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»Die Unterstützung für die Europäische Union steigt wieder«

Studie des PEW Research Center, 12.6.2017

Die Unterstützung für die Europäische Union hat sich vor den am 22. Mai beginnenden Wahlen zum Europäischen Parlament stabilisiert, wie eine eine neue Studie zeigt, die das PEW Research Center in sieben EU Mitgliedsstaaten durchgeführt hat. Nachdem die Unterstützung für die EU in den letzten Jahren stetig gesunken ist, ist sie vor allem in Frankreich, Grossbritannien und Deutschland wieder gestiegen. Im Durchschnitt der sieben untersuchten Länder sehen 52% der Befragten die EU eher positiv, ein Anstieg im Vergleich zu den 46% die im Jahr 2013 gemessen wurden. Insbesondere in Frankreich lässt sich ein positivere Grundstimmung als noch in 2013 finden (+13 Prozentpunkte).

Allerdings sind die Werte sind noch nicht auf dem Niveau von vor der Wirtschafts-und Finanzkrise. Eine zunehmend kritische Grundhaltungen findet sich insbesondere in Italien, wo die Öffentlichkeit bezüglich der Beibehaltung des Euro gespaltet ist. Und die Griechen, die ohne Frage besonders von der Wirtschafts- und Finanzkrise betroffen sind, sind weiterhin skeptisch bezüglich der Europäischen Union.

Eine Mehrheit der Befragten in allen sieben Ländern stimmt der Aussage zu, dass ihre Stimme in der Europäischen Union nicht wirklich zählt, in Italien sind es 81% der Befragten und in Griechenland 80%. In dieses Bild passt auch, dass eine Mehrheit der Befragten meint, die Europäische Union sei ineffizient, versteht die Bedürfnisse der Bürger nicht und micht sich zu stark in einzelstaatliche Angelegenheiten ein. Der Europäischen Union erweiterte Entscheidungsbefugnisse in wirtschaftlichen Fragen zu übertragen wird nicht unterstützt. Einwanderung trägt wesentlich zum allgemeinen Unbehagen bei. Durchschnittlich wollen 55% der Befragten Einwanderung begrenzen. Eine Mehrheit der Befragten in Italien, Griechenland, Frankreich und Grossbritannien stimmt einer solchen Aussage zu.

Die vollständige Zusammenfassung der Ergebnisse des Berichts auf deutsch finden Sie hier. Für gesamten Bericht in englischer Sprache folgen Sie diesem Link.

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