»Frauen sind in den Aufsichtsräten weiterhin stark in der Minderheit« | Blätter für deutsche und internationale Politik

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»Frauen sind in den Aufsichtsräten weiterhin stark in der Minderheit«

Studie der Allbright-Stiftung, 8.4.2019

Seit 2015 gilt eine gesetzliche Geschlechterquote von 30 Prozent für die Aufsichtsräte der großen Börsenunternehmen. Obgleich nur etwa die Hälfte der 160 Börsenunternehmen von diesem Gesetz betroffen ist, ist der Frauenanteil in den Aufsichtsräten bei allen Unternehmen im Durchschnitt auf 30 Prozent angestiegen, scheint aber nun zu stagnieren. Mit einem Anteil von weniger als einem Drittel sind Frauen in den Aufsichtsräten weiterhin stark in der Minderheit.

In den Aufsichtsräten liegt der Frauenanteil am 1. Februar bei 30,2 Prozent (1195 Männer, 517 Frauen). Der durchschnittliche Börsenaufsichtsrat besteht aus 11 Mitgliedern: 8 Männern und 3 Frauen. Ein gutes Drittel (37 Prozent) der Aufsichtsratsmitglieder sind Arbeitnehmer-Repräsentanten. Die Arbeitnehmerseite lässt sich etwas häufiger von Frauen vertreten: 34 Prozent der Arbeitnehmer- und 28 Prozent der Anteilseigner-Repräsentanten in den Aufsichtsräten sind Frauen.

Aufsichtsräte, in denen gar keine Frauen vertreten sind, rekrutieren noch weniger Frauen (6,2 Prozent) als andere Aufsichtsräte. Aufsichtsräte mit 40 Prozent oder mehr Frauen rekrutieren allerdings auch nicht wesentlich mehr Vorstandsfrauen (10,3 Prozent) als der Durchschnitt: Noch wirkt sich der erhöhte Frauenanteil kaum aus.

Die vollständige Studie finden Sie hier.

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