Jüdische Emigration: Zwischenstation Bolivien | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Jüdische Emigration: Zwischenstation Bolivien

von Volker Lühr

Als die Verfolgung der europäischen Juden in deren Vernichtung mündete, entschieden sich viele Verfolgte zur Flucht. Nicht wenige verschlug es nach Lateinamerika. Bolivien bot ihnen als einer der wenigen lateinamerikanischen Staaten Zuflucht. 7000 bis 8000 Flüchtlinge aus Europa nahm das bitterarme Land allein zwischen 1938 und 1940 auf. Doch während sich die bolivianische Regierung von den Neuankömmlingen einen Entwicklungsschub für ihre Wirtschaft erhoffte – der wichtigste Grund für ihre Politik der offenen Tür –, blieb Bolivien für die meisten Flüchtlinge nur eine Zwischenstation. Ihre Geschichten verarbeitet León Bieber in seinem kürzlich auf Deutsch erschienenen Buch „Jüdisches Leben in Bolivien.

(aus: »Blätter« 8/2012, Seite 121-123)
Themen: Geschichte, Antisemitismus und Lateinamerika

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