»In manchen Regionen Süddeutschlands verdienen die Menschen fast doppelt so viel wie mancherorts im Osten« | Blätter für deutsche und internationale Politik

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»In manchen Regionen Süddeutschlands verdienen die Menschen fast doppelt so viel wie mancherorts im Osten«

Studie der Hans-Böckler-Stiftung, 1.10.2019

Fast 30 Jahre nach dem Mauerfall lässt sich festhalten: Der Lebensstandard in Ostdeutschland ist seitdem deutlich gestiegen. Dennoch zeigen sich nach wie vor ökonomische, soziale und politische Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. Insbesondere die niedrigeren Löhne durch eine geringe Abdeckung von Tarifverträgen bleiben problematisch. Ökonomische Unsicherheit ist ein wesentlicher Faktor für das Erstarken rechter Parteien. Unsere Studien im Überblick:

Unsere interaktive Landkarte zeigt, dass in fast allen ostdeutschen Regionen das Einkommensniveau am unteren Ende der Skala liegt. In manchen Regionen Süddeutschlands (z.B. München) verdienen die Menschen fast doppelt so viel wie mancherorts im Osten. Von den größeren Regionen im Westen weist lediglich das Ruhrgebiet eine ähnlich schwache Einkommensstruktur auf.

Deutliche Unterschiede zeigen sich auch bei der Verteilung von Armut und Reichtum: Von den 95 dauerhaft Einkommensreichen in der Bundesrepublik leben in 95 Prozent West- und nur fünf Prozent in Ostdeutschland. Bei den Einkommensarmen ist es umgekehrt: 39 Prozent der Personen, die über mehrere Jahre mit weniger als 60% des mittleren Einkommens zurechtkommen mussten, leben in den neuen Ländern, obwohl dort nur ein Fünftel der Gesamtbevölkerung beheimatet ist.

Den vollständige Studie finden Sie hier.

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