Artikel zum Thema Kultur | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Artikel zum Thema Kultur

Das neue Grauen

von Wolfgang Michal (5/2015)

Ist etwas passiert in der Welt, das „uns“ nahegehen soll, erscheinen Zeitungen und Sondersendungen nicht mehr nur mit breiten Schlagzeilen und Breaking-News-Symbolen, sondern mit Trauerrand und schwarzen Schleifchen. […]

Marx in Marburg

von Gerhard Weiß (5/2015)

In zwei hessischen Universitätsstädten bildeten sich nach dem Zweiten Weltkrieg Schulen heraus, die einen prägenden Einfluss auf die linke Debatte in der Bundesrepublik nehmen sollten. Neben der bekannteren Frankfurter Schule um Max Horkheimer und Theodor W. Adorno entstand eine Marburger Schule um den Politikwissenschaftler und Juristen Wolfgang Abendroth. […]

Das Ethos des Kinos

von Martin Seel (2/2015)

Noch immer ist das Kino eine vergleichsweise junge Kunst, auch wenn in unseren Tagen angesichts der Frage, ob oder in welchem Maß wir dabei sind, in ein „postkinematografisches Zeitalter“ einzutreten, heftig über ihr Altern diskutiert wird.[1] Zusammen mit der Fotograf […]

Vom Heldenkult zur Opferverehrung

Zum Wandel der Erinnerungskultur

von Jan M. Piskorski (1/2015)

Siebzig Jahre nach der Shoah – dem von einem hochentwickelten europäischen Staat unternommenen Versuch der planmäßigen Ermordung sämtlicher Juden – ist es offensichtlich, dass die jüdische Diaspora und die Israelis viele Gründe dafür haben, sich innerlich wie äußerlich bedroht zu fühlen. […]

Die zementierte Teilung

Literatur und Kritik 25 Jahre nach dem Mauerfall

von Hans-Dieter Schütt (11/2014)

Zu Lebzeiten von Goethe und Schiller stritt man in deutschen Landen ein wenig darüber, wer von beiden denn der größere Geist sei. Es gab geteilte Meinungen zwischen Nord und Süd, Ost und West. Als Goethe von dieser „Umfrage“ (oder gar einem Diskurs?) hörte, lächelte er weise: Deutschland möge doch froh sein, zwei solche Kerle zu haben. […]

Solidarität statt Egoismus: Das konvivialistische Projekt 


von Frank Adloff (10/2014)

Die für den Kampf gegen den Klimawandel dringend gebotene globale Kooperation stagniert seit Jahren; große Teile Afrikas werden von Kriegen, korrupten Regierungen, Hunger und Vertreibung zerrüttet; die sozialen Ungleichheiten wachsen in vielen Ländern dramatisch, und die Wirtschafts-, Staatsverschuldungs- und Finanzkrise ist längst nicht überwunden. […]

Empathie statt Sterbehilfe

von Alexander Weiss (9/2014)

Die Debatte über Legalisierung oder strafbewehrtes Verbot ärztlicher Sterbehilfe nimmt wieder an Fahrt auf: Im Herbst wird es eine Anhörung im Bundestag geben, Gegner wie Befürworter planen eigene Gesetzentwürfe. In den „Blättern 2/2014“ forderte Stefan Welzk, zertifizierte Sterbehelfer zuzulassen. […]

Mafia goes Internet

von Jan Kursko (9/2014)

Was hatte doch der Papst für Aufsehen gesorgt, als er Mitte Juni die Mafia der „Anbetung des Bösen und der Verachtung des Gemeinwesens“ anklagte, sie als unvereinbar mit dem christlichen Glauben verurteilte und ihre Mitglieder kurzerhand exkommunizierte. Und das im tief katholischen Kalabrien, dem südlichsten Zipfel Italiens, kurz vor Sizilien! […]

Hybris Fußball: Die FIFA als Weltmacht

von Norbert Seitz (8/2014)

"Keine Demos und keine Staus mehr“, gab ZDF-Reporter Bela Réthy bereits drei Tage nach dem Eröffnungsmatch von São Paulo Entwarnung – dafür registrierte er entspannt, ohne den furiosen WM-Verlauf voraussehen zu können: „Viele Tore und gekippte Spiele“. […]

Freiheit durch Bindung

von Bettina Jarasch (8/2014)

Seit ihrem katastrophalen Abschneiden bei der letzten Bundestagswahl debattieren die Grünen intensiv über ihr Freiheitsverständnis. […]

Von Habermas zu Schirrmacher

Zur Lage des Intellektuellen in der Berliner Republik

von Albrecht von Lucke (8/2014)

Am 12. Juni dieses Jahres starb der Publizist und Mitherausgeber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, Frank Schirrmacher, im Alter von nur 54 Jahren. Sechs Tage später, am 18. Juni, beging Jürgen Habermas seinen 85. Geburtstag. […]

»Kultur und Medien von TTIP-Verhandlungen ausnehmen«

Stellungnahme des Deutschen Kulturrats zu den TTIP-Verhandlungen, 25.6.2014

Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, befasst sich seit April 2013 intensiv mit dem angestrebten Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU. […]

Machen wir Halt: 
Der Kampf unseres Lebens

von Naomi Klein (7/2014)

Diese Geschichte handelt von miserablem Timing. Eine der verstörendsten Auswirkungen, die der Klimawandel schon heute zeitigt, bezeichnen Ökologen als mismatch oder mistiming. […]

Um die Wurst

von Anne Britt Arps (6/2014)

Conchita sei Dank! Wer noch immer fürchtet, der Konflikt zwischen Russland und dem Westen könne mit Waffen ausgetragen werden, wurde beim Eurovision Song Contest in Kopenhagen eines Besseren belehrt: Musik reicht! Kaum stand die österreichische Drag Queen auf der Bühne, kamen sämtliche homophobe Russen aus der Deckung. […]

Jogo bonito, das schöne Spiel: Fußball als Utopie

von Detlev Claussen (6/2014)

Martin Walser zufolge „gibt es nichts Sinnloseres als Fußball – außer Nachdenken über Fußball“. Aus diesem Satz spricht die Ahnungslosigkeit des Bildungsbürgers von einem gesellschaftlichen Bereich, den er verachtet. […]

Lanz sei Dank!

von Jan Kursko (5/2014)

Es ist vollbracht: Am 5. April erklärte Markus Lanz in seiner Sendung, dass es nur noch drei Ausgaben „Wetten dass?“ geben werde. Was für eine Erleichterung – und was für ein Irrsinn! Denn dem vorausgegangen waren zwei Jahre des Fremdschämens mit einem offensichtlich völlig überforderten Moderator. […]

Die Herrschaft der Maschinen

Was wir verlieren, wenn Computer für uns entscheiden

von Nicholas Carr (2/2014)

Es war am Abend des 12. Februars 2009, als ein Regionalflieger der Continental Connection sich bei stürmischem Wetter von Newark (New Jersey) nach Buffalo im Staate New York durchkämpfte. Wie heutzutage üblich, hatten die Piloten während des einstündigen Flugs nicht allzu viel zu tun. […]

Prostitution: Die Doppelmoral der Sittenwächter

von Ulrike Baureithel (1/2014)

Freier dürfen aufatmen in Deutschland. Wer sexuelle Dienstleistungen in Anspruch nimmt, wird auch künftig nicht strafrechtlich belangt. So jedenfalls will es der Koalitionsvertrag. […]

Der Monolith

von Albrecht von Lucke (1/2014)

Immer wenn ein Großer geht, zeigt sich die Mediokrität unseres Zeitalters. Nelson Mandela ragte wie ein Monolith aus dem heroischen 20. Jahrhundert in unsere glücklich postheroische Ära. […]

Wem gehört die Zeit?

Der Mensch im Takt des Kapitalismus

von Christoph Fleischmann (1/2014)

Das Gefühl, dass Zeit knapper wird oder – anders gesagt – schneller eilt, so dass die Menschen immer mehr in immer weniger Zeit erledigen müssen, ist ein Gefühl, das man heute bei vielen Gesprächspartnern abrufen kann. […]

Ernst Klees Vermächtnis

von Rudolf Walther (1/2014)

Sein letztes von über einem Dutzend Büchern hat der Journalist, Filmemacher und Historiker Ernst Klee buchstäblich dem Tode abgerungen. Es ist das Werk „Auschwitz – Täter, Gehilfen, Opfer und was aus ihnen wurde“ – ein Personenlexikon, an dem er bis kurz vor seinem Tod am 18. März 2013 arbeitete. […]

Familie ist kein Stillleben

Vom Oikos zur Kleinfamilie zur Homo-Ehe

von Heribert Prantl (12/2013)

Stillleben kennt man von Glückwunschkarten, wie sie zu Geburt und Hochzeit gern versandt werden: prächtig komponierte Bilder mit Blumen, Obst und Südfrüchten, wunderschön gemalt, fast echter noch als echt – doch auf Leinwand gebannt und damit tot, auch wenn sie ewige Lebendigkeit suggerieren. […]

»Hier bin ich Mensch, hier greif' ich ein«

Was Schriftsteller bewirken können - ein Erfahrungsbericht

von Daniela Dahn (12/2013)

Geist und Macht – ein oft und immer wieder kontrovers diskutiertes Thema. Lässt sich schreibend auf Politik und Gesellschaft Einfluss nehmen? Wenn es dabei um die Wirkung von Büchern geht, dann sollten eigentlich Leser darüber befinden. […]

»Deutschland befindet sich auf einem Zufriedenheitsplateau«

»Glücksatlas 2013« der Deutschen Post über die Zufriedenheit der Deutschen, 18.11.2013

Schleswig-Holstein ist die zufriedenste Region Deutschlands, Brandenburg ist die unzufriedenste Region. Insgesamt bleibt die Lebenszufriedenheit der Deutschen aber trotz der Euro-Krise auf einem hohen Niveau von 7,0 Punkten stabil. […]

Brasilien oder: Schreiben in einem verfeindeten Land

von Luiz Ruffato (11/2013)

Am Beginn und am Ende der diesjährigen Frankfurter Buchmesse standen zwei höchst bemerkenswerte Reden. […]

Warum bin ich in die Hölle hinabgestiegen?

von Swetlana Alexijewitsch (11/2013)

Am Beginn und am Ende der diesjährigen Frankfurter Buchmesse standen zwei höchst bemerkenswerte Reden. […]

Mythen um Camus

von Patrick Spät (11/2013)

Um Albert Camus, der am 7. November 2013 hundert Jahre alt geworden wäre, ranken sich viele Mythen: Er soll ein Existentialist, ein Philosoph allenfalls für Abiturklassen und ein harmloser Sozialdemokrat gewesen sein. Doch nichts von alledem trifft zu. […]

Das Ende der Anonymität

Was Drohnen und Facebook verbindet

von Zygmunt Bauman (10/2013)

David Lyon: In der von Ihnen als „flüchtig“ beschriebenen Moderne begegnet uns Überwachung in verschiedenen signifikant neuen Formen. Nach Ihrer Ansicht stehen für diese beispielhaft Drohnen und Soziale Medien. Beide erzeugen personenbezogene Daten zur digitalisierten Verarbeitung, allerdings auf unterschiedliche Weisen. […]

Grassierende Gedächtnisschwächen

Das Meißnertreffen 1913 und die Geschichte der deutschen Jugendbewegung

von Arno Klönne (10/2013)

Im Oktober 1913 trafen sich einige Tausend junge Leute auf einem Bergmassiv im Nordhessischen, dem Meißner, den sie den „Hohen“ nannten, was danach üblich geworden ist. Jungen und Mädchen aus den seit der Jahrhundertwende sich ausbreitenden Wandervogelgruppen und auch reformerisch gesonnene Studenten kamen zum „Ersten Freideutschen Jugendtag“ zusammen. […]

Der Tod des Kritikers

von Jan Kursko (10/2013)

Dass der Tod Marcel Reich-Ranickis eine Lücke reißt, die nicht mehr zu schließen ist, wurde allen schlagartig bewusst, als am 18. September die Mitteilung über die Ticker und Bildschirme ging. […]

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