Konstruktive Zivilisationskritik | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Konstruktive Zivilisationskritik

von Edelbert Richter

Wenn wir es mit der gegenwärtigen „grünen Wende“ tatsächlich ernst meinen, dann können wir an eine Gegebenheit der deutschen Geschichte anknüpfen, die vielen heute recht ferngerückt scheint oder der sie sich nur mit Scheu nähern: die Tradition der romantischen Zivilisationskritik. Sie ist immer wieder als spezifisch deutsch empfunden und kategorisiert worden, etwa von Ernst Troeltsch, Thomas Mann oder Friedrich Meinecke, aber auch in Frankreich. Die begreifliche Scheu vor ihr rührt daher, dass sie nicht schöngeistiges Pendant zur Moderne geblieben ist, sondern in einem bestimmten Konservatismus und schließlich im Nationalsozialismus eine höchst fragwürdige politische Verwirklichung gefunden hat.

(aus: »Blätter« 3/2012, Seite 37-40)
Themen: Ökologie, Konservatismus und Wirtschaft

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