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»2018 wurden 49 Medienschaffende gezielt ermordet«

Jahresbilanz der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen, 18.12.2018

2018 sind weltweit mindestens 80 Medienschaffende in direktem Zusammenhang mit ihrer Arbeit getötet worden. 49 von ihnen wurden wegen ihrer journalistischen Tätigkeit ermordet, die weiteren 31 im Einsatz getötet. Unter den Getöteten waren 63 professionelle Journalisten, 13 Bürgerjournalisten und vier sonstige Medienmitarbeiter.

Die gefährlichsten Länder für Journalisten, Bürger­journalisten und Medienmitarbeiter waren 2018 Afghanistan, Syrien, Mexiko, Jemen, Indien und die USA. Fast die Hälfte (45 Prozent) aller weltweit getöteten Journalisten starben in Ländern, in denen kein bewaffneter Konflikt herrscht.

348 Medienschaffende weltweit sind zum Jahresende wegen ihrer Tätigkeit in Haft. Mehr als die Hälfte von ihnen sitzt in nur fünf Ländern im Gefängnis: in China, in Ägypten, in der Türkei, in Saudi­-Arabien und im Iran.

Ende 2018 sind weltweit 60 Journalisten entführt, die weitaus meisten davon in Syrien, im Jemen und im Irak. Drei Medienschaffende sind im Laufe des Jahres verschwunden.

Die vollständige Jahresbilanz finden Sie hier.