Prostitution: Die Doppelmoral der Sittenwächter | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Emanzipation oder Backlash

Prostitution: Die Doppelmoral der Sittenwächter

von Ulrike Baureithel

Freier dürfen aufatmen in Deutschland. Wer sexuelle Dienstleistungen in Anspruch nimmt, wird auch künftig nicht strafrechtlich belangt. So jedenfalls will es der Koalitionsvertrag. Nutzt ein Kunde allerdings „wissentlich und willentlich“ die Zwangslage eines „Opfers von Menschenhandel und Zwangsprostitution“[1] aus, kann er zur Rechenschaft gezogen werden. Die bewusste „Ausbeutung der Arbeitskraft“ dürfte in den meisten Fällen allerdings nur schwer nachweisbar sein, denn im Ernstfall wird sich ein Freier hinter seinem Nichtwissen verschanzen.

(aus: »Blätter« 1/2014, Seite 21-24)
Themen: Feminismus, Kultur und Recht

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