»Jede zweite Befragte hat Belästigungen am Arbeitsplatz erlebt.« | Blätter für deutsche und internationale Politik

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»Jede zweite Befragte hat Belästigungen am Arbeitsplatz erlebt.«

Studie im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, 3.3.2015

Folgende Aussagen konnten aus der Studie geschlussfolgert werden:

-Frauen „erkennen“ sexuelle Belästigung eher als Männer. Sie sehen insbesondere „aufreizende oder pornographische Bilder“ und „anzügliche Bemerkungen“ am Arbeitsplatz eher als sexuell belästigend an.

- Am häufigsten erlebt werden verbale Formen sexueller Belästigung. Frauen erleben tendenziell eher physische Belästigungen, Männer eher visuelle und verbale Belästigungsformen.

- Jede_r zweite Befragte hat gesetzlich verbotene Belästi- gungen am Arbeitsplatz schon einmal erlebt.
Jede sechste Frau und jeder 14. Mann stuft das Erlebte explizit als „sexuelle Belästigung“ ein. Als Täter benennen sowohl Männer als auch Frauen am häufigsten Männer.

- Sexuelle Belästigung wird mehrheitlich durch Personen aus dem Kollegium (auf gleicher Hierarchiestufe) erfahren – insbesondere von Männern.
Frauen werden im Vergleich zu Männern häufiger durch Kollegen oder Vorgesetzte einer höheren Hierarchiestufe sexuell belästigt.

- Sexuelle Belästigungen finden überwiegend im Büro oder bei gesellschaftlichen Veranstaltungen statt.

- Nur jede_r fünfte Beschäftigte weiß, dass der Arbeitgeber sie/ihn vor Belästigung schützen muss.

- Fast jeder zweite Befragte kennt keine Maßnahmen gegen sexuelle Belästigung im eigenen Betrieb oder Unternehmen. Nur ca. 1/5 der Befragten wissen von einer Ansprechperson. Nur ca. 1/10 erwähnen die Existenz einer Vereinbarung bzw. eines Leitbildes.

Die vollständige Studie finden Sie hier.

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