»Schüler mit Migrationshintergrund brauchen mehr Unterstützung, um in Schule und Gesellschaft erfolgreich zu sein« | Blätter für deutsche und internationale Politik

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»Schüler mit Migrationshintergrund brauchen mehr Unterstützung, um in Schule und Gesellschaft erfolgreich zu sein«

Studie der OECD, 19.3.2018

Geringe formale Bildung und niedriger beruflicher Status der Eltern sowie Schwierigkeiten mit der Unterrichtssprache sind die größten Hindernisse für den Schulerfolg von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund. Die Bildungs- und Sozialpolitik muss sich deshalb effektiver und gezielter dieser Gruppe annehmen und den Jugendlichen helfen, ihr volles Potenzial zu entfalten. Zu diesem Schluss kommt eine Sonderauswertung der PISA-Daten von 2015, die heute veröffentlicht wurde.

Der Studie zufolge ist in den vergangenen zehn Jahren in fast allen OECD-Ländern der Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund deutlich gestiegen. Mittlerweile ist fast jeder vierte 15-jährige Schüler in OECD- und EU-Ländern entweder im Ausland geboren oder hat mindestens einen im Ausland geborenen Elternteil.

Viele dieser Schülerinnen und Schüler schneiden in der Schule schlechter ab als ihre inländischen Altersgenossen. Dies gilt vor allem für Einwanderer der ersten Generation (im Ausland geborene Schüler von im Ausland geborenen Eltern). Im Durchschnitt der OECD-Länder erlangt etwa jeder zweite Einwanderer der ersten Generation die Grundkompetenzen in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften. Bei Schülern ohne Migrationshintergrund liegt dieser Anteil bei etwa drei Vierteln.

Die vollständige Studie finden Sie hier.

 

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