Artikel zum Thema Geschichte | Blätter für deutsche und internationale Politik

LoginWarenkorb

Artikel zum Thema Geschichte

Die Beharrlichkeit des Krieges

Gewalt und Gegengewalt seit dem Ende der Bipolarität

von Lothar Brock (3/2015)

Was für ein Jahresauftakt: Infernalischer Terror im Nahen Osten, in Afrika, aber auch in Paris, im Herzen Westeuropas, außerdem ein Krieg in der Ostukraine durch russische Waffenlieferungen an die Separatisten – und damit, bei Waffenlieferungen des Westens an die Gegenseite, die Gefahr eines neuen Stellvertreterkrieges mit unbegrenztem Eskalationspotential. […]

Die offenen Fenster von 1990

Die deutsche Einheit und die vertane Chance auf Frieden in Europa

von Hans Misselwitz (3/2015)

Wenn in diesem Jahr der deutschen Einheit vor 25 Jahren gedacht wird, überwiegen ganz eindeutig die positiven Einschätzungen. […]

Die zarenlose, die schreckliche Zeit?

von Achim Engelberg (3/2015)

Über Orlando Figes‘ 1996 erschienenes Werk „Die Tragödie eines Volkes. Die Epoche der Russischen Revolution 1891 bis 1924“ schrieb der höchst sachkundige Eric Hobsbawm, es „wird mehr zum Verständnis der Russischen Revolution beitragen als irgendein anderes Buch, das ich kenne“. […]

»Individuelle Forderungen können nach wie vor geltend gemacht werden«

Offener Brief des Rechtsanwalts Joachim Lau an Bundespräsident Joachim Gauck bezüglich offener Entschädigungsforderungen aus dem Zweiten Weltkrieg, 4.2.2015

Sehr geehrter Herr Präsident Joachim GAUCK! […]

Russlands Absturz

von David M. Kotz (2/2015)

Russland ächzt unter der Finanzkrise – der Wert des Rubels sinkt drastisch; große Unternehmen stecken in der Klemme; Familien fürchten um ihre Ersparnisse, und dem Regime sagen Kommentatoren eine ungewisse Zukunft voraus. Aber reden wir da von 2014, 2008 oder 1998? Nun, wir erleben derzeit die dritte wirtschaftliche Krisenrunde im postsowjetischen Russland. […]

Die Barbaren sind unter uns

von Johano Strasser (2/2015)

Vor siebzig Jahren wurden die wenigen Überlebenden von Auschwitz von den vorrückenden russischen Truppen befreit. Der 27. Januar ist seitdem ins Gedächtnis der Welt eingebrannt als der Tag, da die Nazi-Verbrechen in ihrer ganzen Ungeheuerlichkeit zu Tage traten. […]

»Aus dem Erinnern ergibt sich ein Auftrag«

Rede des Bundespräsidenten Joachim Gauck zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, 27.1.2015

Heute vor 70 Jahren wurde das Konzentrationslager Auschwitz durch Soldaten der Roten Armee befreit. Vor bald 20 Jahren versammelte sich der Bundestag erstmals, um mit einem eigenen Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern. Die Erinnerung dürfe nicht enden, forderte damals Bundespräsident Roman Herzog. […]

Der blutrote Faden

Das globale Baumwollimperium und die permanente Revolution des Kapitalismus

von Sven Beckert (1/2015)

Europas Herrschaft über das Baumwollimperium endete kläglich. Es war das Jahr 1963. An einem regnerischen Dezembermorgen versammelte sich eine Gruppe von Liverpoolern vor der Baumwollbörse in der Old Hall Street. Nicht um ihr Imperium zu beherrschen, sondern um es aufzulösen. […]

Vom Heldenkult zur Opferverehrung

Zum Wandel der Erinnerungskultur

von Jan M. Piskorski (1/2015)

Siebzig Jahre nach der Shoah – dem von einem hochentwickelten europäischen Staat unternommenen Versuch der planmäßigen Ermordung sämtlicher Juden – ist es offensichtlich, dass die jüdische Diaspora und die Israelis viele Gründe dafür haben, sich innerlich wie äußerlich bedroht zu fühlen. […]

Eine Familie im »Jahrhundert der Katastrophen«

von Jens Becker (1/2015)

Der Kapitalismus kann und darf nicht das letzte Wort der Geschichte sein.“ Dieser Satz aus Theodor Bergmanns im Jahr 2000 erschienener Autobiographie, „Im Jahrhundert der Katastrophen“, eint die acht Geschwister der Familie Bergmann-Rosenzweig und ihre Vettern und Cousinen in der Tschechoslowakei. […]

Rechts außen: 50 Jahre NPD

von Fabian Virchow (12/2014)

Bereits eine Woche vor dem Parteitag am 2. […]

25 Jahre ’89: Demokratur schlägt Demokratie

von Albrecht von Lucke (11/2014)

„Demokratie jetzt“ nannte sich im revolutionären Herbst 1989 eine der bekanntesten Bürgerbewegungen in der DDR. Der Name war Programm: „Demokratie, jetzt oder nie“, lautete die Parole. […]

Ein deutscher Sonderweg – und ob!

von Detlef Hensche (11/2014)

In der letzten Ausgabe der »Blätter« kritisierte der Historiker Tim B. Müller die These vom „deutschen Sonderweg“, nach dem spezifisch deutsche Traditionen in den Nationalsozialismus geführt haben. Darauf antwortet nicht minder kritisch »Blätter«-Herausgeber Detlef Hensche. […]

Ganz normale Organisationen

Warum sich Hunderttausende am Holocaust beteiligten

von Stefan Kühl (11/2014)

Massentötungen scheinen zur Normalität der modernen Gesellschaft zu gehören. Man denke nur an die Genozide im Rahmen der Kolonialisierung, die stalinistischen Säuberungen in der Sowjetunion oder auch an die durch den Islamischen Staat verübten Massaker im Irak und in Syrien. […]

Vom »Unrechtsstaat« und der Tragödie des Parteikommunismus

von Michael Brie (11/2014)

War die DDR ein „Unrechtsstaat“? Im Zuge der Koalitionsverhandlungen in Thüringen ist, just 65 Jahre nach Gründung der DDR, eine alte Debatte neu entbrannt. Dabei handelt es sich bei dem Begriff des Unrechtsstaats um eine ausgesprochen problematische Vokabel. […]

Die zementierte Teilung

Literatur und Kritik 25 Jahre nach dem Mauerfall

von Hans-Dieter Schütt (11/2014)

Zu Lebzeiten von Goethe und Schiller stritt man in deutschen Landen ein wenig darüber, wer von beiden denn der größere Geist sei. Es gab geteilte Meinungen zwischen Nord und Süd, Ost und West. Als Goethe von dieser „Umfrage“ (oder gar einem Diskurs?) hörte, lächelte er weise: Deutschland möge doch froh sein, zwei solche Kerle zu haben. […]

Demokratie – eine unendliche Geschichte

von Gerhard Schildt (11/2014)

Kein historischer Gegenstand kann umfangreicher sein als eine Weltgeschichte. Deshalb muss man sie zeitlich einschränken und womöglich auch thematisch. Genau dies unternimmt Stefan Bajohr in seiner „Kleinen Weltgeschichte des demokratischen Zeitalters“. […]

»Die Lebenserwartung hat sich weltweit verbessert«

Studie der OECD zur globalen Entwicklung der Lebensqualität seit 1820, 2.10.2014 (deutsche Zusammenfassung)

Wie war das Leben damals? Lebensqualität weltweit seit 1820 Zusammenfassung in Deutsch […]

»Es geht um eine schonungslose Aufarbeitung der Alltagsdiktaktur«

Gemeinsames Papier zur Aufarbeitung der DDR-Geschichte aus dem 2. Sondierungsgespräch zwischen DIE LINKE Thüringen, SPD Thüringen und Bündnis 90 / Die Grünen Thüringen, 23.9.2014

25 Jahre nach der friedlichen Revolution ist für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und die SPD als Parteien, die in und aus der Bürgerrechtsbewegung der DDR hervorgegangen sind, ebenso wie für die Partei DIE LINKE die Aufarbeitung der SED-Diktatur in all ihren Facetten weder überflüssig noch rückwärtsgewandt. […]

Spiel mir das Lied vom Tod

Der Kalte Krieg und die Eskalation der Angst

von Bernd Greiner (10/2014)

Angesichts der dramatischen Eskalation zwischen Russland und dem Westen in der Ukrainekrise begegnet man derzeit zwei, hoch konträren Lesarten: Die einen parallelisieren die gegenwärtige Lage mit der Zeit vor 1989, indem sie von einem neuen Kalten Krieg sprechen. […]

Der Erste Weltkrieg und die Geburt der sozialen Demokratie

von Tim B. Müller (10/2014)

In den aktuellen Debatten über den Ersten Weltkrieg firmiert dieser in aller Regel, nach dem bekannten Ausspruch des US-amerikanischen Historikers George F. Kennan, als die „Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts. Und in der Tat brachte der Krieg Leid, Gewalt und Tod in bisher ungekanntem Ausmaß über Europa. […]

Zerrissenes Zypern: Kleine Insel, große Mächte

von Achim Engelberg und Jens Becker (9/2014)

Über 40 Jahre ist Zypern nun geteilt: Seit türkische Truppen am 20. Juli 1974 den Norden der Insel besetzten, um deren Anschluss an Griechenland zu verhindern, stehen sich ein türkisch besetzter, international nicht anerkannter Norden und ein griechisch dominierter Süden, die Republik Zypern, gegenüber. […]

Mafia goes Internet

von Jan Kursko (9/2014)

Was hatte doch der Papst für Aufsehen gesorgt, als er Mitte Juni die Mafia der „Anbetung des Bösen und der Verachtung des Gemeinwesens“ anklagte, sie als unvereinbar mit dem christlichen Glauben verurteilte und ihre Mitglieder kurzerhand exkommunizierte. Und das im tief katholischen Kalabrien, dem südlichsten Zipfel Italiens, kurz vor Sizilien! […]

Seit hundert Jahren umkämpft: Die Kriegsschuldfrage

von Wolfram Wette (9/2014)

Ob am 3. August auf dem Hartmannsweilerkopf im Elsass oder am darauffolgenden Tag, dem Tag des deutschen Überfalls und eigentlichen Kriegsbeginns, im belgischen Lüttich: Erstmalig kam es in diesem Jahr zu gesamteuropäischem Gedenken an den Beginn des Ersten Weltkriegs. […]

Ungarn oder: Der Antisemitismus als Suchtkrankheit

von András Bruck (9/2014)

Vor 70 Jahren kämpfte Ungarn an der Seite Nazi-Deutschlands gegen die Sowjetunion und schickte seine eigenen jüdischen Staatsbürger in die Konzentrationslager. Heute ist eine offen antisemitische Partei mit 20 Prozent im ungarischen Parlament präsent. Einer ihrer Abgeordneten beantragte kürzlich die Erstellung einer Liste mit Namen der jüdischen Abgeordneten. […]

Die vergessene Bewegung

Der indianische Kampf um Selbstbestimmung

von Walter Echo-Hawk (9/2014)

Vor genau sieben Jahren, am 13. September 2007, verabschiedeten die Vereinten Nationen die richtungsweisende Erklärung über die Rechte der indigenen Völker (UNDRIP). Unter Berufung auf die Menschenrechte soll sie das Überleben, das Wohlergehen und die Würde indigener Bevölkerungsgruppen weltweit schützen. Nach langem Zögern erklärte am 16. […]

Das Recht zur Vernichtung

von Annette Wilmes (9/2014)

Am 1. September jährt sich der Beginn des nationalsozialistischen Vernichtungskrieges zum 75. Mal. Den ungeheuren Zynismus dieses Krieges bringt in beispielloser Weise jene bekannte dreistündige Rede zum Ausdruck, die der Reichsinnenminister und Reichsführer-SS Heinrich Himmler am 4. Oktober 1943 im Goldenen Saal des Schlosses von Posen hielt. […]

»Wir Historiker sind eben nur rückwärtsgewandte Propheten«

Zum Tode von Hans-Ulrich Wehler

von Hans-Ulrich Wehler (8/2014)

Am 5. Juli 2014 starb im Alter von 82 Jahren der große Historiker Hans-Ulrich Wehler. Nicht erst mit seiner monumentalen fünfbändigen „Deutschen Gesellschaftsgeschichte“ avancierte er zum Kopf der Historischen Sozialwissenschaft und der von ihm begründeten „Bielefelder Schule“. […]

Von Horkheimer zu Habermas und in die Neue Welt

Der ethisch-politische Horizont der Kritischen Theorie

von Seyla Benhabib (8/2014)

Es ist mir eine große Freude und Ehre, heute im Rahmen des hundertjährigen Jubiläums der Goethe-Universität Frankfurt zu Ihnen sprechen zu dürfen.[1] Mein Vortrag wird Sie auf eine tour d‘horizon mitnehmen und zentrale Marksteine der Geschichte der Kritische […]

Die falsch gestellte Frage

War Marx Antisemit?

von Hauke Brunkhorst (8/2014)

In den letzten Jahren ist das Interesse am Werk von Karl Marx erheblich gestiegen – zuletzt durch das fulminante Werk von Thomas Piketty „Capital in the twentyfirst century“ (siehe dazu: Paul Krugman, Thomas Piketty oder Die Vermessung der Ungleichheit, in: „Blätter“, 6/2014, S. 71-81). […]

top