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Nordkorea: Der kleine Führer auf der Titanic

von Siegfried Knittel

Auf dem Höhepunkt des „Kriegs gegen den Terror“ und des verbalen Kampfes gegen die „Achse des Bösen“ wollten George W. Bush und seine neokonservative Kamarilla den Sturz des nordkoreanischen Führers Kim Jong-il lieber früher als später. Das aber sollte sich schnell ändern. Bereits nach Kims Schlaganfall 2008 war die Sorge vor einer unkontrollierbaren Situation in Nordkorea im Falle seines Ablebens größer als die Hoffnung, ihn endlich loszuwerden. Kim Jong-il schien der Garant vor einer chaotischen Situation zu sein, in deren Verlauf sich US- und chinesische Truppen wie im Koreakrieg hätten gegenüberstehen können – diesmal allerdings, um die nordkoreanischen Atomwaffen zu sichern.

(aus: »Blätter« 2/2012, Seite 23-26)
Themen: Asien, Atom und Krieg und Frieden

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