»Die Emirate versorgen jemenitische Milizen mit westlichen Waffen« | Blätter für deutsche und internationale Politik

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»Die Emirate versorgen jemenitische Milizen mit westlichen Waffen«

Recherche von Amnesty International, 5.2.2019 (engl. Originalfassung)

Im Jemen-Krieg begehen Milizen schlimmste Kriegsverbrechen und schwere Menschenrechtsverstöße. Das Erstarken der Milizen im Jemen ist eine Katastrophe für die dortige Zivilbevölkerung. Tausende Zivilpersonen sind im Zuge des Konflikts bereits getötet worden, und Millionen Menschen befinden sich am Rande einer Hungersnot. Trotz allem haben folgende Staaten erst kürzlich Rüstungsexporte an die emiratische Regierung, die einer der Akteure in dem Krieg ist und die Milizen unterstützt, genehmigt oder durchgeführt: Australien, Belgien, Brasilien, Bulgarien, Tschechien, Frankreich, Deutschland, Südafrika, Südkorea, Türkei, Großbritannien, die USA und einige mehr.

"Die USA und europäische Staaten werden zu Recht für ihre Rüstungsexporte an die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition kritisiert. Dem Iran wird vorgeworfen, die Huthis mit Waffen versorgt zu haben. Doch mit immer mehr von den Vereinigten Arabischen Emiraten ausgerüsteten Milizen ist eine weitere Bedrohung entstanden", so Mathias John, Rüstungsexperte bei Amnesty International Deutschland. "Das Militär der Emirate erhält von westlichen Staaten und anderen Ländern Waffenlieferungen in Milliardenhöhe, nur um diese dann an Milizen im Jemen weiterzuleiten, die nachweislich Kriegsverbrechen begehen. Amnesty International fordert alle Staaten auf, ihre Waffenlieferungen an alle im Jemen-Konflikt beteiligten Parteien einzustellen".

Die vollständige finden Sie sie hier.

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