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Guatemala: Das Ende der Straflosigkeit

von Knut Henkel

Vor 20 Jahren endete in Guatemala einer der blutigsten Bürgerkriege Lateinamerikas. Ganze 36 Jahre, von 1960 bis Ende 1996, hatten vier linke Guerillaorganisationen gegen die massive soziale Ungleichheit und eine rechtsgerichtete Militärregierung gekämpft. Zwischen 150 000 und 250 000 Menschen fielen dem Konflikt zum Opfer, mehrheitlich Angehörige der verarmten indigenen Landbevölkerung. Über 90 Prozent der Gräueltaten gingen dabei laut einer von den Vereinten Nationen eingesetzten Wahrheitskommission auf das Konto der Armee. Dem früheren guatemaltekischen Staatschef Efraín Ríos Montt wurde deshalb vor drei Jahren wegen Völkermord der Prozess gemacht.

(aus: »Blätter« 2/2017, Seite 29-32)
Themen: Lateinamerika, Recht und Vereinte Nationen

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