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Charlottesville: Der neue Kulturkrieg

von Paul Mason

Die Memoiren von William Tecumseh Sherman, dem Nordstaaten-General aus dem Amerikanischen Bürgerkrieg zwischen 1861 und 1865, bilden eine unbehagliche Lektüre. Sherman wandte sich gegen die Emanzipation der Sklaven, sabotierte die Bemühungen seiner eigenen Truppen zu ihrer Befreiung und nutzte Sklavenarbeit beim Bau seiner Befestigungen. Doch tat er etwas, von dem wir im Licht des faschistischen Aufmarsches in Charlottesville lernen können. Er zeigte sich kompromisslos gegenüber seinen Feinden: Da der Süden den Krieg als Heilmittel gewählt habe, „sage ich: Geben wir ihnen alles was sie wollen“.

(aus: »Blätter« 9/2017, Seite 41-44)
Themen: Rechtsradikalismus, Kultur und USA

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