»Eine Erhöhung der Frauenerwerbsquote würde das BIP steigern« | Blätter für deutsche und internationale Politik

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»Eine Erhöhung der Frauenerwerbsquote würde das BIP steigern«

ILO-Studie, 14.6.2017 (engl. Originalfassung)

Die Erwerbsquote der Frauen in Deutschland wird für 2017 auf 54.5 Prozent geschätzt. Damit liegt sie 11.6 Prozentpunkte unterhalb der männlichen Erwerbsquote (welche 66.1 Prozent beträgt). Allerdings ist diese Lücke niedriger als der globale Durchschnitt von 26.7 Prozentpunkten.

Das Schliessen der Lücke könnte das BIP um 1.8 Prozent erhöhen und zusätzliche 29,6 Milliarden Euro (33,2 Milliarden US-Dollar) an Steueraufkommen generieren. Wenn die Lücke in der Erwerbsquote bis zum Jahr 2025 um 25 Prozent reduziert würde (G20 Verplichtung), dann könnte gemäss Schätzung der ILO die deutsche Wirtschaftsleistung um 66.8 Milliarden Euro (74,8 Milliarden US-Dollar) steigen. Anders ausgedrückt würde eine einfache Erhöhung der weiblichen Erwerbsquote um 2,9 Prozentpunkte die Erwerbsbeteiligung um 0,9 Millionen erhöhen und dadurch das BIP steigern.

Eine Steigerung der Erwerbstätigkeit der Frauen erfordert einen mehrdimensionalen Ansatz. Dieser beinhaltet die Einführung von Maßnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, zur Verhinderung und Beseitigung von Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, zur Schaffung und zum Schutz von hochwertigen Stellen in der Betreuung von Kindern und Senioren, sowie zur Verbesserung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds.

Den vollständigen Bericht in englischer Sprache zu den Beschäftigungschancen für Frauen weltweit finden Sie hier.

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