Im Schatten der Souveränität | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Im Schatten der Souveränität

Bundesdeutsche Außenpolitik gegenüber den Militärdiktaturen in Chile und Argentinien

von Dieter Maier

Außenpolitik ist unter den Staatsangelegenheiten ein Politikbereich mit Sonderstatus. Der Staat ist Ausdruck divergenter Interessen und Problemlagen einer Gesellschaft. Er soll Ausgleich schaffen, damit die Gesellschaft sich nicht an unversöhnlichen Widersprüchen aufreibt. Jeder der staatlichen Akteure in diesem Überbau hat ein Pendant in der realen Gesellschaft: Das Wirtschaftsministerium die Wirtschaft mit ihren Lobbys, das Innenministerium die Sicherheitsproblematik mit ihrem Hauptakteur Polizei usw. Nur Außenministerien haben kein solches Pendant, keine Lobby und auch keine organisierten Kritiker. Auch deshalb war der Außenminister (bis zu Guido Westerwelle) unabhängig von der Person der beliebteste Minister.

(aus: »Blätter« 11/2010, Seite 107-115)
Themen: Außenpolitik, Geschichte und Lateinamerika

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