Artikel zum Thema Geschichte | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Artikel zum Thema Geschichte

Wille und Macht: Von Kohl zu Macron

von Albrecht von Lucke (7/2017)

In den unzähligen Nachrufen auf Helmut Kohl wurde eine Komponente seines Handelns entweder, vermeintlich wohlmeinend, schamhaft beschwiegen oder, in negativer Absicht, drastisch herausgestellt: nämlich Kohls immenser Wille zur Macht. […]

Die Speer-Legende und ihre Konstrukteure

von Magnus Brechtken (7/2017)

»Die Speer-Erinnerungen waren ein großes Welt-Recht, schon als Speer noch in Spandau saß.« Joachim Fest, 2002[1] […]

Frieden als Schimpfwort: 50 Jahre Sechstagekrieg

von Heiko Flottau (6/2017)

Als Bundesaußenminister Sigmar Gabriel Ende April anlässlich seines Antrittsbesuches in Israel auch Vertreter der NGOs Breaking the Silence und B’Tselem traf, kam es zum Eklat: Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte kurzerhand ein geplantes Gespräch mit Gabriel ab. […]

Die post-utopische Revolte

Die Erben von '68 und der neue Marsch durch die Institutionen

von Steffen Vogel (6/2017)

Das hatte sich die rebellische Jugend von einst anders vorgestellt. Ein halbes Jahrhundert ist seit dem großen Aufbruch von 1968 vergangen, als dessen Beginn in der Bundesrepublik der tödliche Schuss auf Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967 gilt. […]

Der Mehrwert von Marx

Zur anhaltenden Aktualität des »Kapitals«

von Mathias Greffrath (6/2017)

Kein sozialwissenschaftliches Werk hat in den letzten 150 Jahren eine so starke politische Wirkung gehabt wie „Das Kapital“. […]

Gottes Güter für alle

Die verdrängte Lehre der Reformation

von Christoph Fleischmann (5/2017)

Zum 500. Reformationsjubiläum wird an vieles erinnert und der Reformator für vieles gelobt. Dass es bei seinem Protest zentral ums Geld ging, wird jedoch meist nicht in den Vordergrund gestellt. Dabei begann die Reformation mit der Kritik an einer ökonomischen Praxis der Kirche, nämlich dem Verkauf von Ablassbriefen. […]

Nach dem Krieg ist vor dem Kriegsspiel

von Jan Kursko (4/2017)

Ja, Fake News sind schlimm. Das erleben wir dieser Zeit jeden Tag aufs Neue. Aber noch viel schlimmer ist es, wenn sich die Geschichte als gefaked erweist – zumal dann, wenn es die wenigen fast mythischen Daten der guten alten Bundesrepublik betrifft. […]

Von der Eiszeit in die Moderne?

von Winfried Dolderer (4/2017)

Die globale Erwärmung, wachsende Dürrezonen, schmelzende Gletscher, Überschwemmungen und der Anstieg des Meeresspiegels, all das steht als drohendes Menetekel am Horizont unserer Gegenwart. Wir sind indes nicht die erste Generation, die sich fundamentalen Veränderungen der natürlichen Umweltbedingungen ausgesetzt sah. […]

Wo sind die aufgeklärten Eliten?

Plädoyer für einen globalen New Deal des 21. Jahrhunderts

von Dieter Klein (2/2017)

Erst die Weltwirtschaftskrise, dazu die globale Klimakrise, und jetzt noch die Krise der liberalen Demokratie, die nicht zuletzt durch die Wahl von Donald Trump zum nächsten Präsidenten der Vereinigten Staaten zum Ausdruck kommt: All das zeigt, die Menschheit befindet sich an einem historischen Wendepunkt. […]

Von Türken, Juden und Armeniern: Der Kampf um die Erinnerung

von Seyla Benhabib (2/2017)

In ganz Europa blasen derzeit rechtsextreme und fremdenfeindliche Parteien zum Angriff auf internationales Recht und Menschenrechtskonventionen. Reaktionärer Nativismus und Nationalismus drohen die zerbrechlichen Institutionen internationaler Kooperation – wie die Europäische Union – zu zerstören. […]

Hundert Jahre Jazz: Das Revival des revolutionären Krachs

von Andreas Müller (3/2017)

Helsinki, im Dezember 2016. Das noch junge „WE Jazz Festival“ zählt zu den wirklich angesagten Veranstaltungen in einer mit Festivals reichlich versorgten Stadt. […]

Die Tragödie der Sinti

von Wieland Elfferding (2/2017)

Auf dem Weg ins Gebirge kamen wir häufig an jener Waldecke zwischen zwei Ortschaften vorbei, wo meine Mutter den Vater bat, langsamer zu fahren. Für einen kurzen Augenblick bot sich ein Einblick in das Lager der Zigeuner mit ihren Wohnwagen und, wie immer bemerkt wurde, mit dem Daimler davor. Das war in den 1960er Jahren. […]

Verdunklung als Prinzip: Geheimdienste und rechter Terror

von Martina Renner und Sebastian Wehrhahn (1/2017)

Fünf Jahre nach der Selbstenttarnung des NSU sind dessen Hintergründe noch immer nicht aufgeklärt – trotz zahlreicher parlamentarischer Untersuchungsausschüsse, die genau zu diesem Zweck in Bund und Ländern eingerichtet wurden. […]

Vom Proletariat zum Pöbel: Das neue reaktionäre Subjekt

von Micha Brumlik (1/2017)

Gewiss, es waren keineswegs nur Mitglieder der US-amerikanischen weißen Arbeiterklasse, die Donald Trump an die Macht gebracht haben. […]

Von Lenin bis Castro: Die Dialektik des Scheiterns

von Michael Brie (1/2017)

Am 25. November 2016 starb Fidel Castro. Sein Begräbnis war der letzte Akt der Geschichte des Kommunismus des 20. Jahrhunderts. Diese Epoche wurde geprägt durch Führungspersönlichkeiten, die mit einem besonderen Charisma ausgestattet schienen. Dabei hatte sich speziell Fidel Castro, so bitter dies festzustellen ist, politisch schon lange selbst überlebt. […]

Unser Mann in Athen

von Achim Engelberg (1/2017)

Wenn am 1. Januar 2017 der große griechische Schriftsteller Petros Markaris seinen 80. […]

Die Republik, die aus der Kälte kam

von Kurt Nelhiebel (12/2016)

Es gibt nur wenige Autoren, deren Namen so eng mit einer zeitgeschichtlichen Epoche verbunden sind wie der von John le Carré. Wer den Namen liest, assoziiert ihn mit dessen 1963 erschienenen Roman „Der Spion, der aus der Kälte kam“. Das Buch und der gleichnamige Film handeln vom Kalten Krieg zwischen Ost und West und den in diesem wirkenden Geheimdiensten. […]

»Wir sind das Volk«: Vom Freiheitsruf zur Hassparole

von Friedrich Schorlemmer (11/2016)

Es waren gruselige Bilder, die uns per TV von den Feierlichkeiten zum Tag der deutschen Einheit des Jahres 2016 aus Dresden erreichten. „Besorgte Bürger“ brüllten gegen die Repräsentanten des demokratischen Deutschlands an: „Volksverräter“ und „Wir sind das Volk!“. […]

Die Wiederkehr der Dreißiger Jahre?

von Paul Mason (11/2016)

Derzeit folgen die Ereignisse einander mit rasender Geschwindigkeit: der Brexit, der Putschversuch in der Türkei, islamistische Massaker in Frankreich, die Einkreisung von Aleppo, die Kandidatur von Donald Trump. […]

United States of Angst

Donald Trump und der Extremismus der Mitte

von Bernd Greiner (9/2016)

Hassprediger, Narziss, Rowdy, Aufschneider, Teilzeitclown, Vollzeitpsychopath, Hitzkopf, Rassist, Ignorant, Faschist, Wüterich, Autist – im Vokabular seiner Gegner fehlt kaum eine abwertende Bezeichnung für Donald Trump. […]

Für eine demokratische Neugründung Europas

Die »Flüchtlingskrise« als Rückkehr des Verdrängten

von Hauke Brunkhorst (9/2016)

Ein Jahr nach Beginn der sogenannten Flüchtlingskrise bestimmt das Thema weiterhin die Schlagzeilen in Deutschland und Europa. Doch eines wird dabei konsequent verdrängt: die koloniale Ursache der globalen Fluchtbewegung. Wer aber von der imperialen und kolonialen Vergangenheit Europas nicht reden will, sollte von der „Flüchtlingskrise“ schweigen. […]

Europa: Unterwerfung ohne Ende

von Winfried Dolderer (9/2016)

Mit keinem Ereignis zuvor ist den Europäern die Globalisierung so nahegerückt wie mit der massiven Ausweitung der Zuwanderung von Flüchtlingen ab 2015. Die Ursachen der heutigen Wanderungsbewegungen liegen in der Geschichte: Es ist eine Geschichte der Unterwerfung – und einer Jahrhunderte währenden europäischen Expansion. […]

Maos Spiel mit dem Feuer

von Norbert Seitz (8/2016)

Die „Große Proletarische Kulturrevolution“, die vor 50 Jahren begann, gilt bis heute als das größte Trauma in der Geschichte der KP Chinas. Sie forderte 1,5 bis 1,8 Millionen Todesopfer und die gleiche Anzahl an dauerhaft körperlich Versehrten. […]

Postkoloniale Denkmalkämpfe

von Jürgen Zimmerer (7/2016)

Es ist ein wichtiger Schritt in der Geschichte genozidaler Verbrechen und ihrer Aufarbeitung: Der Deutsche Bundestag hat den Völkermord an den Armeniern einen solchen genannt – und zwar trotz massiver Proteste der türkischen Regierung. […]

Beständig kritisch – und offen

Norman Birnbaum zum 90. Geburtstag

von Bettina Gaus (7/2016)

Es gibt kaum jemanden, der so schonungslos – auch über eigene Irrtümer –, so klug, so distanziert, so resigniert politische Verhältnisse beschrieben hat und über eigene Enttäuschungen, die Enttäuschungen seiner ganzen Generation schreibt wie Norman Birnbaum, der große alte Vordenker der Linken in den USA. […]

Der Pakt des Schweigens

Der Spanische Bürgerkrieg und die Pendelschläge der Geschichtspolitik

von Julia Macher (7/2016)

Achtzig Jahre nach dem Beginn des Spanischen Bürgerkrieges (1936-39) ringt Spanien immer noch mit seinem Erbe. Der vom Putsch Francisco Francos und seiner Mitverschwörer ausgelöste dreijährige Krieg zwischen rebellischen Militärs und Republiktreuen kostete über einer halben Million Menschen das Leben und begründete eine knapp vierzigjährige Diktatur. […]

Für Freiheit und Demokratie

Der kurze Frühling des Eurokommunismus

von Karsten Krampitz (7/2016)

Am 29. Juni 1976 kommentierte im frühen Abendprogramm der ARD der ebenso wortgewaltige wie erzkonservative Matthias Walden: Der „kommunistische Hochalpinismus“ habe nun endlich seine Gipfelkonferenz bekommen, in Ostberlin. Ein Gipfelsturm sei es nicht gewesen, der da endlich in dünner Luft zum Ziel geführt habe. […]

Loblied auf einen Kommunisten

von John McCain (5/2016)

Die „New York Times“ veröffentlichte kürzlich einen bemerkenswerten Nachruf, obwohl der Tod der betreffenden Person außerhalb ihres Familien- und Freundeskreises kaum Beachtung gefunden hatte. Das überrascht nicht. Delmer Berg war keine Berühmtheit. Er war weder besonders wohlhabend noch einflussreich. Ein öffentliches Amt bekleidete er nie. […]

Die Empathie der Nachgeborenen

Wie man die »Last der Vergangenheit« abstreift

von Norbert Frei (5/2016)

Sieben Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sind die Deutschen, die das „Dritte Reich“ getragen haben, und mehr noch jene, bei denen die Verantwortung für sein Zustandekommen lag, aus der Gesellschaft der Bundesrepublik längst verschwunden. […]

Lob des langen Atems

Nachruf auf Andreas Buro (1928 - 2016)

von Roland Roth (3/2016)

Wir trauern heute gemeinsam um den Verlust eines ungewöhnlichen und großartigen Menschen. Andreas Buro war dies nicht nur für seine Nächsten und Freunde, sondern er hat – wie kaum ein anderer – über fast 60 Jahre hinweg außerparlamentarische Politik in der Bundesrepublik mitgeprägt. […]

Sommerabo

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