Artikel zum Thema Entwicklungspolitik | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Artikel zum Thema Entwicklungspolitik

Wer wird die Arche bauen?

Das Gebot zur Utopie im Zeitalter der Katastrophen

von Mike Davis (2/2009)

Kennen Sie die berühmte Gerichtsszene aus dem Welles-Klassiker „Die Lady von Schanghai“? Dieser Film Noir aus dem Jahr 1947 ist eine Allegorie auf proletarische Tugenden unter dem Joch einer dekadenten Oberschicht. […]

Nach dem Gipfel - und alle Fragen offen

von Michael R. Krätke (8/2008)

Es war ein Krisengipfel, der an die Anfänge vor 33 Jahren erinnerte. Um der Weltwährungskrise, der ersten Ölkrise und dem Aufbegehren der „Dritten Welt“ zu begegnen, kamen 1975 die Staats- und Regierungschefs der sechs führenden Industrienationen der westlichen Welt in Rambouillet zum informellen Kamingespräch zusammen. […]

Weltwirtschaft und Einkommensverteilung

von Jörg Goldberg (1/2008)

Auch ein halbes Jahr nach den durch die US-amerikanische Hypothekenkrise ausgelösten Turbulenzen an den Finanzmärkten ist nicht absehbar, welche Auswirkungen diese auf die „reale“ Wirtschaft haben werden. […]

Wirkungsvolle Armutsbekämpfung oder heiße Luft?

50 Jahre deutsche Entwicklungszusammenarbeit

von Walter Eberlei (12/2007)

Deutsche Entwicklungszusammenarbeit hätte in diesem Jahr ein Jubiläum feiern können: 1957 wurde Ghana als erstes Land in Subsahara-Afrika unabhängig und erhielt schon im Gründungsjahr erste staatliche Entwicklungsgelder aus Deutschland. […]

Die Krise des Spekulationskapitalismus

von Rudolf Hickel (10/2007)

Schon wieder geht sie um, die große Angst vor dem Börsen-Crash. […]

Deutsche Afrikapolitik in der Sackgasse

von Armin Osmanovic (9/2007)

Afrika gilt in Deutschland gemeinhin als hoffnungsloser Kontinent, Ort zahlreicher Kriege, andauernder ethnischer Konflikte, ständig wiederkehrender Naturkatastrophen, größter Armut und menschlichen Elends sowie verheerender Krankheiten wie Aids. Diese Wahrnehmung Afrikas als Problemkontinent teilen die breite Bevölkerung und viele Auslandsredaktionen von Fernsehen, Rundfunk und Presse. […]

Weltmacht Indien?

Der Subkontinent zwischen kolonialem Erbe und globalem Aufstieg

von Samir Amin (6/2007)

Mit mehr als einer Milliarde Einwohnern – einer Bevölkerungszahl, die der chinesischen nahe kommt – und einer über dem Weltdurchschnitt liegenden wirtschaftlichen Wachstumsrate gilt Indien heute vielen als eine der kommenden Großmächte des 21. Jahrhunderts. […]

Migration als Entwicklungshilfe?

von Aram Ziai (5/2007)

Eine Politik im Sinne traditioneller Entwicklungshilfe ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten aus der Mode gekommen. Stattdessen sind Schlagworte wie Wettbewerbsfähigkeit oder Global Governance in das Zentrum der Nord-Süd-Debatte gerückt. Der neueste Trend geht dahin, Migration als Entwicklungsmotor für die ärmeren Herkunftsländer zu propagieren. […]

Des Menschen Recht auf Wasser

von Petra Dobner (1/2007)

„Von allen Krisen hinsichtlich der sozialen und natürlichen Ressourcen, mit denen wir Menschen konfrontiert sind, ist die Wasserkrise diejenige, die unser Überleben und das unseres Planeten Erde am meisten bedroht.“ In der Tat, die UNESO übertreibt nicht: Ein steigender Wasserverbrauch, sinkende Trinkwasserressourcen und der Anstieg der Weltbevölkerung werden vor […]

Biopiraterie - der neue Kolonialismus

von Gregor Kaiser (10/2006)

Auf dem nächsten Treffen der G8- Regierungschefs im Sommer 2007 in Heiligendamm soll der Umgang mit geistigem Eigentum einen Themenschwerpunkt bilden. Eine Erklärung des letzten G8-Gipfels im Juli d.J. in St. Petersburg gibt hier bereits die Richtung vor – gleich sieben Mal wird dort „Fälschungen“ und vermeintlicher „Piraterie“ der Kampf angesagt. […]

Hunger global

von Armin Paasch (10/2006)

Zehn Jahre ist es her, da versprachen die Regierungen auf dem Welternährungsgipfel in Rom, die Anzahl der Hungernden bis 2015 zu halbieren. Das Ziel von 1996 klang schon damals zynisch – nahm man doch die andere Hälfte des Elends einstweilen in Kauf. Was jedoch schwerer wiegt: Selbst dieses Ziel wird verfehlt werden. […]

Baustelle Entwicklungspolitik

von Jörg Goldberg (8/2006)

„Entwicklungspolitik ist ein eigenständiger Bestandteil unserer gemeinsamen deutschen Außenpolitik“ – so heißt es im Koalitionsvertrag der großen Koalition. Allerdings bleibt unklar, was der „eigenständige“ Beitrag der Entwicklungs- zur Außenpolitik sein soll. […]

Planet der Slums

von Mike Davis (7/2006)

Der Planet der Slums ist etwas absolut Neues. Erst seit wenigen Jahren sind wir in der Lage, die globale Dimension der Urbanisierung zu erkennen. […]

Afrika: Keine Entwicklung ohne Wasser

von Wilhelm Sager (2/2006)

Im Nordosten Kenias verdorrt seit Monaten das Land, Menschen und Tiere verhungern. Die Bevölkerung muss bis zu 50 Kilometer zurücklegen, um an Wasser zu gelangen. Bereits im vergangenen Sommer litt ein Drittel an Hunger; Ärzte behandelten Zehntausende von dramatisch unterernährten Kindern. […]

Fluch oder Segen?

Öl und Demokratie in Osttimor sowie São Tomé und Príncipe

von Till Skrobek (2/2006)

Neue Technologien der Erschließung von tief verborgenen Ölvorkommen haben einigen Staaten der „Dritten Welt“ in den letzten Jahren einen unerwarteten Geldsegen beschert. […]

Apartheid global

Der neue Imperialismus und der globale Süden

von Samir Amin (2/2006)

Die Globalisierungsdebatte provoziert zunehmende Ängste in den nördlichen Industriestaaten. Dagegen kommen die Auswirkungen der Globalisierung auf den Süden kaum zur Sprache – und das, obwohl eine Mehrheit von 85 Prozent der Weltbevölkerung im Süden lebt. […]

Die Globalisierung des Hungers und das Menschenrecht auf Nahrung

von Armin Paasch und Frank Braßel (12/2005)

Die jüngsten Zahlen der UN-Organisation für Landwirtschaft und Ernährung (FAO) sind ernüchternd: Mindestens 852 Millionen Menschen leiden chronisch an Hunger. […]

Katzenjammer bei der WTO

von Michael Frein (12/2005)

Vor vier Jahren war die Stimmung noch euphorisch. Die Welthandelsorganisation (WTO) hatte auf ihrer 4. Ministerkonferenz in Doha, der Hauptstadt des arabischen Emirats Katar, die Scharte von Seattle wieder ausgewetzt. […]

Indien - Weltmacht und Peripherie

von John P. Neelsen (11/2005)

Die Flutwelle im Gefolge des Seebebens vom 26. Dezember 2004 hat auch an der Ostküste Indiens zehntausende Menschen das Leben gekostet und hunderte Dörfer zerstört. Dennoch lehnte Indien, wie auch nach dem schweren Erdbeben vom 8. Oktober 2005, jeden internationalen Beistand ab. […]

IWF - Zuchtmeister auf Kuschelkurs

von Daniela Setton (11/2005)

Es scheint, als drohe dem Internationalen Währungsfonds (IWF) die Bedeutungslosigkeit. Im Jahr nach seinem 60. Geburtstag läuft ihm zunehmend die Kundschaft weg. Zwar ist es in krisenfreien Zeiten immer etwas ruhiger um den Fonds gewesen, doch die Beteiligung an IWF-Programmen ist inzwischen auf den niedrigsten Stand seit 1975 gesunken. […]

Der Kampf ums blaue Gold

Privatisierung im Wassersektor

von Gerald G. Sander (8/2005)

Von den rund sechs Milliarden Menschen, die auf der Welt leben, haben nach Angaben der Vereinten Nationen mehr als 1,1 Milliarden keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und 2,4 Milliarden verfügen über keinen Zugang zu verbesserter Abwasserentsorgung.1 Täglich sterben fast 30 000 Menschen an Krankheiten, die mit dem Mangel an trinkbarem Wasser oder sanitären Anlagen zusammenhängen. […]

Porto Alegre 2005

von Ulrich Brand (3/2005)

Die "Süddeutsche Zeitung" erinnerte in ihrer Ausgabe vom 1. Februar an die Tatsache, dass wöchentlich 30 000 Kinder sterben, weil sie nicht ausreichend Wasser und Medikamente zur Verfügung haben. Weil die Bilder des alltäglichen globalen Elends den Weg ins hiesige Fernsehen nicht mehr fänden, werde auch kaum mehr gespendet. […]

Entwicklungspolitik ohne Flut

Über gute Vorsätze - und was aus ihnen geworden ist

von Aram Ziai (2/2005)

Nach der Flutkatastrophe in Südostasien profilierte sich die Bundesregierung als großer internationaler Geber: Sie bewilligte nicht nur eine Soforthilfe von 20 Mio. Euro für die Opfer, sondern stockte wenig später die mittelfristige Hilfe sogar auf 500 Mio. Euro auf. […]

Strom aus Wasser, Holz und Wind

Ansätze alternativer Energiepolitik in den EU-Beitrittsländern

von Danyel Reiche (2/2004)

Die Berichterstattung über die energiepolitische Situation in den EU-Beitrittsstaaten und Kandidatenländern dominieren Hiobsbotschaften über riskante Atomanlagen und dreckige Kohlekraftwerke. Es stellt sich jedoch die Frage: Stimmt das medial gezeichnete Bild mit dem realen Zustand überein? […]

Afrika: Wann ist Hilfe eine Hilfe?

Das Dogma der Selbsthilfe

von Jörg Goldberg (1/2004)

Bis zum Jahre 2015 will die internationale Gemeinschaft die extreme Armut in den Entwicklungsländern halbieren. Diese in der Millenniumsdeklaration der Vereinten Nationen im Jahre 2000 vereinbarte Selbstverpflichtung wird seither immer wieder bekräftigt. […]

Afrika: Wann ist Hilfe eine Hilfe?

Der Spendenfluch

von Kiflemariam Gebre-Wold (1/2004)

Alle Jahre wieder wird zu Weihnachten der katastrophalen Situation vor allem in Afrika Platz in den TV- und Print-Redaktionen eingeräumt, erleben wir konzertierte Spendenaufrufe der "Hilfsorganisationen", die an das Mitleid appellieren. […]

Optionen nach Cancún

von Jörg Huffschmid (12/2003)

Bei der dramatisch gescheiterten Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) standen zwei große Themen auf der Tagesordnung. Erstens sollten die Minister eine Zwischenbilanz der "Entwicklungsrunde" ziehen, die sie zwei Jahre zuvor in Doha ausgerufen hatten. Dabei ging es allerdings im Wesentlichen nur um weitere Marktöffnungen, vor allem bei Agrarprodukten. […]

Der Ressourcenkrieg

Einige Voraussetzungen für eine friedliche Entwicklung im Kongo

von Volker Riehl (7/2003)

Bis vor wenigen Wochen war der Begriff "Ituri" nur wenigen Entwicklungsexperten bekannt. Heute ist die Bezeichnung für die ostkongolesische Region allseits bekannt und zeigt das Interesse Deutschlands und der Welt an dem blutigsten Konflikt seit dem Zweiten Weltkrieg an. […]

Entschuldungsinitiative in der Sackgasse

von Jörg Goldberg (1/2003)

Die auf dem G7-Gipfel in Köln 1999 beschlossene erweiterte Entschuldungsinitiative zu Gunsten von hoch verschuldeten armen Entwicklungsländern (Heavily Indebted Poor Countries – HIPC) ist nach einem vergleichsweise raschen Start im Jahre 2000 nun in Schwierigkeiten geraten. Diese sind zu einem guten Teil der Konstruktion der Initiative selbst geschuldet. […]

Im 21. Jahrhundert gibt es für Krieg keinerlei Rechtfertigung mehr

Zweiter Antwortbrief der Koalition für Leben und Frieden an die What we're fighting for-Gruppe des Institute of American Values (Wortlaut)

Dokumente zum Zeitgeschehen (11/2002)

Wenn Mitte November die Regierungen in Rom zum Welternährungsgipfel zusammenkommen, müssen sie Rechenschaft ablegen über einen skandalösen Weltrekord: Erstmals in der Menschheitsgeschichte sind über eine Milliarde Menschen chronisch unterernährt – trotz einer Rekordgetreideernte im Jahr 2008, trotz gesunkener Nahrungsmittelpreise und trotz zahlreicher interna […]

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