Kapitalismus: Eine Gespenstergeschichte, 3. Teil | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Kapitalismus: Eine Gespenstergeschichte, 3. Teil

Die Totengräber des Planeten und die Rückeroberung der Nacht

von Arundhati Roy

Die indische Armut erlebt – nach einer kurzen Phase der Verdrängung, in der Indien „erstrahlte“ – als exotische Erscheinungsform im Kunstbetrieb ihr Comeback, angeführt von Filmen wie „Slumdog Millionaire“. In den einschlägigen Erzählungen über die Armen, über ihr erstaunliches Temperament und ihre Zähigkeit, gibt es keine Schurken – abgesehen von den kleinen, die für Spannung und Lokalkolorit sorgen. Die Autoren dieser Werke sind das zeitgenössische Pendant zu den Anthropologen der ersten Stunde, deren Arbeit „vor Ort“ man rühmte und prämierte, weil sie sich so tapfer ins Unbekannte vorwagten. Die Reichen indes werden nur selten auf diese Art und Weise inspiziert.

(aus: »Blätter« 9/2012, Seite 111-118)
Themen: Kapitalismus, Armut und Reichtum und Asien

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