»Ein Drittel der deutschen Haushalte verfügt über kein nennenswertes Vermögen« | Blätter für deutsche und internationale Politik

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»Ein Drittel der deutschen Haushalte verfügt über kein nennenswertes Vermögen«

WSI Verteilungsbericht 2017, 14.11.2017

Eine wichtige Funktion von Vermögen ist die Sicherung des Konsumniveaus bei Einkommensausfällen. In Deutschland können 30% der Haushalte maximal wenige Wochen oder Monate ihr aktuelles Konsumniveau aus ihren Vermögen sichern. Diese Haushalte verfügen über kein nennenswertes Vermögen oder sind sogar verschuldet. Der  Medianwert, der alle Haushalte in zwei gleich große Hälften teilt, liegt bei knapp zwei Jahren. 10% der Haushalte können mindestens knapp 13 Jahre und 5% sogar über 21 Jahre ihren aktuellen Konsum sichern.
Die Konsumsicherung im Osten liegt deutlich unter der im Westen. Aufgeschlüsselt nach Altersgruppen zeigt sich zwar ein Anstieg der Konsumsicherung mit dem Alter, allerdings verbleiben in allen Altersklassen mindestens 20% der Haushalte,  die gar nicht oder nur sehr kurz ihr aktuelles Konsumniveau durch Verbrauch ihres Vermögens sichern könnten. Insbesondere Alleinerziehende sind auf ihr laufendes Einkommen angewiesen.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Mehrheit der Haushalte nur über eine sehr eingeschränkte private  Absicherung in Form von Vermögen verfügt.  
Generell kann die Konsumsicherung eines Haushaltes auf privater oder staatlicher Ebene erfolgen. Auf einer der beiden Ebenen sollte eine Sicherung stattfinden, da sonst wichtige Lebensrisiken nicht abgesichert sind. Auf beiden Ebenen zeigt sich politischer Handlungsbedarf.

Den vollständigen Bericht finden Sie hier.

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