»Der Wasserschutz in der EU droht untergraben zu werden« | Blätter für deutsche und internationale Politik

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»Der Wasserschutz in der EU droht untergraben zu werden«

Analyse des WWF, 10.7.2019

Verschmutzte Gewässer, Flüsse als „Schiff-Highways“ und Stoffe wie Nitrat in unserem Trinkwasser: Das sind nach einer aktuellen WWF-Analyse nur drei der zahlreichen, drohenden Konsequenzen, sollte die EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) tatsächlich abgeschwächt und aufgeweicht werden. Anlass ist der anstehende „Fitness Check“ der Richtlinie durch die Europäische Kommission, den Teile von Politik und Industrie nutzen wollen, um den Wasserschutz in der EU und Deutschland zu untergraben.

„Immer wieder wird bei der Diskussion um die Wasserrahmenrichtlinie blumig von einer Reform oder einer Anpassung gesprochen. Unsere Analyse zeigt: Es geht um nicht weniger als einen Rückfall in alte Zeiten, als Flüsse schonungslos umgebaut wurden und Seen kippten. Was sich Teile der Industrie vorstellen, ist nichts weniger als eine Wunschliste der Zerstörung für Flüsse, Seen und das Grundwasser“, fasst WWF-Expertin Diana Pretzell die Ergebnisse zusammen. So will die Industrie- und Handelskammer für die Zukunft eine Berücksichtigung technischer und finanzieller Verhältnismäßigkeit bei der Festsetzung der Grenzwerte für chemische Stoffe. Heute werden diese Grenzwerte anhand ihrer Giftigkeit des jeweiligen Stoffes auf verschiedene Arten des Nahrungsnetzes (Algen, Krebstiere, Fische etc.) festgelegt. „Wenn die Grenzwerte für chemische Stoffe aus Gründen der Verhältnismäßigkeit gesenkt werden, wird eine Gefährdung von Lebewesen bis hin zum Menschen bewusst in Kauf genommen“, so Pretzell. In Deutschland sind bisher nur rund 8,2 Prozent der Flüsse und Seen in einem guten ökologischen Zustand; dem Zustand, der nach der Wasserrahmenrichtlinie zu erreichen ist. 

Die vollständige Analyse finden Sie hier. 

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