»2016 war das schlimmste Jahr für Syriens Kinder« | Blätter für deutsche und internationale Politik

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»2016 war das schlimmste Jahr für Syriens Kinder«

Bericht von UNICEF, 13.3.2017 (engl. Originalfassung)

Schwere Menschenrechtsverletzungen gegen Kinder in Syrien haben 2016 einen traurigen Höchststand erreicht, erklärte das UN-Kinderhilfswerk UNICEF heute kurz vor dem sechsten Jahrestag des Syrienkrieges. In dem bisher brutalsten Jahr des Konflikts haben die Tötung, Verstümmelung und Rekrutierung von Kindern drastisch zugenommen. Insgesamt über 2.500 Fälle von direkter Gewalt und schweren Kinderrechtsverstößen wurden 2016 offiziell dokumentiert.

Allein in 2016 hat UNICEF den gewaltsamen Tod von 652 Kindern verifiziert – ein Anstieg um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 255 dieser Kinder starben in oder in der Nähe ihrer Schule. Diese Statistik erfasst jedoch nur Vorfälle, in denen der Tod der Kinder und die Umstände überprüft werden konnten. Es ist davon auszugehen, dass diese Zahlen nur die Spitze eines Eisbergs darstellen.

Die Rekrutierung von mehr als 850 Minderjährigen durch bewaffnete Gruppen wurde 2016 dokumentiert, doppelt so viele wie 2015. Kinder und Jugendliche werden immer häufiger nicht nur für unterstützende Tätigkeiten wie Träger oder Wachtposten, sondern auch direkt als Kämpfer an der Front eingesetzt. In extremen Fällen werden Minderjährige auch für die Durchführung von Exekutionen, Bombenattentaten oder als Gefängniswärter missbraucht.

Aus der Pressemitteilung von UNICEF Deutschland. Den vollständigen Bericht finden Sie hier (pdf).

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