»Kinder und Jugendliche in Deutschland sind verstärkt armutsgefährdet« | Blätter für deutsche und internationale Politik

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»Kinder und Jugendliche in Deutschland sind verstärkt armutsgefährdet«

Bericht der Bundesregierung, 15.9.2017

Der Familienreport 2017 informiert auf Grundlage aktueller Daten, wissenschaftlicher Studien und repräsentativer Bevölkerungsbefragungen über Einstellungen und Lebenslagen der Familien in Deutschland und die Maßnahmen, mit denen Familienpolitik die Familien unterstützt.

Die Lebensform Familie wird hochgeschätzt – Vielfalt wird anerkannt. Das erste Kapitel „Familienleben in Deutschland“ zeigt, in welchen Formen die von den Menschen als wichtigster Lebensbereich betrachtete Familie gelebt wird. Die Familienform der verheirateten Eltern mit Kindern ist nach wie vor am weitesten verbreitet (5,5 Mio.). Deutlich zugenommen haben die nichtehelichen Lebensgemeinschaften, deren Anzahl sich in den vergangen 20 Jahren auf 843.000 fast verdoppelt hat.

Den meisten Familien geht es wirtschaftlich gut, aber nicht alle nehmen an der Entwicklung des Wohlstands chancengerecht teil. Das zweite Kapitel stellt die wirtschaftliche Lage von Familien und die Wirkung staatlicher Leistungen dar. Die Mehrheit der Familien empfindet ihre wirtschaftliche Lage heute als gut oder sogar sehr gut. Tatsächlich sind die durchschnittlichen (bedarfsgewichteten) Pro Kopf Einkommen von Familien zwischen 2004 und 2014 um knapp 23 Prozent gestiegen.

Die Chancen der Kinder sind ungleich verteilt – von Angeboten und Leistungen profitieren sie nicht gleichermaßen. Kapitel III. richtet den Fokus auf die Chancen von Kindern, insbesondere aus Familien mit geringen Einkommen. Es zeigt zum Beispiel, dass Kinder aus solchen Familien deutlich seltener an Sportangeboten, musikalischer Früherziehung, künstlerischen Aktivitäten oder sonstigen Eltern Kind Gruppen teilnehmen als Kinder aus Familien mit mehr Einkommen. Insbesondere für diese Kinder ist eine verlässliche und gute Kinderbetreuung aus zwei Gründen wichtig: Ihre Inanspruchnahme hat positive Effekte auf die Entwicklung und das Wohlergehen von Kindern und sie ermöglicht den Eltern Erwerbstätigkeit und damit Einkommen.

Familien erwarten eine Politik, die ihren Wünschen und Bedarfen entspricht. Kapitel VIII. „Die Sicht der Bevölkerung“ legt dar, was die breite Mehrheit der Familien an Unterstützung durch die Familienpolitik erwartet. Ganz oben auf der familienpolitischen Aufgabenliste steht die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. 71 Prozent der Bevölkerung erwarten diesbezügliche Unterstützung, wobei nicht nur der Staat, sondern auch Unternehmen und Gewerkschaften gefragt sind. 61 Prozent der Eltern sind der Auffassung, der Staat sollte die Voraussetzungen dafür verbessern, dass beide Partner gleichermaßen berufstätig sein können. Dazu gehören flexible Arbeitszeiten, mehr Möglichkeiten, im Homeoffice zu arbeiten, und bessere Betreuungsmöglichkeiten für kleinere Kinder und Schulkinder.

Den vollständigen Report finden Sie hier.

 

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