Artikel zum Thema Geschichte | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Artikel zum Thema Geschichte

Imperialer Rassismus

Vom Ersten Weltkrieg bis zu Donald Trump

von Pankaj Mishra (4/2018)

An der Westgrenze steht heute ein Auswurf afrikanischer und asiatischer Wilder und alles Räuber- und Lumpengesindel der Erde unter Waffen.“ Das schrieb der deutsche Soziologe Max Weber im September 1917. […]

Kein Sozialismus ist auch keine Lösung

1968 und der heimatlose Antikapitalismus

von Claus Leggewie (4/2018)

Vor genau 50 Jahren, am 11. April 1968, flogen die „drei Kugeln auf Rudi Dutschke“ (Wolf Biermann), wurde der charismatische Anführer des „Sozialistischen Deutschen Studentenbundes“ (SDS) auf dem Berliner Kurfürstendamm durch einen rechtsradikalen Attentäter lebensgefährlich verletzt. […]

Norman Birnbaum: Der rastlose Pilger

von James K. Galbraith (4/2018)

Norman Birnbaum ist ein großer Chronist: In seinen soeben erschienenen Memoiren bilanziert der „Blätter“-Mitherausgeber nahezu acht Jahrzehnte abgeklärter Auseinandersetzung – falls es so etwas geben kann – mit intellektuell und politisch führenden Köpfen der USA und Europas. […]

Wie viel Marx steckt im Marxismus?

Zum 200. Geburtstag einer Jahrhundertgestalt

von Rudolf Walther (3/2018)

Die Marx-Festspiele gehen weiter: Nachdem im vergangenen Jahr „150 Jahre – Das Kapital“ feierlich begangen wurden, kündigt sich nun Karl Marx‘ 200. Geburtstag am 5. Mai an. Damit stehen zwei zentrale Fragen im Raum: Wer war dieser Marx? […]

Die Provinzialisierung der Heimat

von Thomas Thiemeyer (3/2018)

Nein, es war kein Unglück. Ich habe das Feuer gelegt, an einem Abend, am Abend des achtzehnten August, mir blieb nichts anderes mehr übrig, als das Museum zu zerstören, das einzige masurische Heimatmuseum, in Engenlund drüben, bei Schleswig. Kein Zufall, mein Lieber. […]

Der geheime Blick des Kindes

von Katharina Granzin (2/2018)

Die Lebensgeschichte des Aharon Appelfeld, der am 4. Januar dieses Jahres im Alter von fast 86 Jahren in Jerusalem starb, grenzt ans Phantastische: Unter kaum vorstellbaren Bedingungen entkam der 1932 in Czernowitz in der Bukowina, der heutigen Ukraine, geborene Erwin Appelfeld dem Holocaust. Mit vierzehn Jahren erreichte er allein Palästina. […]

Simbabwe: Lang lebe das Regime!

von Simone Schlindwein (1/2018)

Es war ein historischer Tag, als Simbabwes Parlamentspräsident Jacob Mudenda am 21. […]

Sehnsuchtsort der Neuen Rechten: Die Potsdamer Garnisonkirche

von Matthias Grünzig (1/2018)

Es ist eines der wichtigsten und zugleich umstrittensten deutschen Bauprojekte der jüngeren Geschichte: der Wiederaufbau der Garnisonkirche in Potsdam. Schon 2013 bezeichnete der Bundesbeauftragte für Kultur und Medien das Projekt als „national bedeutsame Kultureinrichtung“ und bedachte es mit einem Bundeszuschuss von zwölf Mio. Euro. […]

Unter den Professoren: Die prekäre Universität

von Miguel de la Riva (1/2018)

Vor etwas mehr als 50 Jahren wurde an der Universität Hamburg einer der bekanntesten Slogans der 1968er-Bewegung geprägt: Am 9. November 1967 zog ein feierlicher Zug mit dem scheidenden und neuen Rektor, standesgemäß in Talar und gestärkter Halskrause, in das vollbesetzte Audimax. […]

Ein langer, steiniger Weg: Der Kampf um das Frauenwahlrecht

von Nikola Müller (1/2018)

Die gegenwärtige große Debatte um den massiven männlichen Machtmissbrauch nicht nur in Hollywood, sondern in vermutlich allen ungleichen Macht- und Gewaltverhältnissen zwischen Männern und Frauen erinnert an eines: Bis zur wirklichen Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau ist es offensichtlich noch ein harter Kampf und leider wohl auch ein steiniger und kurviger Weg […]

68 reloaded: Die Überflussgesellschaft und ihre Gegner

von Birgit Mahnkopf (1/2018)

Als die Studentenbewegung vor 50 Jahren ihren Höhepunkt erreichte, schöpfte sie ihre Motive aus unterschiedlichen Quellen und verknüpfte dabei viele noch heute wichtige Themen der Zeit. […]

Die vergessene Vernichtung

von Rudolf Walther (1/2018)

Eines hat Donald Trump schon nach einem Jahr erreicht: Der latente Rassismus seiner Regierung und erheblicher Teile der US-amerikanischen Bevölkerung ist überdeutlich geworden. […]

Estland zwischen Ost und West

von Achim Engelberg (11/2017)

Seit Mitte des Jahres hat Estland die EU-Ratspräsidentschaft inne. Aber nicht nur deshalb lohnt sich der Blick auf diese nordöstliche Peripherie der Union. Im kleinen Estland – nie gab es mehr als rund eine Million Esten – verdichtet und verschränkt sich europäische Geschichte des 20. […]

Enttäuschte Liebe

Das Ende des Westens, wie wir ihn zu kennen glaubten

von Edelbert Richter (11/2017)

Erst der Brexit und dann auch noch Donald Trump – mittlerweile schwant den meisten, dass wir gegenwärtig das Ende des Westens erleben. […]

Der bunte Teppich der Geschichte

von Winfried Dolderer (11/2017)

Es ist ein anspruchsvolles Projekt, das sich Ewald Frie vorgenommen hat: Nicht weniger als unser gewohntes Geschichtsbild will er umkrempeln, den über viele Schüler- und Studentengenerationen hinweg eingeübten Kanon. […]

Das rote Jahrhundert

Von der Oktoberrevolution zum Weltkommunismus

von Gerd Koenen (10/2017)

Als die Partei der Bolschewiki, der radikale Flügel der russischen Sozialdemokratie, sich im März 1918, also kurz nach ihrem erfolgreichen, aber noch ganz ungewissen Machtstreich, in „Kommunistische Partei Russlands (Bolschewiki)” umbenannte und im Frühjahr 1919 im belagerten Moskau bereits die Gründung einer neuen, dritten und diesmal „Kommunistischen Inte […]

Im Schlepptau des Neoliberalismus: Die CDU und die Wiedervereinigung

von Heiner Geißler (10/2017)

Im Alter von 87 Jahren starb am 12. September der stets streibare wie umstrittene CDU-Politiker und Attac-Aktivist Heiner Geißler. In der Juli-Ausgabe 2001 führte er ein noch heute erhellendes »Blätter«-Gespräch mit den Redakteuren Christoph Wagner und Margund Zetzmann. […]

Schicksalsfrage Feminismus

Der Kampf um die Selbstbehauptung

von Mithu M. Sanyal (9/2017)

 Der Feminismus hat mein Leben verändert. Nicht nur im übertragenen Sinne. Das auch. Zunächst bescherte der Feminismus mir jedoch meinen glänzenden deutschen Pass. Na ja, meinen nicht mehr ganz so glänzenden Pass, weil ich ihn ständig mit mir herumtrage, um zu beweisen, dass ich wirklich ich bin. […]

Mehr Grips wagen!

von Jan Kursko (8/2017)

In Berlin herrscht Götterdämmerung: Mit Frank Castorf und Claus Peymann verabschieden sich die beiden Matadoren der Berliner Theaterlandschaft in die wohlverdiente 68er-Rente. Und beide gehen – wen wundert’s – nicht ohne ein letztes Göttergrollen. […]

Der Kampf um Luther und die Bekennende Kirche

Hans Joachim Iwand und das Darmstädter Wort

von Eberhard Lempp (8/2017)

In diesem Jahr, dem 500. der Reformation, ist viel von den lutherischen Traditionen in der evangelischen Kirche wie auch in der gesamten Gesellschaft die Rede. […]

Menschenrecht vor Staatsgewalt

Ernst Bloch als Kritiker der Oktoberrevolution

von Werner Wild (8/2017)

Die russische Revolution von 1917 und ihre Wirkungsgeschichte haben das Werk und die politische Philosophie von Ernst Bloch (8. Juli 1885 bis 4. August 1977) nachhaltig beeinflusst. […]

Wille und Macht: Von Kohl zu Macron

von Albrecht von Lucke (7/2017)

In den unzähligen Nachrufen auf Helmut Kohl wurde eine Komponente seines Handelns entweder, vermeintlich wohlmeinend, schamhaft beschwiegen oder, in negativer Absicht, drastisch herausgestellt: nämlich Kohls immenser Wille zur Macht. […]

Die Speer-Legende und ihre Konstrukteure

von Magnus Brechtken (7/2017)

»Die Speer-Erinnerungen waren ein großes Welt-Recht, schon als Speer noch in Spandau saß.« Joachim Fest, 2002[1] […]

Frieden als Schimpfwort: 50 Jahre Sechstagekrieg

von Heiko Flottau (6/2017)

Als Bundesaußenminister Sigmar Gabriel Ende April anlässlich seines Antrittsbesuches in Israel auch Vertreter der NGOs Breaking the Silence und B’Tselem traf, kam es zum Eklat: Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte kurzerhand ein geplantes Gespräch mit Gabriel ab. […]

Die post-utopische Revolte

Die Erben von '68 und der neue Marsch durch die Institutionen

von Steffen Vogel (6/2017)

Das hatte sich die rebellische Jugend von einst anders vorgestellt. Ein halbes Jahrhundert ist seit dem großen Aufbruch von 1968 vergangen, als dessen Beginn in der Bundesrepublik der tödliche Schuss auf Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967 gilt. […]

Der Mehrwert von Marx

Zur anhaltenden Aktualität des »Kapitals«

von Mathias Greffrath (6/2017)

Kein sozialwissenschaftliches Werk hat in den letzten 150 Jahren eine so starke politische Wirkung gehabt wie „Das Kapital“. […]

Gottes Güter für alle

Die verdrängte Lehre der Reformation

von Christoph Fleischmann (5/2017)

Zum 500. Reformationsjubiläum wird an vieles erinnert und der Reformator für vieles gelobt. Dass es bei seinem Protest zentral ums Geld ging, wird jedoch meist nicht in den Vordergrund gestellt. Dabei begann die Reformation mit der Kritik an einer ökonomischen Praxis der Kirche, nämlich dem Verkauf von Ablassbriefen. […]

Nach dem Krieg ist vor dem Kriegsspiel

von Jan Kursko (4/2017)

Ja, Fake News sind schlimm. Das erleben wir dieser Zeit jeden Tag aufs Neue. Aber noch viel schlimmer ist es, wenn sich die Geschichte als gefaked erweist – zumal dann, wenn es die wenigen fast mythischen Daten der guten alten Bundesrepublik betrifft. […]

Von der Eiszeit in die Moderne?

von Winfried Dolderer (4/2017)

Die globale Erwärmung, wachsende Dürrezonen, schmelzende Gletscher, Überschwemmungen und der Anstieg des Meeresspiegels, all das steht als drohendes Menetekel am Horizont unserer Gegenwart. Wir sind indes nicht die erste Generation, die sich fundamentalen Veränderungen der natürlichen Umweltbedingungen ausgesetzt sah. […]

Wo sind die aufgeklärten Eliten?

Plädoyer für einen globalen New Deal des 21. Jahrhunderts

von Dieter Klein (2/2017)

Erst die Weltwirtschaftskrise, dazu die globale Klimakrise, und jetzt noch die Krise der liberalen Demokratie, die nicht zuletzt durch die Wahl von Donald Trump zum nächsten Präsidenten der Vereinigten Staaten zum Ausdruck kommt: All das zeigt, die Menschheit befindet sich an einem historischen Wendepunkt. […]

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