Artikel zum Thema Gesundheit | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Artikel zum Thema Gesundheit

Auf dem Weg zum Systemwechsel: Gesundheitspolitik schwarz-gelb

von Hans-Jürgen Urban und Thomas Gerlinger (1/2010)

Der Koalitionsvertrag der Regierung Merkel/Westerwelle ist verschiedentlich als vage und wenig aussagekräftig bezeichnet worden – „ein Dokument der Unschärfe“, wie die „Süddeutsche Zeitung“ schreibt.1 Zumindest was die gesundheitspolitischen Abschnitte des Papiers angeht, trifft diese Einschätzung jedoch nicht zu, im Gegenteil: Diese […]

Ein Jahr Obama

Die USA zwischen Reformpolitik und rechtem Propagandafeldzug

von Albert Scharenberg (11/2009)

Als Barack Obama vor einem Jahr, nach einem von den Begriffen „Hoffnung“ und „Wechsel“ geprägten Wahlkampf, die Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten gewann, kannte der Jubel keine Grenzen. […]

Das Geschäft mit der Grippe

von Angela Spelsberg (11/2009)

Ende Oktober starteten die lange geplanten Impfungen gegen A/H1N1. Dabei stand zu diesem Zeitpunkt bereits fest: Die erwartete Pandemie mit hoher Morbidität und Mortalität ist ausgeblieben. […]

Patientenverfügung: Das Ende der Entmündigung

von Matthias Katzer (9/2009)

„Ärzte sind künftig an den Patientenwillen gebunden“ – so oder ähnlich lauteten viele Schlagzeilen, mit denen über die Verabschiedung des Gesetzes zu Patientenverfügungen am 18. Juni d.J. berichtet wurde. Manche Kommentatoren feierten die Regelung gar als ein „historisches Gesetz“, das die Entmündigung der Patienten beende. […]

Abtreibung: Die neue Angstmache

von Barbara Streidl (9/2009)

Ende Mai d.J. wurde der US-amerikanische Gynäkologe Dr. George Tiller in seiner Heimatstadt Wichita, Kansas, auf dem Weg zur Kirche erschossen. […]

Giftgrüne Gentechnik

Der Kampf um MON 810

von Heike Moldenhauer (7/2009)

„MON 810“ – dieses unscheinbare Kürzel treibt gegenwärtig Landwirte und Lobbyisten auf die Barrikaden. Dahinter verbirgt sich die einzige gentechnisch veränderte Pflanze, die in der EU kommerziell angebaut werden darf. […]

Mehr Staat, mehr Wettbewerb: Gesundheitsfonds ante portas

von Kai Mosebach, Rolf Schmucker und Thomas Gerlinger (10/2008)

Die jüngste Gesundheitsreform ist in vollem Gange. Nachdem der Bundestag im Februar 2007 das „Gesetz zur Stärkung des Wettbewerbs in der Gesetzlichen Krankenversicherung“ (GKV-WSG) beschlossen hat, werden dessen einzelne Bestandteile nach und nach wirksam. Ein Kernstück der Reform, der Gesundheitsfonds, tritt am 1. Januar 2009 in Kraft. […]

Unsere ganz alltägliche Vergiftung

Wider die Ohnmacht der Verbraucher

von Thilo Bode (11/2007)

Gammelfleisch im Döner, zu viele Pestizide in Obst, Gemüse und Küchenkräutern – derartige Nachrichten erscheinen uns mittlerweile so alltäglich wie der Wetterbericht. Aber wie kann das sein – haben wir Verbraucher denn keine Rechte? […]

AOK & Co. oder Wettbewerb nach unten

von Thomas Gerlinger (4/2007)

Die bundesdeutsche Gesundheitspolitik steht vor großen Herausforderungen: die Einnahmebasis der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erodiert, das Finanzierungs- und Versicherungssystem ist durch vielfältige Gerechtigkeitsdefizite gekennzeichnet, und das Gesundheitswesen weist trotz hoher Kosten Qualitätsmängel auf. […]

Krankheit und Kommerz

Zur Kritik der herrschenden Gesundheitspolitik

von H.-Ulrich Deppe (1/2007)

Weltweit werden medizinische Entscheidungen in immer stärkerem Maße durch die Ökonomie bestimmt. Das betrifft inzwischen auch die meisten Bereiche unseres Gesundheitssystems. Als vorläufig letzten Akt konnten wir in den vergangenen Monaten das Gerangel der großen Koalition um die „Gesundheitsreform 2006“ miterleben. […]

Gesundheitsreform 2006: Durchwursteln als Strategie

von Kai Mosebach (8/2006)

Die große Koalition ist mit dem Ziel angetreten, das deutsche Gesundheitswesen grundlegend zu reformieren. Eine Jahrhundertreform sollte es werden. Nun jedoch reibt man sich verwundert die Augen – der vernichtenden Kritik zufolge scheint vom großen Reformvorhaben bloß eine Erhöhung der Versicherungsbeiträge um 0,5 Prozentpunkte zu bleiben. […]

Die Menschheit selbst ist gefährdet

Pariser Appell zu den Gesundheitsgefahren durch Chemikalien vom 7. Mai 2004 (Wortlaut)

Dokumente zum Zeitgeschehen (11/2005)

Die Gefahren für Mensch und Umwelt, die von den zehntausenden freigesetzten chemischen Substanzen ausgehen, sind bislang wenig erforscht, und der gesetzliche Schutz ist, vorsichtig formuliert, lückenhaft. In der Branche scheint man immer noch nach der Maßgabe zu verfahren, dass die chemische Industrie im Wesentlichen risikolos arbeitet. […]

Hochschullehrer gegen Brechmittelvergabe bei Kleindealern

Erklärung von Wissenschaftlern der Universitäten Bremen, Hamburg und Oldenburg zum Bremer Brechmittel-Skandal vom 10. Januar 2005 (Wortlaut)

Dokumente zum Zeitgeschehen (2/2005)

Anfang Januar d.J. verstarb in Bremen der 35jährige Laya-Alama Conde aus Sierra Leone. Er war nach der zwangsweisen Verabreichung von Brechmitteln zur Sicherstellung vermeintlich verschluckter illegaler Drogen ins Koma gefallen. Bereits im Dezember 2001 war in Hamburg der 19jährige Nigerianer Achidi John infolge einer zwangsweisen Brechmittelgabe im Polizeigewahrsam verstorben. […]

Tödliches Quartett

von Daniel Schmidt (12/2004)

Vor mittlerweile fast einem Jahr ist die zwischen Regierung und Opposition ausgehandelte Gesundheitsreform in Kraft getreten. Begründet wurde sie mit den seit Jahren steigenden Kosten des Gesundheitswesens, die in absehbarer Zeit - so der einhellige Tenor - von der Solidargemeinschaft der Versicherten nicht mehr zu tragen seien. Die wesentliche Motivation der Reform also war eine ökonomische. […]

Aufruf zur Unterstützung des Internationalen Einsteinjahres 2005 (Wortlaut)

Dokumente zum Zeitgeschehen (11/2004)

Im Jahr 2005 feiern Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der ganzen Welt den hundertsten Geburtstag der Speziellen Relativitätstheorie und der Lichtquantenhypothese, die beide von Albert Einstein im Jahre 1905 entwickelt wurden. Im Jahr 2005 jährt sich auch Einsteins Todestag zum 50. […]

Demographischer Wandel und demographischer Schwindel

Zur Debatte um die gesetzliche Krankenversicherung

von Hagen Kühn (6/2004)

Da die Mehrheit der Bevölkerung existenziell auf die sozialstaatlichen Sicherungen angewiesen ist und ihren Abbau ablehnt, haben restriktive Strategien in der Demokratie Legitimationsprobleme. Sie werden meist nicht offen debattiert, sondern erscheinen im Gewand von Sachzwängen. […]

Allgemein, einheitlich, solidarisch

Anforderungen an die Bürgerversicherung

von Christoph Butterwegge (1/2004)

In der gegenwärtigen sozialpolitischen Debatte stehen sich zwei Vorschläge fast schon antagonistisch gegenüber: das Konzept der Kopfpauschale und das Modell der Bürgerversicherung. […]

Deregulierung bis zum Spind

von Tobias Nickel (1/2004)

Alles steht auf dem Prüfstand, wir wissen es zur Genüge - Renten und Rentenalter, Arbeitslosengeld und Sozialhilfe, Feiertage und Urlaub, die Arbeitsstunden pro Woche und Tag und das Urlaubs- und Weihnachtsgeld ohnehin. Auch das um Krankengeld, Brillengläser und Zahnersatz geschrumpfte Gesundheitssystem ist längst wieder unter Beschuss. […]

Die Reform der Reformen

Zur ordnungspolitischen Neujustierung des Gesundheitssektors

von Norbert Schmacke und Werner Schneider (9/2003)

Alle vier bis fünf Jahre gibt es eine größere oder kleinere Gesundheitsreform.1 Die sich jetzt abzeichnende, im Konsens aller Parteien entstehende Reform ist dabei ohne Beispiel: Keine der bisherigen Krankenversicherungsreformen der Nachkriegsgeschichte enthält derart einseitige und umfängliche Lastenverschiebungen. […]

Vorstoß durch die Hintertür

Die versuchte Einführung fremdnütziger Forschung an Minderjährigen per Arzneimittelgesetz

von Christian von Dewitz und Michael Stoeter (9/2003)

Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs galt als unumstößlicher Grundsatz in der biomedizinischen Forschung: Nie dürfen Menschen ohne deren eigene, aus freien Stücken gegebene Einwilligung zum Nutzen der Wissenschaft oder der Gesellschaft als Versuchspersonen benutzt werden. […]

Umwertung der Werte

von Stephan Lessenich (9/2003)

Nach der jüngst erfolgten Einigung über Eckpunkte der "Gesundheitsreform" 1 nahm Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) für sich in Anspruch, eine "eindeutig sozialdemokratische Reform" in die Wege geleitet zu haben, während die CDU-Vorsitzende Angela Merkel behauptete, der Kompromiss trage "die Handschrift der Union". […]

Agenda 2010

Regierungserklärung von Bundeskanzler Schröder am 14. März 2003 (Auszüge)

Dokumente zum Zeitgeschehen (5/2003)

Wochen vor der nachstehenden Regierungserklärung kündigten führende SPD-Politiker eine „mutige Reformagenda“ an, die endlich „den Weg aus der Krise“ zeigen werde. Gerhard Schröder skizzierte am 14. März 2003 vor dem Bundestag die „Agenda 2010“. […]

Klassenmedizin

von Rolf Schmucker (4/2003)

Noch im Bundestagswahlkampf 2002 verkündeten SPD und Bündnisgrüne unisono, der Weg in die "Zweiklassenmedizin" sei mit ihnen nicht zu gehen. Das Bekenntnis richtete sich gegen die Absichtserklärungen von CDU und FDP, eine Aufspaltung des Leistungskatalogs der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in Grund- und Wahlleistungen einzuführen. […]

Macht GATS krank?

Auswirkungen des multilateralen Dienstleistungsabkommens auf das deutsche Gesundheitssystem

von Kai Mosebach (3/2003)

Mit dem Gesundheitsstrukturgesetz des Jahres 1993 wurden in Deutschland erstmals Wettbewerbskonzepte als zentrale Steuerungsinstrumente in das System der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) eingeführt (Kassenwettbewerb). Seitdem ist die Idee einer „solidarischen Wettbewerbsordnung“ aus der gesundheitspolitischen Reformdiskussion nicht mehr wegzudenken. […]

Gesundheitspolitik: Solidarität statt Privatisierung und Marktorientierung

Sondermemorandum der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik (Auszüge)

Dokumente zum Zeitgeschehen (7/2002)

  […]

Kranke Kassen

von Hermannus Pfeiffer (6/2002)

Deutschlands Krankenkassen sind krank. Die Kassen stehen vor größeren Finanzierungsschwierigkeiten als die marode Rentenversicherung, sie verschlingen zu viele Milliarden, arbeiten ineffektiv und dienen Ärzten und Pharmaindustrie als Selbstbedienungsladen, heißt es. […]

Gesundheitspolitische Dilemmata

von Thomas Gerlinger (8/2001)

Vor einem guten halben Jahr hat Ulla Schmidt das Amt der Bundesgesundheitsministerin angetreten. […]

Bioethische Signale

Über die Wiederentdeckung der Menschenwürde

von Christoph Wagner (7/2001)

Auf einmal kennt unsere Politik keine Parteien mehr. Der Fraktionszwang ist aufgehoben. Ausnahmsweise sollen die Mitglieder des Hohen Hauses nur die Stimme ihres Gewissens sprechen lassen. Abgeordnete verschiedener Parteien beleben ein übergreifendes "Bündnis Menschenwürde". […]

Bewährungsprobe Biopolitik

Schwierigkeiten bei der Gestaltung des gentechnischen Fortschritts

von Andrea Fischer (6/2001)

Wer erst im letzten Jahr begonnen hat, Zeitung zu lesen und fernzusehen, musste den Eindruck gewinnen, etwas völlig Neues habe die gesellschaftliche Arena betreten. […]

Gesundheitsrisiken durch Mobilfunk?

von Gudrun Kordecki (4/2001)

Die im Jahr 1992 eingeführte Mobilfunk-Technik nach dem so genannten GSM-Standard 1) hat sich am Markt in kürzester Zeit etabliert. Ende 2000 besaßen in Deutschland 48 Millionen Menschen ein Handy, 24 Millionen mehr als zu Jahresbeginn, und nach Angaben der Bundesregierung bestanden bereits im Mai 2000 in Deutschland 34 373 Basisstationen. […]

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