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»Nur ein Drittel der Deutschen betrachtet den Islam als Bereicherung«

Studie der Bertelsmann-Stiftung, 11.7.2019

In Deutschland sind die Angehörigen der verschiedenen Religionen mehrheitlich davon überzeugt, dass die Demokratie eine gute Regierungsform ist. Das ist ein Ergebnis der Studie "Weltanschauliche Vielfalt und Demokratie". Demnach sprechen sich 89 Prozent der deutschen Bevölkerung für die Demokratie aus. Unter den Christen liegt der Anteil bei 93 Prozent der Befragten, unter Muslimen bei 91 Prozent und unter Konfessionslosen bei 83 Prozent. Auch der Schutz von Minderheiteninteressen als ein Grundprinzip der liberalen Demokratie wird von rund 80 Prozent der Bürger positiv bewertet.

Bei der Anerkennung religiöser Vielfalt gibt es allerdings noch Nachholbedarf: Grundsätzlich sind 87 Prozent der Befragten laut Studie offen gegenüber anderen Weltanschauungen. Etwa 70 Prozent sprechen anderen Religionen auch einen Wahrheitsgehalt zu und sind somit als religiös tolerant anzusehen. Doch nur knapp jeder Zweite in Deutschland meint, dass religiöse Pluralität die Gesellschaft bereichert. Mit Blick auf den Islam sinkt dieser Anteil noch einmal: Nur ein Drittel der Bevölkerung betrachtet den Islam als Bereicherung. Christentum, Judentum, Hinduismus und Buddhismus werden hingegen von einer Mehrheit als bereichernd empfunden.

Die vollständige Studie finden Sie hier