Artikel zum Thema Krieg und Frieden | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Artikel zum Thema Krieg und Frieden

Nordkorea: Im Teufelskreis der Abschreckung

von Andreas Henneka (6/2017)

Der Konflikt um das nordkoreanische Nuklear- und Raketenprogramm hat sich in den vergangenen Wochen dramatisch zugespitzt. Um den Druck auf Nordkorea und dessen Verbündeten China zu erhöhen, drohte US-Präsident Donald Trump mit einem Alleingang und entsandte einen Flugzeugträger in Richtung der koreanischen Halbinsel. […]

Frieden als Schimpfwort: 50 Jahre Sechstagekrieg

von Heiko Flottau (6/2017)

Als Bundesaußenminister Sigmar Gabriel Ende April anlässlich seines Antrittsbesuches in Israel auch Vertreter der NGOs Breaking the Silence und B’Tselem traf, kam es zum Eklat: Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte kurzerhand ein geplantes Gespräch mit Gabriel ab. […]

Syrien und das Ende des Patts?

von Michael Brozska (5/2017)

Der Giftgasangriff auf die von den Rebellen kontrollierten Stadt Chan Scheichun hat den Krieg in Syrien wieder ins Zentrum der internationalen Aufmerksamkeit gerückt und zugleich gefährlich angeheizt. Für die US-Regierung steht der Schuldige fest: Sie macht den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad für den Angriff verantwortlich. […]

Syrien: Wider die Straflosigkeit

von Wolfgang Kaleck (4/2017)

Zehntausende Menschen sind in den letzten Jahren in syrischen Gefängnissen misshandelt und gefoltert worden. Tausende überlebten diese Torturen nicht. Das belegten zuletzt der Bericht von Amnesty International zum Saydnaya-Gefängnis und die Aufnahmen des syrischen Militärfotografen unter dem Decknamen „Caesar“. […]

Katar, Saudi-Arabien und Israel: Geeint gegen Assad?

von Lars Hauch (4/2017)

Ende Februar schlug der israelische Verteidigungsminister Avigdor Lieberman den Golfstaaten ein militärisches Bündnis nach dem Vorbild der Nato vor. Der Schritt erscheint nur auf den ersten Blick überraschend: Bereits seit längerem gibt es hinter den Kulissen Kontakte zwischen Saudi-Arabien und Israel. […]

Dutertes Drogenkrieg: Staatsterror gegen die Ärmsten

von Johannes Icking (4/2017)

Er werde die Fische in der Manila Bay mit den Leichen der Drogendealer füttern, versprach Rodrigo Duterte vor seiner Wahl zum philippinischen Präsidenten. Den Worten folgten Taten: Seit seinem Amtsantritt am 30. Juni 2016 töteten Polizei und Todesschwadronen mehr als 7000 Menschen. […]

Erdoğan oder: Der große Osmane kehrt zurück

von Hayko Bağdat (4/2017)

Wenn Journalismus heißt, von Berufs wegen Fragen zu stellen, dann will ich jene, die dies lesen, auf eine Reise mitnehmen. Lasst uns gemeinsam Fragen stellen zu Recep Tayyip Erdoğan: Wie wurde aus dem liberalen Sprössling des türkischen politischen Islam, der 2002 erstmals an die Regierung kam, ein monströser Politiker, auf den heute die ganze Welt mit Sorge blickt? […]

Der Krieg finanziert den Krieg

Transatlantische Beziehungen und Nato vor und unter Trump

von August Pradetto (4/2017)

Wie selten zuvor beschäftigte sich die diesjährige Münchener Sicherheitskonferenz vor allem mit einer bestimmten Problematik: dem Zustand des Westens. […]

Schlachthaus Syrien

von Ed Blanche (3/2017)

Das syrische Regime soll heimlich und systematisch bis zu 13 000 seiner Bürger gehängt haben. Dies geschah zwischen dem Beginn des Krieges im März 2011 und Dezember 2015 in einer „geplanten Kampagne außergerichtlicher Exekutionen.“ Das besagt jedenfalls ein erschütternder Bericht von Amnesty International. […]

Der Krieg in Syrien und die blinden Flecken des Westens

von Michael Lüders (3/2017)

Kriege werden erzählt, nicht anders als Geschichten. Die jeweiligen Erzählungen bestimmen das Bild in unseren Köpfen, unsere Sicht auf Konflikte. Wir wissen, oder wir glauben zu wissen, wer schuldig ist und wer nicht, wer die Guten sind und wer die Bösen. […]

Agambens Bürgerkrieg

von Tamara Tischendorf (3/2017)

In den USA regiert Donald Trump selbstherrlich per Dekret und Kritiker fragen sich bang, ob daran bald die amerikanische Demokratie zerbricht. In Frankreich herrscht nach zahlreichen Terroranschlägen nach wie vor der Ausnahmezustand. Und Deutschland treibt weiterhin die Frage um: Wie umgehen mit den Flüchtlingen aus Bürgerkriegsregionen? […]

Gaza ohne Partner

von Riad Othman (1/2017)

Über die dramatischen Bilder aus Aleppo gerät derzeit eine Region im Nahen Osten besonders aus dem Blick: der Gazastreifen. Rund zwei Millionen Menschen leben dort unter zumeist menschenunwürdigen Bedingungen auf engstem Raum. Und ihre Lage droht sich weiter zu verschlechtern. Grund dafür ist die jüngste diplomatische Annäherung zwischen Ankara und Jerusalem. […]

Die syrische Tragödie und die Ohnmacht der UNO

von Andreas Zumach (11/2016)

Am 31. Dezember dieses Jahres endet die Amtszeit des achten Generalsekretärs der Vereinten Nationen. Dann wird der Südkoreaner Ban Ki-moon zehn Jahre lang amtiert haben – und dennoch so blass geblieben sein wie keiner seiner Vorgänger. Und das nicht ohne Grund: Globales Chaos, machtlose UNO – diese Wahrnehmung ist heute weit verbreitet. […]

Kolumbien: Frieden auf der Kippe

von Andreas Hetzer und Anna-Lena Dießelmann (11/2016)

Der Oktober begann in Kolumbien mit einem doppelten Paukenschlag: Erst votierte am 2. Oktober bei einem Referendum eine hauchdünne Mehrheit von 50,2 Prozent gegen das Friedensabkommen, das die Regierung von Präsident Juan Manuel Santos und die linksgerichtete FARC-Guerilla kurz zuvor unterzeichnet hatten. […]

Die Wiederkehr der Dreißiger Jahre?

von Paul Mason (11/2016)

Derzeit folgen die Ereignisse einander mit rasender Geschwindigkeit: der Brexit, der Putschversuch in der Türkei, islamistische Massaker in Frankreich, die Einkreisung von Aleppo, die Kandidatur von Donald Trump. […]

Im Fadenkreuz der Geopolitik

Die Ukraine und der neue Kalte Krieg

von Achim Engelberg (11/2016)

Vor drei Jahren, am 21. November 2013, begannen die Proteste auf dem Maidan Nesaleschnosti, dem Unabhängigkeitsplatz, in Kiew, die alsbald den Namen Euromaidan tragen sollten. Euromaidan deshalb, weil zuvor die ukrainische Regierung die kurz vor dem Abschluss stehenden Assoziierungsverhandlungen mit der EU abgebrochen hatte, was Tausende wütender Menschen auf die Straße trieb. […]

Syrien: Kurden im Zangengriff

von Thomas Schmidinger (10/2016)

Fünf Jahre wütet nun schon der Bürgerkrieg in Syrien, selbst eine von den USA und Russland vermittelte Waffenruhe erwies sich schnell als brüchig. Gemäß der Vereinbarung vom 10. September sollten die Regimestreitkräfte und die von Washington unterstützten Rebellen ihre Kampfhandlungen einstellen. […]

Die drei Schlachtfelder des IS

von Rami G. Khouri (9/2016)

Derzeit bestätigen die Ereignisse in mehreren Ländern, was viele von uns in den vergangenen zwei Jahren öffentlich und im Privaten gesagt haben: Der Islamische Staat (IS) ist keine ernst zu nehmende militärische Kraft und bildet keine legitime souveräne Einheit. […]

Somalia in der Kriegsspirale

von Markus Höhne (8/2016)

Am 10. September wird in Somalia ein neuer Präsident gewählt. Doch frei wird der Urnengang keineswegs sein – und auch nicht fair. Denn die Nachbarländer Äthiopien und Kenia versuchen hinter den Kulissen sicherzustellen, dass eine ihnen genehme Führung in Mogadischu übernimmt. […]

Wider die Spaltung Europas: Für eine neue Verständigung mit Russland

von Erhard Eppler (8/2016)

Was ich heute hier zu sagen habe, verantworte ich ganz allein. Ich rede für keine Partei (auch nicht für meine Partei, die SPD), für keinen Verein und keine Kirche. Ich rede als einer der Letzten der Flakhelfer-Generation, als einer, der das letzte Jahr des letzten Krieges noch als regulärer Soldat des Heeres er- und überlebt hat. […]

Die Bundeswehr zieht ins Cyberfeld

von Thomas Reinhold (7/2016)

Nun ist offiziell, was sich bereits seit einem Jahr in der Diskussion zum neuen „Weißbuch“ der Bundeswehr abgezeichnet hat: Die Truppe soll künftig einen Organisationsbereich „Cyber und Informationsraum“ erhalten, der Heer, Marine und Luftwaffe sowie dem Sanitätsdienst gleichgestellt ist. […]

Trittbrettfahrer IS

von Björn Blaschke (7/2016)

Das Sprachrohr des IS heißt „Amaq“, zu Deutsch: „Die Tiefe“. […]

Kolumbien: Alles oder nichts für den Frieden

von Janna Greve (6/2016)

Es schwang viel Verve mit, als Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos und Vertreter der linken Guerilla FARC-EP Ende 2015 die baldige Unterzeichnung eines Friedensabkommens ankündigten. Bereits im März dieses Jahres sollte damit einer der ältesten, andauernden Konflikte Südamerikas beendet werden. […]

Flucht ohne Ende

von Marc Engelhardt (6/2016)

Dadaab ist das größte Flüchtlingslager der Welt und liegt im dürren Nordosten Kenias. Seit bald 25 Jahren fliehen Somalis hierher, zunächst vor Bürgerkrieg und Gewalt, inzwischen vor islamistischen Terroristen. Weiter als bis Dadaab kommen sie nicht, denn Kenias Armee versperrt die Straßen in den Rest des Landes. […]

Zur Aktualität des Pazifismus

von Christine Schweitzer (5/2016)

Vor 71 Jahren, am 8. Mai 1945, endete der Zweite Weltkrieg in Europa. Das Datum steht gleichsam für das Ende des Naziregimes wie auch für den Beginn der friedlichen europäischen Integration, die schließlich in die Europäische Union mündete. […]

Loblied auf einen Kommunisten

von John McCain (5/2016)

Die „New York Times“ veröffentlichte kürzlich einen bemerkenswerten Nachruf, obwohl der Tod der betreffenden Person außerhalb ihres Familien- und Freundeskreises kaum Beachtung gefunden hatte. Das überrascht nicht. Delmer Berg war keine Berühmtheit. Er war weder besonders wohlhabend noch einflussreich. Ein öffentliches Amt bekleidete er nie. […]

Syrien oder: Die Strategie der Zerstörung

von Leïla Vignal (5/2016)

Ein halbes Jahrzehnt ist seit den ersten Kundgebungen vergangen, auf denen viele Syrer im Frühjahr 2011 Rechte und Würde forderten. Das Regime von Baschar al-Assad hat auf die Proteste vom ersten Tag an mit brutaler Repression reagiert. Der Einsatz des gesamten staatlichen Gewaltapparats war in der politischen Führung in Damaskus akzeptiert. […]

Die Empathie der Nachgeborenen

Wie man die »Last der Vergangenheit« abstreift

von Norbert Frei (5/2016)

Sieben Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sind die Deutschen, die das „Dritte Reich“ getragen haben, und mehr noch jene, bei denen die Verantwortung für sein Zustandekommen lag, aus der Gesellschaft der Bundesrepublik längst verschwunden. […]

Erdogans »Neue Türkei« und der Krieg gegen die Kurden

von Gülistan Gürbey (3/2016)

Das türkische Jahr begann – vor allem aus deutscher Perspektive –, wie das letzte geendet hatte, nämlich mit einem Selbstmordanschlag des IS. Dieser riss am 12. Januar vor der weltberühmten Blauen Moschee in Istanbul neun deutsche Touristen in den Tod. […]

Lob des langen Atems

Nachruf auf Andreas Buro (1928 - 2016)

von Roland Roth (3/2016)

Wir trauern heute gemeinsam um den Verlust eines ungewöhnlichen und großartigen Menschen. Andreas Buro war dies nicht nur für seine Nächsten und Freunde, sondern er hat – wie kaum ein anderer – über fast 60 Jahre hinweg außerparlamentarische Politik in der Bundesrepublik mitgeprägt. […]

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