»Mit CO2-Preis und Kohleausstieg sind die deutschen Klimaziele erreichbar« | Blätter für deutsche und internationale Politik

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»Mit CO2-Preis und Kohleausstieg sind die deutschen Klimaziele erreichbar«

WWF-Studie, 19.3.2018

Ein regional eingeführter CO2-Preis in Europa kann schon bis 2020 erhebliche Mengen an Treibhausgasemissionen einsparen. Gepaart mit Stilllegungen von Braunkohlekraftwerken könnte Deutschland so die bestehende Lücke für das 40-Prozent-Ziel schließen. Das ist ein Ergebnis der Studie „Dem Ziel verpflichtet. CO2-Mindestpreise im Instrumentenmix einer Kohle-Ausstiegsstrategie für Deutschland“, die der WWF am Montag vorgestellt hat. Darin hat das Öko-Institut für den WWF analysiert, wie sich verschiedene Ausgestaltungen von CO2-Mindestpreisen im Stromsektor auf die CO2-Minderung in Deutschland und Europa auswirken. Bislang zielen Diskussionen in Deutschland – auch mit Blick auf die einzusetzende Kohleausstiegskommission – nur auf Zeitpläne, vernachlässigen aber die unterschiedlichen Instrumente, die zur Verfügung stehen.

 „Mit einer Kombination aus CO2-Mindestpreis und Stilllegungen bekommen wir nach fast einem Jahrzehnt der Stagnation endlich eine Kurve in Deutschlands Treibhausgasemissionsbilanz“, sagt Michael Schäfer, Leiter des Fachbereichs Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland. „Besonders für die neue Regierung sollte das Anreiz genug sein, gemeinsam mit den europäischen Nachbarn einen CO2-Mindestpreis einzuführen: Denn wer sich zu den Klimazielen 2020 und 2030 bekennt, kommt um die nötigen Instrumente zur Zielerreichung nicht umher. Der CO2-Mindestpreis gehört auch auf die Tagesordnung der Kohlekommission, die die Bundesregierung gemäß Koalitionsvertrag einzurichten hat.“ Der Stromsektor hat in Deutschland eine besondere Rolle, weil er mit 40 Prozent der Treibhausgasemissionen einerseits der größte Einzelverursacher ist und dort andrerseits schnelle Minderungen möglich sind.

Die vollständige Studie finden Sie hier.

 

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