»Kohleausstieg hat wenig Auswirkungen auf Arbeitsplätze in der Braunkohleindustrie« | Blätter für deutsche und internationale Politik

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»Kohleausstieg hat wenig Auswirkungen auf Arbeitsplätze in der Braunkohleindustrie«

Studie des Umweltbundesamtes 24.7.2018

Zum Ende des Jahres 2015 waren etwa 15.400 Beschäftigte im Braunkohlebergbau und weitere 5.400 Beschäftigte in den Braunkohlekraftwerken tätig. Damit beträgt die Zahl der Ende 2015 direkt in der Braunkohlenindustrie Beschäftigten etwa 20.800. Mehr als 50% dieser Beschäftigten sind über 50 Jahre alt.

Die hier vorgelegten Analysen zur Altersstruktur der Beschäftigten im Braunkohlebergbau zeigen, dass bei einer Reduzierung der energetischen Nutzung von Braunkohle der anstehende Strukturwandel bei den aktuell Beschäftigten weitgehend entlang der natürlichen Altersgrenzen, d.h. ohne betriebsbedingte Kündigungen vollzogen werden kann. Grund hierfür ist, dass bis zum Jahr 2030 ohnehin fast zwei Drittel der aktuell im Braunkohlebergbau Beschäftigten in den Ruhestand gehen.

Mit Blick auf das Sektorziel für das Jahr 2030 des Klimaschutzplans lässt sich sagen: Die Altersstruktur der Beschäftigten in der Braunkohlenindustrie kommt einer Reduktion der energetischen Nutzung von Braunkohle entgegen. Direkte negative Beschäftigungseffekte können vermieden werden, da Arbeitsplätze sozialverträglich mit dem Renteneintritt abgebaut werden können. Zudem  schafft die Rekultivierung zusätzlich Beschäftigung für eine Übergangszeit. Zu betriebsbedingten Kündigungen kommt es nur in dem Maße, in dem zukünftig Neueinstellungen erfolgen.

Die vollständige Studie des Umweltbundesamtes finden Sie hier.

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