Artikel zum Thema Kultur | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Artikel zum Thema Kultur

Lanz sei Dank!

von Jan Kursko (5/2014)

Es ist vollbracht: Am 5. April erklärte Markus Lanz in seiner Sendung, dass es nur noch drei Ausgaben „Wetten dass?“ geben werde. Was für eine Erleichterung – und was für ein Irrsinn! Denn dem vorausgegangen waren zwei Jahre des Fremdschämens mit einem offensichtlich völlig überforderten Moderator. […]

Die Herrschaft der Maschinen

Was wir verlieren, wenn Computer für uns entscheiden

von Nicholas Carr (2/2014)

Es war am Abend des 12. Februars 2009, als ein Regionalflieger der Continental Connection sich bei stürmischem Wetter von Newark (New Jersey) nach Buffalo im Staate New York durchkämpfte. Wie heutzutage üblich, hatten die Piloten während des einstündigen Flugs nicht allzu viel zu tun. […]

Prostitution: Die Doppelmoral der Sittenwächter

von Ulrike Baureithel (1/2014)

Freier dürfen aufatmen in Deutschland. Wer sexuelle Dienstleistungen in Anspruch nimmt, wird auch künftig nicht strafrechtlich belangt. So jedenfalls will es der Koalitionsvertrag. […]

Der Monolith

von Albrecht von Lucke (1/2014)

Immer wenn ein Großer geht, zeigt sich die Mediokrität unseres Zeitalters. Nelson Mandela ragte wie ein Monolith aus dem heroischen 20. Jahrhundert in unsere glücklich postheroische Ära. […]

Wem gehört die Zeit?

Der Mensch im Takt des Kapitalismus

von Christoph Fleischmann (1/2014)

Das Gefühl, dass Zeit knapper wird oder – anders gesagt – schneller eilt, so dass die Menschen immer mehr in immer weniger Zeit erledigen müssen, ist ein Gefühl, das man heute bei vielen Gesprächspartnern abrufen kann. […]

Ernst Klees Vermächtnis

von Rudolf Walther (1/2014)

Sein letztes von über einem Dutzend Büchern hat der Journalist, Filmemacher und Historiker Ernst Klee buchstäblich dem Tode abgerungen. Es ist das Werk „Auschwitz – Täter, Gehilfen, Opfer und was aus ihnen wurde“ – ein Personenlexikon, an dem er bis kurz vor seinem Tod am 18. März 2013 arbeitete. […]

Familie ist kein Stillleben

Vom Oikos zur Kleinfamilie zur Homo-Ehe

von Heribert Prantl (12/2013)

Stillleben kennt man von Glückwunschkarten, wie sie zu Geburt und Hochzeit gern versandt werden: prächtig komponierte Bilder mit Blumen, Obst und Südfrüchten, wunderschön gemalt, fast echter noch als echt – doch auf Leinwand gebannt und damit tot, auch wenn sie ewige Lebendigkeit suggerieren. […]

»Hier bin ich Mensch, hier greif' ich ein«

Was Schriftsteller bewirken können - ein Erfahrungsbericht

von Daniela Dahn (12/2013)

Geist und Macht – ein oft und immer wieder kontrovers diskutiertes Thema. Lässt sich schreibend auf Politik und Gesellschaft Einfluss nehmen? Wenn es dabei um die Wirkung von Büchern geht, dann sollten eigentlich Leser darüber befinden. […]

»Deutschland befindet sich auf einem Zufriedenheitsplateau«

»Glücksatlas 2013« der Deutschen Post über die Zufriedenheit der Deutschen, 18.11.2013

Schleswig-Holstein ist die zufriedenste Region Deutschlands, Brandenburg ist die unzufriedenste Region. Insgesamt bleibt die Lebenszufriedenheit der Deutschen aber trotz der Euro-Krise auf einem hohen Niveau von 7,0 Punkten stabil. […]

Brasilien oder: Schreiben in einem verfeindeten Land

von Luiz Ruffato (11/2013)

Am Beginn und am Ende der diesjährigen Frankfurter Buchmesse standen zwei höchst bemerkenswerte Reden. […]

Warum bin ich in die Hölle hinabgestiegen?

von Swetlana Alexijewitsch (11/2013)

Am Beginn und am Ende der diesjährigen Frankfurter Buchmesse standen zwei höchst bemerkenswerte Reden. […]

Mythen um Camus

von Patrick Spät (11/2013)

Um Albert Camus, der am 7. November 2013 hundert Jahre alt geworden wäre, ranken sich viele Mythen: Er soll ein Existentialist, ein Philosoph allenfalls für Abiturklassen und ein harmloser Sozialdemokrat gewesen sein. Doch nichts von alledem trifft zu. […]

Das Ende der Anonymität

Was Drohnen und Facebook verbindet

von Zygmunt Bauman (10/2013)

David Lyon: In der von Ihnen als „flüchtig“ beschriebenen Moderne begegnet uns Überwachung in verschiedenen signifikant neuen Formen. Nach Ihrer Ansicht stehen für diese beispielhaft Drohnen und Soziale Medien. Beide erzeugen personenbezogene Daten zur digitalisierten Verarbeitung, allerdings auf unterschiedliche Weisen. […]

Grassierende Gedächtnisschwächen

Das Meißnertreffen 1913 und die Geschichte der deutschen Jugendbewegung

von Arno Klönne (10/2013)

Im Oktober 1913 trafen sich einige Tausend junge Leute auf einem Bergmassiv im Nordhessischen, dem Meißner, den sie den „Hohen“ nannten, was danach üblich geworden ist. Jungen und Mädchen aus den seit der Jahrhundertwende sich ausbreitenden Wandervogelgruppen und auch reformerisch gesonnene Studenten kamen zum „Ersten Freideutschen Jugendtag“ zusammen. […]

Der Tod des Kritikers

von Jan Kursko (10/2013)

Dass der Tod Marcel Reich-Ranickis eine Lücke reißt, die nicht mehr zu schließen ist, wurde allen schlagartig bewusst, als am 18. September die Mitteilung über die Ticker und Bildschirme ging. […]

Geistige Verwandtschaft: Jean Paul und Georg Büchner

von Friederike Biron (10/2013)

Die beiden großen literarischen Jubilare dieses Jahres – Jean Paul Friedrich Richter und Georg Büchner – scheint auf den ersten Blick mehr als 50 Jahre zu trennen. […]

Literatur und Politik: Die brasilianische Melange

von Gerhard Drekonja-Kornat (10/2013)

Die Brasilianer sind da! 70 Autorinnen und Autoren sowie eine Hundertschaft von Verlegern, Journalisten, Lektoren und Übersetzern stürmen diesmal die Frankfurter Buchmesse, selbstbewusst, souverän, erfolgreich, als Vertreter eines Landes, welches den Status der „Unterentwicklung“ abstreift und Großmachtallüren zeigt. […]

Das Beil überlebt seinen Herrn

von Achim Engelberg (10/2013)

Wenn am 13. Oktober in der Frankfurter Paulskirche der diesjährige „Friedenspreis des Deutschen Buchhandels“ verliehen wird, ehrt man mit ihm eine wichtige Chronistin der Sowjetunion und ihrer Nachfolgestaaten, die dafür sogar ein eigenes Genre schuf. […]

Angela Merkel, sicher ist sicher

von Albrecht von Lucke (9/2013)

Einen derartigen Wahlkampf hat das Land noch nicht gesehen. Einen Wahlkampf nämlich, der bis kurz vor dem Zieleinlauf noch immer keiner ist und wohl auch keiner mehr werden wird. Der Grund dafür: Bis heute ist es der Opposition nicht einmal in Ansätzen gelungen, dieser Wahl ihren Stempel aufzudrücken. […]

Emanzipiertes Papier

von Jan Kursko (9/2013)

Kaum hatten die Nachrichtenticker vermeldet, dass Amazon-Milliardär Jeff Bezos die legendäre „Washington Post“ für lächerliche 255 Mio. US-Dollar gekauft hatte, begann auch schon das große Wehklagen: Was würde Bezos mit der wohl renommiertesten Tageszeitung der USA anstellen? […]

Venedig im Ausverkauf: Von der Serenissima zur Benettown

von Susanna Böhme-Kuby (9/2013)

Den Auftakt zur diesjährigen 70. Film-Biennale in Venedig machte ein 50 Jahre alter, aber noch immer hochaktueller Film – nämlich „Le mani sulla città“ („Hands over the city“), die restaurierte Fassung von Francesco Rosis berühmter Anklage gegen die gnadenlose Verstrickung von Politik und Wirtschaft im Nachkriegs-Neapel. […]

Amerika – Ein Land im Abendlicht

von Achim Engelberg (8/2013)

Der niederländische Publizist Geert Mak fuhr am 50. Jahrestag der Reise John Steinbecks auf der dadurch klassisch gewordenen Route quer durch die Vereinigten Staaten – Amerika nicht nur mit der Seele suchend, sondern auch mit dem Verstand. Bereits sein viel gelesenes „In Europa – Eine Reise durch das 20. […]

Stalin im Raum oder: Der Unerschreckbare

Dem großen Dichter und Citoyen Stefan Heym

von Christoph Hein (7/2013)

Heute vor einhundert Jahren wurde in Chemnitz, als Sohn von Elsa und Daniel Flieg und im Schlafzimmer einer Wohnung am Kaiserplatz 13, Helmut Flieg geboren. Zwanzig Jahre später, 1933, um zwei Uhr nachts auf dem Hauptpostamt in Prag kam – gewissermaßen in einer Sturzgeburt – Stefan Heym zur Welt. Der Emigrant meldete seinen Verwandten die geglückte Flucht. […]

Der große Unzeitgemäße

Zur bleibenden Aktualität Max Horkheimers

von Kurt Lenk (7/2013)

Wenn heute von der Gründergeneration der Kritischen Theorie die Rede ist, taucht der Name Theodor W. Adornos stets an erster Stelle auf, deutlich vor dem seines Mitstreiters Max Horkheimer. […]

Moral weiß-blau

von Jan Kursko (6/2013)

Was waren das noch für Zeiten: Geschlagene 20 Jahre ist es jetzt her, dass Theo Waigel – damals nur Bundesfinanzminister und noch nicht „Mister Euro“ – nach der Amigo-Affäre und dem Abgang von Max Streibl bayrischer Ministerpräsident werden wollte. […]

Der Konsumismus kennt keine Feinde

von Harald Welzer (6/2013)

Wer wie ich das Glück hatte, irgendwann in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in einem kapitalistischen Land geboren worden zu sein, ist in einer Welt aufgewachsen, die von der Vorstellung beseelt ist, dass alles immer verfügbar ist und zu sein hat. […]

Spiel und Kapital

von Uli Gellermann (6/2013)

50 Jahre Bundesliga auf allen Kanälen: Kein Sender, keine Zeitung, die nicht in schier endlosen Serien nostalgisch zurückschaute auf die Heroen unserer Kinderjahre – von Walter und Seeler, über Beckenbauer und Breitner, bis hin zu Reus und Götze. […]

»Du musst Dein Leben ändern«

Die ethische Produktivität des Menschen und ihre Ausbeutung

von Klaus Günther (6/2013)

Warum führt die berechtigte Empörung über die Steuerhinterziehung von Uli Hoeneß zu einer nationalen Debatte, deren Wellen bis in die Fernsehtalkshows reichen und Gewerkschaften, Wirtschaftsverbände wie auch die Politik beunruhigen? […]

Die große Transformation der Religionen

von Frieder Otto Wolf (6/2013)

Ob der Streit um die Beschneidung oder die Debatte um die Ausrichtung der katholischen Kirche nach Benedikt und vor Franziskus: Überall wird um die Zukunft der religiösen Traditionen gerungen. […]

»Der Kampf um die Gegenwart ist zugleich ein Kampf um die Vergangenheit«

Laudatio des Schriftstellers Ingo Schulze zur Verleihung des Internationalen Stefan-Heym-Preises an Christoph Hein, 10.4.2013

Ingo Schulze holte für seine Laudatio auf den Preisträger Chistoph Hein am Mittwochabend dessen Sohn Jakob auf die Bühne. Im Duett sinnierten sie darüber, wie eine Laudatio wohl zu schreiben sei. A: Eine Überschrift muss sein, wenigstens ein Arbeitstitel! Damit man weiß, worum es geht. B: Ich dachte mir: »Was ist Wasser?« […]

2 Monate probelesen
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