Artikel zum Thema Außenpolitik | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Artikel zum Thema Außenpolitik

Vorwärts in die Vergangenheit

George W. Bushs Angriff auf den amerikanischen Liberalismus

von William Greider (6/2003)

In den Vereinigten Staaten findet derzeit nicht nur die grundlegende Umgestaltung der außenpolitischen Leitlinien statt. Gleichzeitig drohen die sozialstaatlichen Fundamente des Landes, die sich im vergangenen Jahrhundert entwickelten, Gegenstand einer radikal-revisionistischen Politik zu werden. […]

Die USA brauchen Europa

Konturen einer künftigen Partnerschaft (Blätter-Gespräch)

von Charles A. Kupchan (6/2003)

Der militärische Sieg im Irakkrieg scheint die Rolle der Vereinigten Staaten als "einzig verbliebene Supermacht" befestigt zu haben. Charles A. Kupchan, Professor für Internationale Beziehungen an der Georgetown Universität in Washington, D.C., nimmt hingegen die Gefahr einer Überdehnung imperialer Macht in den Blick. […]

Nordkoreanische Drohkulisse

von Siegfried Knittel (6/2003)

Der Streit zwischen den USA und Nordkorea um dessen Atomwaffenprogramme ist seit Ende letzten Jahres wieder entbrannt. Dabei schien das überraschende Treffen des japanischen Ministerpräsidenten Koizumi mit dem nordkoreanischen Führer Kim Jong Il am 17. […]

Die neue Weltkarte des Pentagon

Mit einer Liste künftiger Konfliktherde und Interventionspunkte

von Thomas P. M. Barnett (5/2003)

Monate vor der – in diesem Frühjahr gleichzeitig amerikanisch und deutsch erschienenen – Buchausgabe stellten die „Blätter“ Robert Kagans viel zitierten Essay „Power and Weakness“ in eigener Übersetzung vor, um das deutsche Publikum im O-Ton mit dem vertraut zu machen, was nach Auffassung des amerikanischen Neokonservatismus die Vereinigten […]

Schöne neue Welt

Europäische und transatlantische Bruchlinien (Blätter-Gespräch)

von Claus Leggewie und Micha Brumlik (4/2003)

Knapp sechs Monate nach der Bundestagswahl 2002 führten die „Blätter“ ein bilanzierendes Gespräch mit Micha Brumlik und Claus Leggewie über die innere und äußere Situation, in der das Land sich heute befindet. […]

Neue Freunde

von Frank Möller (4/2003)

„Donc, je crois qu’ils ont manqué une bonne occasion de se taire“ – sie hätten eine gute Gelegenheit verpasst zu schweigen, haben sich die Regierungen Estlands, Lettlands und Litauens vom französischen Präsidenten Chirac bescheinigen lassen müssen. Die Erklärung vom 5. […]

Wir werden es so wie in Afghanistan machen

Präsident Georg W. Bushs Bericht zur Lage der Nation vom 28. Januar 2003. Außenpolitischer Teil (Wortlaut)

Dokumente zum Zeitgeschehen (3/2003)

Es gibt Tage, an denen die Bürger Amerikas keine Neuigkeiten über den Krieg gegen den Terrorismus hören. Es gibt keinen Tag, an dem ich nicht von einer weiteren Bedrohung erfahre oder Berichte über laufende Operationen erhalte oder in diesem globalen Krieg gegen ein weit verzweigtes Killer-Netzwerk einen Befehl erteile. Der Krieg dauert an, und wir werden gewinnen. […]

Auf der Bühne des theatralischen Militarismus

Amerika und die wahren Mächte der Welt

von Emmanuel Todd (3/2003)

In diesen Tagen und Wochen erscheinen die Vereinigten Staaten mächtiger, einflussreicher, durchsetzungsfähiger denn je. Als Präsident der „einzig verbliebenen Supermacht“ kann George W. Bush Ergebenheitsadressen von Staatsmännern wie Aznar, Blair oder Berlusconi entgegennehmen. […]

Orwell und die Achse des Guten

von Karl D. Bredthauer (3/2003)

So viel Orwell war nie. Krieg ist Frieden, hieß es in der beklemmenden Totalitarismus- Vision des 20. Jahrhunderts. Darin unterscheidet sich 2003 wenig von "1984", gewiss. Aber die Art, wie die gesamte zivilisierte Welt nunmehr seit Monaten einer Sprachregelung gehorcht, die die Wahrheit auf den Kopf stellt, hätte selbst Orwell die Sprache verschlagen. […]

Anwendung aller zur Verfügung stehenden Mittel

Nationale Strategie zur Bekämpfung von Massenvernichtungswaffen der US-Regierung vom 11. Dezember 2002 (Wortlaut)

Dokumente zum Zeitgeschehen (2/2003)

Dem Vorwurf der USA an die Adresse des Irak, geheime Rüstungsprogramme zur Herstellung von Massenvernichtungswaffen zu unterhalten, gehen derzeit UN-Waffeninspektoren vor Ort nach. Obgleich diese bisher keine entsprechenden Erkenntnisse vorweisen konnten, bereiten sich die USA auf einen Irakkrieg vor. […]

Instrumenteller Multilateralismus und servile Rezeption: der Irak, die USA und Europa

von August Pradetto (2/2003)

Peter Bender betitelte Anfang der 80er Jahre ein Buch „Das Ende des ideologischen Zeitalters“.1 Es handelt von der Pragmatisierung der Außenpolitik der Großmächte und des Verhältnisses zwischen den Blöcken in den beiden voraufgegangenen Jahrzehnten. Diese Zeit der „normalen Politik“ (Dahrendorf) ist vorbei. […]

Die Stunde der Extremisten

von Martin Reeh (2/2003)

Noch vor nicht allzulanger Zeit hätte eine breite Öffentlichkeit jemanden wie Laurent Murawiec als politischen Extremisten betrachtet. […]

Polen und die Erweiterung der Europäischen Union

von Hans Arnold (1/2003)

Mit dem endgültigen Beschluss und der Terminierung der Erweiterung der Europäischen Union um zehn Staaten drängt sich die Frage auf, was die alten und neuen Mitglieder wohl von einander zu erwarten haben. Fest steht, dass sich die Union mit den Beitritten wesentlich verändern wird: Der weitaus größte Teil Europas wird zu EU-Europa. […]

Die innenpolitische Steuerung der amerikanischen Irak-Politik

von Andrea Szukala und Thomas Jäger (1/2003)

Entgegen gängigen, derzeit vor allem in Europa formulierten Annahmen, ist die amerikanische Öffentlichkeit nach 1990 multilateraler gesonnen denn je.1 Gleichzeitig aber – und hier lässt sich ein massiver Wandel der Einstellungen registrieren – stieg die Zufriedenheit mit der eigenen starken Rolle in der Welt kontinuierlich.2 Das Selbstbild der am […]

Die Nationale Sicherheitsstrategie der Vereinigten Staaten von Amerika (NSS 2002) (Auszüge)

Dokumente zum Zeitgeschehen (12/2002)

.Nach der Dokumentation des Geleitworts von Präsident George W. Bush in der Novemberausgabe (S.1391-1393) veröffentlichen wir nachstehend wesentliche Auszüge der mittlerweile auf Deutsch vorliegenden neuen Nationalen Sicherheitsstrategie der USA vom 20. September 2002 (NSS 2002; amerikanischer Text im Internet abzurufen unter www.whitehouse. gov/nsc/nss.pdf). […]

Kollaps des kollektiven Sicherheitssystems?

Nationale Selbstverteidigung als Achillesferse der UN-Charta

von Gerhard Stuby (12/2002)

Der Militärschlag der USA gegen den Irak scheint lediglich eine Frage der Zeit. Vom Kongress ermächtigt, zielt die US-Administration nach wie vor auf den gewaltsamen Regimewechsel – notfalls auch ohne Zustimmung des UNSicherheitsrats. […]

Die Zivilmacht Europa bleibt Projekt

Zur Debatte um Kagan

von Hanns W. Maull (12/2002)

Amerika zimmert an einer neuen Weltordnung, und den Europäern läuft es kalt über den Rücken. Auf den Meinungsseiten der US-Medien und in den Think Tanks zirkulieren Visionen einer weltumspannenden Pax Americana, wie diejenige von Robert Kagan (nachzulesen in den Oktober-„Blättern“) oder von Ronald D. Asmus und Kenneth M. Pollack (im vorliegenden Heft). […]

Eine Supermacht ist vielleicht keine

von Joscha Schmierer (11/2002)

Auf der Titelseite einer der jüngsten Ausgaben von „The Weekly Standard“, einem einflussreichen neokonservativem Blatt in den USA, prangte der Slogan "We are the world". Das ist ernst gemeint. In Deutschland fühlt man sich da schnell an wilhelminische Sprüche vom „Platz an der Sonne“ erinnert. Die Assoziation ist falsch. […]

Von Bären, Wilderern und Förstern

von Sibylle Tönnies (11/2002)

Kagan kann glaubwürdig darlegen, dass sich die USA weniger für das Völkerrecht als für das Recht des Stärkeren interessieren. Ihm selbst nämlich ist das Völkerrecht offenbar unbekannt. […]

Implosion allierter Solidarität

von August Pradetto (11/2002)

Robert Kagan konstruiert einen prinzipiellen Unterschied zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und Europa in Struktur und Verhalten, den er auf eine Asymmetrie der Macht zurückführt. Natürlich sind die Europäer durch ihre klein- und mittelstaatliche Realität und ihre Geschichte spezifisch determiniert. […]

Machtpolitik auf europäisch

von Otfried Nassauer (11/2002)

Robert Kagans Darstellung des transatlantischen Verhältnisses dient vor allem dem Ziel, die Politik der Bush-Administration in jenen Punkten zu legitimieren, die am umstrittensten, weil unvereinbar mit dem gültigen Völkerrecht sind. […]

Selbstmord aus Angst vor dem Tode?

von Claus Leggewie (11/2002)

Robert Kagan hat mit seiner Kritik an der europäischen Sicherheitspolitik Recht, doch mit seiner Einschätzung der US-amerikanischen Hegemonie in Zukunft dürfte er falsch liegen. Dafür sprechen die historische Erfahrung, zwei aktuelle Meldungen und ein neuer Film. […]

Wechselseitige Rücksichtnahme

von Gunther Hellmann (11/2002)

Robert Kagan zeichnet ein sorgenvolles Bild der europäisch-amerikanischen Beziehungen. Bei allen Überzeichnungen liefert er eine in vielerlei Hinsicht treffende Beschreibung der zunehmenden Verwerfungen. […]

Gulliver vs. Liliput.

Robert Kagans Macht und Schwäche in der Debatte

von Hans Arnold (11/2002)

Die Frage nach dem richtigen Umgang mit Saddam Hussein belastet die deutschamerikanischen Beziehungen, aber keineswegs nur sie. Auch jenseits des Wahlkampfgetöses hüben und drüben ist in die transatlantischen Beziehungen ein neuer, beunruhigender Ton gekommen. Leben Europäer und Amerikaner überhaupt noch in ein und derselben Welt? […]

NATO: Einer für alle oder alle für einen?

von Andreas Heinemann-Grüder (11/2002)

Im November 2002 wird der Prager NATO-Gipfel über die nächste Erweiterung der Organisation entscheiden. Zehn Länder haben sich beworben, und alles sieht nach einem "Big Bang" aus. Vermutlich werden nur die instabilen Kandidaten Mazedonien und Albanien, möglicherweise auch Kroatien, das Nachsehen haben. […]

NSA und Echelon

Ein Geheimdienst entdeckt die Wirtschaft

von Olaf Winkel und Orkan Kösemen (10/2002)

Der Vorwurf der Wirtschaftsspionage durch US-Geheimdienste wird nicht nur von Vertretern Washingtons, sondern auch von Seiten der Bundesregierung gern überhört oder zurückgewiesen. […]

Kooperation hinter den Kulissen

Die Doppelbödigkeit der

von Steffen Hertog (10/2002)

Die saudische Außenpolitik bevorzugt es traditionell, hinter den Kulissen im diplomatischen Halbdunkel zu operieren. Umso mehr muss das grelle Licht geschmerzt haben, das am 6. […]

Der Rüstungsschub unter Bush jr.

Zur Entwicklung hegemonialer Militärmacht

von Lutz Unterseher (10/2002)

"The absence of evidence is not the evidence of absence" 1), sagte US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld im Juni 2002 in Brüssel. […]

Macht und Schwäche

Was die Vereinigten Staaten und Europa auseinander treibt

von Robert Kagan (10/2002)

Es ist an der Zeit, mit der Illusion aufzuräumen, Europäer und Amerikaner lebten in ein und derselben Welt oder besäßen gar ein gemeinsames Weltbild. In der alles entscheidenden Frage der Macht - in der Frage nach der Wirkungskraft, der Ethik, der Erwünschtheit von Macht - gehen die amerikanischen und die europäischen Ansichten auseinander. […]

Die militärischen Fähigkeiten rasch ausbauen

Schweriner Erklärung des deutsch-französischen Verteidigungs- und Sicherheitsrats vom 30. Juli 2002 (Wortlaut)

Dokumente zum Zeitgeschehen (9/2002)

Im Rahmen der regelmäßigen deutsch französischen Konsultationen tagte unter Vorsitz von Bundeskanzler Schröder und Staatspräsident Chirac der gemeinsame Verteidigungs und Sicherheitsrat beider Länder Ende Juli in Schwerin. Paris und Berlin sprechen sich für eine "Harmonisierung der militärischen Bedarfsplanung" aus. […]

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