Artikel zum Thema Afrika | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Artikel zum Thema Afrika

Afrikas Erblast

Der Kampf um Staat und Demokratie

von Franz Ansprenger (11/2006)

Wenn es um Politik und Zukunft Afrikas geht, muss man zunächst dem grassierenden Afro-Pessimismus widerstehen. Genozid, ob rasend schnell in Ruanda oder schleichend im Sudan, Aids in Südafrika, Tribalismus und Korruption – insgesamt hat man sich angewöhnt, die ganze neuere Geschichte Afrikas unter dem Signum von Demokratieversagen und Staatszerfall zu betrachten. […]

Kongolesische Katastrophe

Der Bürgerkrieg als Kontinentalkrieg

von Dominic Johnson (8/2006)

Die Wahlen in der Demokratischen Republik Kongo am 30. Juli d.J. schließen einen Prozess des Übergangs zu einer parlamentarischen Demokratie, der in diesem Land länger gedauert hat als in den meisten anderen afrikanischen Staaten. Noch nie konnten die Bewohnerinnen und Bewohner des einstigen Belgisch-Kongo ihre politischen Führer frei wählen. […]

Die verlorenen Dialoge der Zivilisationen

Ein Essay des Literaturnobelpreisträgers

von Wole Soyinka (3/2006)

Wenn die indische Schriftstellerin Arundhati Roy gegen die Überschwemmung menschlicher Gemeinschaften durch die Flutwasser eines Staudammes kämpft, dann protestiert sie nicht nur gegen den Vormarsch der Technologie auf Kosten lebender Gemeinschaften. […]

Tschad vs. Sudan: Plündern und Herrschen

von Thomas Schmidinger (3/2006)

In letzter Minute könnte Muammar al- Gaddafi einen Krieg zwischen Sudan und Tschad beigelegt haben. Der libysche Präsident, der sich seit seiner „Entschurkung“ in der Rolle des Friedensstifters gefällt, konnte seine guten Beziehungen zu den Präsidenten des Tschad, Idriss Déby, und des Sudan, Omar al-Bashir, nutzen, um am 9. […]

Afrika: Keine Entwicklung ohne Wasser

von Wilhelm Sager (2/2006)

Im Nordosten Kenias verdorrt seit Monaten das Land, Menschen und Tiere verhungern. Die Bevölkerung muss bis zu 50 Kilometer zurücklegen, um an Wasser zu gelangen. Bereits im vergangenen Sommer litt ein Drittel an Hunger; Ärzte behandelten Zehntausende von dramatisch unterernährten Kindern. […]

Fluch oder Segen?

Öl und Demokratie in Osttimor sowie São Tomé und Príncipe

von Till Skrobek (2/2006)

Neue Technologien der Erschließung von tief verborgenen Ölvorkommen haben einigen Staaten der „Dritten Welt“ in den letzten Jahren einen unerwarteten Geldsegen beschert. […]

Algerische Filetstücke

von Bernard Schmid (7/2005)

Algerien, so will es seine Regierung, soll endlich ein anerkannter Bestandteil der Weltwirtschaftsordnung werden. Bisher wurde das Land vorwiegend als Rohstofflieferant für Rohöl und Erdgas, kaum aber als wirtschaftlicher Akteur wahrgenommen. Nunmehr versucht der nordafrikanische Staat, auch potenzielle Investoren anzulocken und sich als attraktiven Anlageort anzupreisen. […]

Entschädigung für Herero und Nama

von Jürgen Zimmerer (6/2005)

"Vor hundert Jahren wurden die Unterdrücker – verblendet von kolonialem Wahn – in deutschem Namen zu Sendboten von Gewalt, Diskriminierung, Rassismus und Vernichtung. Die damaligen Gräueltaten waren das, was heute als Völkermord bezeichnet würde – für den ein General von Trotha heutzutage vor Gericht gebracht und verurteilt würde. […]

Europas Platz an der Sonne

Afrika und die europäische Sicherheitspolitik

von Lutz Holländer und Ronja Kempin (5/2005)

Am 6. November 2004 geriet Frankreich in seiner ehemaligen "Vorzeige- Kolonie", der Elfenbeinküste, unter Beschuss. Der Angriff der ivorischen Luftwaffe auf ein Lager der französischen Armee in der Nähe der Stadt Bouaké tötete neun französische Soldaten und einen US-Bürger. […]

Multilaterale Renaissance?

von Bastian Loges (5/2005)

Die Bush-Regierung rückt von ihrem strikten Unilateralismus ab. Zumindest suggerierten dies in letzter Zeit die Europareisen von Präsident Bush, Außenministerin Rice und Verteidigungsminister Rumsfeld. Der Grundtenor ihrer aller Aussagen war, dass die USAußenpolitik global nicht ohne und schon gar nicht gegen ihre Partner agieren könne. Bereits im letzten Jahr hatte George W. […]

Togo - Ende einer Ära

von Patrick F. A. Wurster (4/2005)

Nach 38 Jahren autoritärer Herrschaft über Togo, das frühere deutsche "schmale Handtuch" Westafrika, starb Anfang Februar Präsident Gnassingbè Eyadéma. […]

Shell in Nigeria und Exxon in Aceh:

Transnationale Konzerne im Bürgerkrieg

von Daniel Kramer und Felix Heiduk (3/2005)

Spätestens seit dem Ende des Ost-West-Konfliktes ist die stetig wachsende Zahl von Bürgerkriegen in den Fokus der Medien geraten.1 Die Gewalt in diesen blutigen Konflikten wird üblicherweise als ein innerstaatliches, "hausgemachtes" Problem dargestellt. […]

Sudan - Der Staat als Warlord

von Thomas Schmidinger (2/2005)

Die anhaltend grauenhaften Berichte über die Folgen der Naturkatastrophe in Süd- und Südostasien wurden von einer Meldung unterbrochen, die das Ende einer anderen, allerdings menschengemachten "Katastrophe" zu versprechen scheint: Im Sudan schlossen die Regierung und die Sudanese People's Liberation Army (SPLA) zu Beginn des Jahres ein Friedensabkommen und beendeten damit den seit 1983 andauernde […]

Afrika - Objekt der Begierde

von Otfried Nassauer (10/2004)

Erinnern wir uns: Kerstin Müller, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, deutete Ende Dezember 2003 die Möglichkeit eines Bundeswehreinsatzes im Sudan an.1 Sie erntete einen Sturm der Entrüstung. Kaum Beachtung fand dagegen der Oberbefehlshaber der NATO, US-General James L. […]

Zum Gedenken an die Opfer des Kolonialkrieges im damaligen Deutsch-Südwestafrika

Beschluss des Deutschen Bundestages vom 16. Juni 2004 (Wortlaut)

Dokumente zum Zeitgeschehen (9/2004)

Ende des 19. Jahrhunderts begann die deutsche Kolonialverwaltung in Südwest-Afrika, dem heutigen Namibia, die eingeborene Bevölkerung von ihrem Land zu vertreiben. Als sich die Herero und Nama dagegen zur Wehr setzten, führten die Kolonialtruppen gegen sie einen Vernichtungskrieg. […]

Abzug aus Gaza?

von Muriel Asseburg (7/2004)

Im Dezember 2003 bekundete Israels Premierminister Ariel Scharon erstmalig seine Absicht einer einseitigen Abkopplung ("unilateral disengagement") von den Palästinensern. […]

Sudan zwischen Arabien und Afrika

von Thomas Schmidinger (7/2004)

Am 23. April erklärte Jan Egeland, der UN-Nothilfekoordinator für den Sudan, das schlimmste humanitäre Drama der Welt spiele sich zurzeit weder im Irak noch in den palästinensischen Territorien ab, sondern in Darfur. Tatsächlich hat sich seit Anfang des Jahres die Situation in der westsudanesischen Provinz dramatisch verschärft. […]

Afrika im Fadenkreuz

Vom vergessenen Kontinent zum Objekt der Begierde

von Jürgen Wagner (6/2004)

Während der afrikanische Kontinent jahrelang stiefmütterlich behandelt wurde,1 zeichnet sich seit einiger Zeit ein Strategiewandel ab - insbesondere in der amerikanischen Debatte. […]

Südafrika vor der Wahl - Südafrika ohne Wahl?

Zur Politik der Regionalmacht am Kap

von Henning Melber (4/2004)

Am 14. April 2004 finden in Südafrika zum dritten Mal freie und allgemeine Parlamentswahlen statt, seit vor zehn Jahren die Apartheid ein unblutiges Ende fand. […]

Abrüstung nach dem Abrüstungskrieg

Kleine Erfolge und neue Risiken

von Harald Müller (3/2004)

Der Irakkrieg war, so das offizielle Hauptargument, ein gewaltsamer Abrüstungsakt. Die Bush-Regierung begründete die Invasion mit einer Reihe von Argumenten, die von Menschenrechtsverletzungen bis zur Neuordnung des Nahen Ostens reichten. […]

Afrika: Wann ist Hilfe eine Hilfe?

Das Dogma der Selbsthilfe

von Jörg Goldberg (1/2004)

Bis zum Jahre 2015 will die internationale Gemeinschaft die extreme Armut in den Entwicklungsländern halbieren. Diese in der Millenniumsdeklaration der Vereinten Nationen im Jahre 2000 vereinbarte Selbstverpflichtung wird seither immer wieder bekräftigt. […]

Afrika: Wann ist Hilfe eine Hilfe?

Der Spendenfluch

von Kiflemariam Gebre-Wold (1/2004)

Alle Jahre wieder wird zu Weihnachten der katastrophalen Situation vor allem in Afrika Platz in den TV- und Print-Redaktionen eingeräumt, erleben wir konzertierte Spendenaufrufe der "Hilfsorganisationen", die an das Mitleid appellieren. […]

Ein Strafgerichtshof für Westafrika?

von Michael E. Kurth (11/2003)

Im August dieses Jahres zog sich der liberianische Staatspräsident Charles Ghankay Taylor ins nigerianische Exil zurück. […]

Resolution 1497 des UN-Sicherheitsrats zur Schaffung einer multinationalen Liberia-Truppe vom 1. August 2003 (Auszug)

Dokumente zum Zeitgeschehen (10/2003)

Der Sicherheitsrat, [...] tätig werdend nach Kapitel VII der Charta der Vereinten Nationen, 1. ermächtigt die Mitgliedstaaten, eine Multinationale Truppe in Liberia einzurichten, mit dem Auftrag, die Durchführung der am 17. Der Sicherheitsrat, [...] tätig werdend nach Kapitel VII der Charta der Vereinten Nationen, […]

Bürgerkriegsökonomien

Liberia: Erfolgsstory eines Kriegsherrn

von Maraike Wenzel (10/2003)

In Liberia herrscht seit 1989 Bürgerkrieg. Massaker, andauernde Gefechte und das Leid der Bevölkerung sind keine neuen Erscheinungen. Neu ist in diesem Zusammenhang nur das internationale Medieninteresse. […]

Übervater Kagame

von Gerd Hankel (10/2003)

Die Präsidentschaftswahlen in Ruanda vom 25. August – die ersten Wahlen im Land, neun Jahre nach dem Völkermord – waren als Schlusspunkt einer Übergangszeit gedacht, in der die Voraussetzungen für ein künftiges stabiles Ruanda geschaffen werden sollten. […]

Militärische Operation im Kongo.

Beschluss des Europäischen Rates vom 5. Juni 2003 (Wortlaut)

Dokumente zum Zeitgeschehen (7/2003)

Gestützt auf die UN-Resolution 1483 des Sicherheitsrats, die die Entsendung einer multinationalen Einsatztruppe in die Demokratische Republik Kongo autorisiert (vgl. www.un.org/ Depts/german/sr/sr_03/sr1484.pdf), beschloss der Europäische Rat am 5. Juni dieses Jahres die Entsendung einer Noteinsatztruppe unter französischer Führung. […]

Wachstumsbremse AIDS

von Jörg Goldberg (7/2003)

Von den 40 Millionen HIV-positiven Menschen leben derzeit etwa 28,5 Millionen in Afrika, wobei das südliche Afrika besonders betroffen ist. In den neun Ländern der Region leben rund 10 Millionen Menschen mit dem Virus. […]

Der Ressourcenkrieg

Einige Voraussetzungen für eine friedliche Entwicklung im Kongo

von Volker Riehl (7/2003)

Bis vor wenigen Wochen war der Begriff "Ituri" nur wenigen Entwicklungsexperten bekannt. Heute ist die Bezeichnung für die ostkongolesische Region allseits bekannt und zeigt das Interesse Deutschlands und der Welt an dem blutigsten Konflikt seit dem Zweiten Weltkrieg an. […]

Marokkos Modernisierung

von Sonja Hegasy (4/2003)

Kurz nach seiner Thronbesteigung 1999 verkündete Marokkos König Mohammed VI. ein „neues Konzept von Autorität“, indemerdenSchutz individueller und kollektiver Freiheiten sowie die Sicherung des sozialen Friedens versprach. […]

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