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»Staatsaffären« einst und heut‘

von Jan Kursko

Der sich am 16. Februar an der Tankstelle seines Vertrauens mit den einschlägigen Sonntagszeitungen eindeckte, konnte sich nur die Augen reiben ob dieses Doppelschlags: „Bild am Sonntag“ titelte „Bedingt regierungsfähig“ und der „Spiegel“ sekundierte brav: „Die Staatsaffäre“.

Was für eine Posse! Wie billig doch in diesem Lande heute eine Staatsaffäre zu haben ist – und der „Spiegel“ sein eigenes Tafelsilber verscherbelt! Denn natürlich assoziierte man unweigerlich die Mutter aller bundesdeutschen Staatskrisen, die „Spiegel“-Affäre.

(aus: »Blätter« 3/2014, Seite 72-72)
Themen: Demokratie und Medien

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