten, mit Exkommunikation zu drohen.

(aus: »Blätter« 6/2010, Seite 26-29)
Themen: Feminismus und Gesundheit

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