Artikel zum Thema Antisemitismus | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Artikel zum Thema Antisemitismus

Sozialarbeiter Broder

von Daniel Leisegang (2/2013)

Wer hätte das geahnt: In Henryk M. Broder, Deutschlands bekanntestem Antisemitismus-Erschnüffler, steckt nach schmerzlicher Selbsterkenntnis nichts anderes als ein „kleiner Sozialarbeiter, der eine Seele retten will“. Und ausgerechnet Jakob Augstein sollte es sein, der diese Wandlung zum Wahren, Guten und Schönen herbeiführte. […]

»Zustimmung zu rechtsextremen Ansichten steigt – in Ost und West«

Studie der Friedrich Ebert Stiftung zu rechtsextremen Einstellungen in Deutschland, 12.11.2012

Zusammenfassung […]

Der immergrüne Antisemitismus

von Albrecht von Lucke (10/2012)

Die Demonstrationen zum Gedenken an das Pogrom von Rostock-Lichtenhagen vor 20 Jahren waren kaum beendet, die staatstragenden Reden alle gehalten, als das Berlin von heute mit dem realexistierenden Rassismus konfrontiert wurde. […]

Jüdische Emigration: Zwischenstation Bolivien

von Volker Lühr (8/2012)

Als die Verfolgung der europäischen Juden in deren Vernichtung mündete, entschieden sich viele Verfolgte zur Flucht. Nicht wenige verschlug es nach Lateinamerika. Bolivien bot ihnen als einer der wenigen lateinamerikanischen Staaten Zuflucht. 7000 bis 8000 Flüchtlinge aus Europa nahm das bitterarme Land allein zwischen 1938 und 1940 auf. […]

Grass und die Bombe

Worüber wir eigentlich reden sollten

von Gert Krell (5/2012)

Am 13. März 2012 plädierte David Grossman, der berühmte israelische Schriftsteller und Trä­ger des Friedenspreises des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels 2010, in einem Beitrag für das Feuilleton der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ mit Nachdruck für Zurückhaltung im Konflikt zwischen Israel und dem Iran. […]

»Antisemitismus in Deutschland«

Bericht des unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus, 23.1.2012

Der Expertenkreis hat seiner Arbeit eine Definition des Begriffs Antisemitismus vorangestellt, derzufolge es sich um eine Sammelbezeichnung für alle Einstellungen und Verhaltensweisen handelt, die Juden und als Juden wahrgenommenen Einzelpersonen, Gruppen oder Institutionen aufgrund dieser Zugehörigkeit negative Eigenschaften unterstellen. […]

»Es gibt antisemitische Einstellungen in der deutschen Mehrheitsgesellschaft«

Bericht des unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus, 2.11.2011

Am 4. November 2008 beantragte der Deutsche Bundestag, den Kampf gegen Antisemitismus zu verstärken und jüdisches Leben in Deutschland weiter zu fördern (Bundestagsdrucksache 16/10775 (neu) und 16/10776). […]

»Der Rassismus der Mitte muss als Problem erkannt werden«

Aufruf zur Umkehr der Politik staatlicher Behörden gegen Rechtsradikalismus von Opferperspektive e.V., 21.11.2011

Am 21. November 2011 veröffentlichte die Berliner Tageszeitung einen Aufruf von Mobilen Beratungsteams und Beratungsprojekten für Opfer rechter Gewalt. Zusammen fordern sie eine Umkehr in der Politik staatlicher Behörden gegen Rechtsradikalismus. Die Opferperspektive gehört zu den Erstunterzeichnern dieses Appells. […]

Demjanjuk: Der letzte Prozess

von Helmut König (11/2011)

Manchmal kennt die Geschichte erstaunliche Volten: 50 Jahre nach dem wegweisenden Prozess in Jerusalem gegen Adolf Eichmann, den Organisator des Holocaust, fand in diesem Jahr der vermutlich letzte große Strafprozess wegen NS-Verbrechen überhaupt statt. […]

Die Linkspartei: Ideologie oder Politik

von André Brie (8/2011)

„Eine Partei zerfleischt sich“, hieß es am 1. Juli in den „heute“-Nachrichten des ZDF über die Linkspartei. Es ist erst gut zwei Monate her, dass die Parteiführung ihre heftigen Differenzen für beendet erklärt hatte und zu gemeinsamer politischer Sacharbeit zurückkehren wollte. […]

Feindbild Muslim

Antimuslimismus oder Islamophobie – eine Begriffsklärung

von Armin Pfahl-Traughber (4/2011)

Die gegenwärtige Revolution in der arabischen Welt beeinflusst auch unseren Blick auf den Islam. Hatten sich viele seit den Terroranschlägen vom 11. […]

Kommentare und Diskussionsbeiträge zum Vortrag von Tariq Ramadan

von Dan Diner und Gudrun Krämer (3/2011)

Parallel zu den Ereignissen in der arabischen Welt fand am 21. Januar d. J. im Berliner „Haus der Kulturen der Welt“ eine Konferenz zum Thema „Deutschlands Muslime und europäischer Islam“ statt. Auf dem Podium diskutierten, nach dem einleitenden Vortrag des bekannten Islamwissenschaftlers Tariq Ramadan (vgl. […]

Warum "Das Amt" missfällt

von Otto Köhler (2/2011)

  In den „Blättern“ 12/2010 analysierten Norbert Frei und Annette Weinke, Mitverfasser von „Das Amt“, die beginnende inhaltliche Diskussion über die Studie. Jetzt sehen sie sich mit dem Vorwurf der Auftragsarbeit konfrontiert – ausgerechnet durch den Historiker Hans Mommsen.   […]

Feindbild Jude, Hassobjekt Israel

von Dorothea Jung (12/2010)

Im Sommer dieses Jahres kam es in Hannovers Problembezirk Sahlkamp zu einem Vorfall, der zwar in den hiesigen Medien kaum Beachtung fand, aber von den in Deutschland lebenden Juden mit großer Bestürzung aufgenommen wurde. […]

Israel oder Die Angst vor dem Frieden

von Moshe Zimmermann (11/2010)

Der Friedensprozess im Nahen Osten schädigt den Ruf des Begriffs. Denn dieser Prozess, das zeigen die dürren Ergebnisse der jüngsten Verhandlungsrunden, scheint nicht nur endlos, sondern auch aussichtslos zu sein – zum Ziel, also zum Frieden, wird er aller Wahrscheinlichkeit nach auch diesmal nicht führen. […]

Der Mythos der jüdischen Nation

von Micha Brumlik (9/2010)

  Der Versuch eines internationalen Schiffskonvois, die israelische Blockade Gazas zu durchbrechen – der den Tod von neun Aktivisten durch offenbar überforderte israelische Soldaten zur Folge hatte –, belebte auch in Deutschland die Debatte um die Haltung zur Politik israelischer Regierungen aufs Neue. […]

Der braune Faden

Vom deutschen Hass auf Juden und Kommunisten

von Kurt Nelhiebel (4/2010)

Die Debatte über das neue Feindbild des Anti-Islamismus[1] verweist auf eine traurige Tradition der Bundesrepublik. […]

Islamophobie und Antisemitismus

von Achim Bühl (3/2010)

Ist es legitim, Islamfeindlichkeit mit Antisemitismus zu vergleichen? Darüber ist eine heftige Debatte zwischen dem Publizisten Henryk M. Broder und dem Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU Berlin, Wolfgang Benz, entbrannt. […]

Die politische Krise des Zionismus

von Susanna Böhme-Kuby (3/2009)

Der 60. Geburtstag des Staates Israel wurde im letzten Jahr in großem Rahmen begangen – vor allem apologetisch, teilweise auch kritisch. Doch das ideologiekritisch aufschlussreichste Buch zur Geschichte Israels und speziell des Zionismus erscheint erst jetzt. […]

Täter als Marionetten

Die strafrechtliche Umdeutung der NS-Verbrechen

von Joachim Perels (1/2009)

Als die Zentrale Stelle zur Aufklärung von NS-Verbrechen am 1. Dezember 2008 ihren 50. Geburtstag beging, wurde ihr noch einmal jene Aufmerksamkeit zuteil, die sie verdient. Dabei ist es um ihre Arbeit in den letzten Jahren erheblich leiser geworden. Der Grund dafür ist biologischer Natur: Die letzten Nazi-Täter sterben aus. […]

Juden im Iran: Heimat in der Diaspora?

von Katajun Amirpur (12/2008)

Der Staat Israel gilt als die nationale Heimstätte des jüdischen Volkes. Das zionistische Selbstverständnis, exklusiv das Weltjudentum zu vertreten, wird jedoch nicht nur durch die große Zahl der in den Vereinigten Staaten lebenden Juden fundamental in Frage gestellt. […]

Kommodes Gedenken

Die Erinnerungskultur des vereinten Deutschlands

von Harald Schmid (11/2008)

Gedenktage sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren. Sie beginnen immer früher und dauern immer länger. Tatsächlich handelt es sich immer öfter eher um Gedenkwochen. Publikum und Akteure der Erinnerungskultur sind schon lange daran gewöhnt, dass – ich übertreibe nur wenig – einem beim Aufschlagen der Zeitung fast täglich ein NS-Jahrestag begegnet. […]

Antisemitische Erblast

Vom Nationalsozialismus zum Nahost-Konflikt

von Gert Krell (11/2008)

Vor 70 Jahren trat, mit den Pogromen vom 9. November 1938, die nationalsozialistische Politik gegenüber den Juden in ihre eliminatorische Phase. […]

Universalismus, Selbsthass oder jüdischer Antisemitismus

Der Streit um die richtige Solidarität mit Israel

von Micha Brumlik (4/2007)

Mehr als einhundert Jahre nach den ersten jüdischen Siedlungsversuchen im osmanischen Millyet Falestin, bald sechzig Jahre nach der Gründung des Staates Israel und nun bald vierzig Jahre nach der Eroberung der Westbank durch Israel scheint der Palästinakonflikt einer Lösung ferner zu sein denn je. […]

Auf der Suche nach einer europäischen jüdischen Identität

von Irene Runge (6/2006)

Als ich zum ersten Mal den Begriff "europäische jüdische Identität" hörte, war ich verblüfft, dann begeistert. Es war kurz nach dem Mauerfall 1989. […]

Russlands antisemitische Patrioten

von Martin Malek (9/2005)

Anlässlich des Prozesses gegen Michail Chodorkowski, den ehemaligen Chef des Ölkonzerns Jukos, wurde massive Kritik an der russischen Justiz geübt.1 Kaum Beachtung fand demgegenüber, dass auch die anderen beim Kreml in Ungnade gefallenen Großunternehmer – vor Chodorkowski bereits Wladimir Gusinski und Boris Beresowski – jüdischer Abstammung sind. […]

Katholischer Antisemitismus

von Samuel Salzborn (8/2005)

"Herr Spiegel, jetzt reicht’s!!!" So beginnt einer der zahlreichen Briefe, die infolge der Dreikönigspredigt des Erzbischofs von Köln, Joachim Kardinal Meisner, beim Zentralrat der Juden eingegangen sind. […]

Das Denkmal entzieht sich der Frage nach dem Warum

Rede von Paul Spiegel anlässlich der Einweihung des Denkmals für die ermordeten Juden Europas vom 10. Mai 2005 (Wortlaut)

Dokumente zum Zeitgeschehen (6/2005)

Als die Alliierten 1945 die Konzentrations- und Vernichtungslager befreiten, glaubten viele Überlebende, mit dem Ende des Holocaust sei die Geißel des Antisemitismus überwunden. Heute, 60 Jahre später, bekennt sich der Nobelpreisträger und Buchenwald-Überlebende Elie Wiesel voller Sorge zu seiner damaligen Naivität: […]

Feindbildwechsel in Serbien

von Boris Kanzleiter (6/2005)

Die ethnonationalen Weltbilder, die während der Kriege im zerfallenen Jugoslawien mobilisiert wurden, umfassten neben der Konstruktion eigener Identitäten stets auch die Zuschreibung von äußeren Freund- und Feindbildern. So gab in Kroatien am Anfang der 90er Jahre ein populärer Schlager mit dem Titel "Danke Deutschland" dem Glauben der Kroaten an eine innige Verbindung mit den Deutschen Ausdruck. […]

Ungarn 1945: Befreiung oder Eroberung?

von Matthias Eickhoff (6/2005)

Sechzig Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges wird die historische Bedeutung des Jahres 1945 in der ungarischen Gesellschaft äußerst unterschiedlich eingeschätzt. Für die einen bedeutet 1945 zunächst einmal die Befreiung vom Faschismus und die Rettung vor der "Endlösung" der Nazis, für die anderen ist es vor allem der Beginn der sowjetischen Besatzung und kommunistischen Diktatur. […]

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