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Das Elend des Wissensprekariats

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von Maria Theresia Starzmann

In einem Café in einer typischen amerikanischen Universitätsstadt bekomme ich zufällig das Gespräch von zwei Mittzwanzigern mit: In gebildeter und selbstkritischer Manier beklagen sie den Zustand des Hochschulwesens, das heutzutage Fleiß und Arbeitsethik nicht mehr zu belohnen scheint. So stoßen sie immer wieder auf dieselbe Frage: Warum vier Jahre lang wie verrückt studieren, einen Studienkredit aufnehmen und anstrengende Nacht- und Wochenendjobs machen, wenn es dann da draußen quasi keine Aussicht auf Arbeit gibt? In den USA und einigen anderen Ländern müssen Studierende für ihre Ausbildung heftige Summen bezahlen – ohne jedoch dafür die hochwertige Bildung zu bekommen, die ihnen versprochen worden ist.

(aus: »Blätter« 10/2018, Seite 105-112)
Themen: Arbeit, Neoliberalismus und Wissenschaft

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