Artikel zum Thema Migration | Blätter für deutsche und internationale Politik

LoginWarenkorb

Artikel zum Thema Migration

Rechte Zeiten: Merkel zum Letzten

von Albrecht von Lucke (1/2017)

Lange, sehr lange hatte sich die Bundeskanzlerin Zeit gelassen, bis sie ihre neuerliche – und zweifellos letzte – Spitzenkandidatur für eine Bundestagswahl erklärte. Und der jüngste CDU-Parteitag machte klipp und klar deutlich, warum sie so lange gewartet hat: Größer ist der Riss zwischen der Partei und ihrer Vorsitzenden lange nicht gewesen. […]

Der globale Pflegenotstand

von Heino Güllemann (1/2017)

Mit dem Jahreswechsel soll in der Pflege alles besser werden, davon jedenfalls ist Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe überzeugt. Er wirbt mit dem Slogan „Wir stärken die Pflege“ für eines der derzeit größten Reformvorhaben der Bundesregierung: Zum 1. […]

»Lasst sie doch absaufen«, Teil 2

Das Versagen des Nordens und die Ausweitung der Opferzone

von Naomi Klein (12/2016)

Oft wird der Klimawandel der „menschlichen Natur“ angelastet oder der angeborenen Gier und Kurzsichtigkeit unserer Gattung. Oder man sagt uns, wir hätten unsere Umwelt so massiv und mit derart globalen Auswirkungen verändert, dass wir jetzt eben im Anthropozän lebten – dem Erdzeitalter des Menschen. […]

Dublin IV: Europäischer Asylausstieg

von Maximilian Pichl (10/2016)

Derzeit verhandeln das Europäische Parlament und die EU-Mitgliedstaaten die Reform des Dublin-Systems. Die aktuell noch geltende Dublin-III-Verordnung sieht vor, dass Asylsuchende den Asylantrag im Land ihrer Einreise oder Erstregistrierung stellen müssen – und belastet damit besonders EU-Grenzstaaten wie Ungarn, Italien oder Griechenland. […]

EU: Die Einheit auf dem Tiefpunkt

von Eric Bonse (10/2016)

Die europäische Einigung ist bei einer fröhlichen Bootsfahrt auf der Donau versenkt worden. Das könnten Historiker einst vom EU-Sondergipfel in Bratislava am 16. September sagen. […]

Die Welt in Panik

Wie die Angst vor Migranten geschürt wird

von Zygmunt Bauman (10/2016)

Fernsehnachrichten, die Schlagzeilen der Tageszeitungen, Tweets und politische Reden, in denen öffentliche Ängste und Befürchtungen für gewöhnlich konzentriert werden und ein Ventil finden, werden gegenwärtig überschwemmt von Hinweisen auf die „Migrationskrise“, die Europa angeblich überwältigt und das Leben, wie wir es kennen, führe […]

Die demokratische Wertschöpfungsunion: Eine neue Erzählung für Europa

von Hans-Jürgen Urban (10/2016)

Liegt das Kind bereits im Brunnen? Wir wissen es nicht. Es wäre nicht das erste Mal in der Geschichte der europäischen Integration, dass sich eine offenkundige Existenzkrise im Nachhinein als Transformationskrise erweist. […]

Wider die Repression: Sicherheit durch Integration

von Ulrich Wagner (9/2016)

Die Gewalttaten von Würzburg, München, Reutlingen und Ansbach und die Attacken in Frankreich wie der Schweiz erschrecken die Bürger in Deutschland und Europa. Die Politik demonstriert Handlungsfähigkeit – und tut dies wieder einmal vor allem mit Forderungen nach gesteigerter Überwachung und Repression. […]

Für einen New Deal der Migration

von Serhat Karakayali (9/2016)

„Wir schaffen das“, verkündete die Bundeskanzlerin vor einem Jahr mit Blick auf Hunderttausende von Flüchtlingen, die in Deutschland Schutz suchten. Doch Angela Merkels sprichwörtlich gewordene Zuversicht sollte sich nicht erfüllen. […]

Für eine demokratische Neugründung Europas

Die »Flüchtlingskrise« als Rückkehr des Verdrängten

von Hauke Brunkhorst (9/2016)

Ein Jahr nach Beginn der sogenannten Flüchtlingskrise bestimmt das Thema weiterhin die Schlagzeilen in Deutschland und Europa. Doch eines wird dabei konsequent verdrängt: die koloniale Ursache der globalen Fluchtbewegung. Wer aber von der imperialen und kolonialen Vergangenheit Europas nicht reden will, sollte von der „Flüchtlingskrise“ schweigen. […]

Getrennte Welten: Juden in Berlin

von Y. Michal Bodemann (7/2016)

In den letzten Monaten machte die jüdische Gemeinschaft in Deutschland in zweierlei Hinsicht von sich reden. Zum einen attackierte der Zentralrat der Juden Pegida und AfD wiederholt wegen ihrer intoleranten Haltungen gegenüber religiösen Minderheiten. […]

Der Ausverkauf Europas

von Guy Verhofstadt (6/2016)

Europas Flüchtlingskrise ist noch lange nicht bewältigt, aber es gibt klare Anzeichen dafür, dass die am 18. März getroffene Vereinbarung zwischen der Europäischen Union und der Türkei, so sie denn hält, den Zustrom von Flüchtlingen und Migranten aus der Türkei nach Griechenland deutlich verringert. […]

EU: Die nationalistische Blockade

von Steffen Vogel (5/2016)

Europa präsentiert sich in diesen Wochen als politisch zerrissener Kontinent. Die EU steckt in einer gefährlichen „Polykrise“, wie Jean-Claude Juncker offen sagt. […]

Sexismus und die Kultur des Patriarchats

von Arnd Richter (5/2016)

Die sexuellen Übergriffe in Köln und anderen deutschen Städten haben zu einer hitzigen Debatte geführt. Vor allem die Linke vermeidet es jedoch, nach der kulturellen Prägung der mutmaßlichen Täter zu fragen, kritisiert der Sozialwissenschaftler Arnd Richter. […]

Der Flüchtling als Humankapital

Wider die neoliberale Integrationslogik

von Lars Niggemeyer und Martin Koch (4/2016)

Immer unübersehbarer wird das Topthema Flüchtlingspolitik von der AfD dominiert. Zwar verwehren sich Vertreter etablierter Parteien gegen obsessive Forderungen nach Schusswaffengebrauch an der Bundesgrenze. […]

Integration im Sanktionsmodus

von Anke Schwarzer (3/2016)

Deutschland steckt in einer Versorgungskrise, die lange vor dem tausendfachen Zuzug von Flüchtlingen über die Balkanroute begonnen hat. […]

Brauchen wir den »starken Staat«?

von Thomas Feltes (3/2016)

In der letzten Ausgabe plädierte »Blätter«-Redakteur Albrecht von Lucke in seinem Beitrag »Staat ohne Macht, Integration ohne Chance« für einen starken Staat, um den »Gegnern des Rechtsstaats« nicht das Feld zu überlassen. Thomas Feltes, Rechtsprofessor an der Universität […]

Gesucht wird ein neues Wir

Für einen realistischen Humanismus in der Integrationsdebatte

von Paul Scheffer (3/2016)

Lange Zeit wurde mit großer Selbstverständlichkeit behauptet, Immigration sei eine Bereicherung für die Gesellschaft. Das kann sie sicher werden, doch die Veränderungen, die durch die Migration verursacht werden, rufen auch ein Gefühl des Verlustes hervor. Sowohl die Neuankömmlinge als auch die Alteingesessenen sehen eine vertraute Welt verschwinden. […]

Scham und Charity

von Jan Kursko (3/2016)

Nachdem sich der Rauch um den Berlinale-Rummel verzogen hat, gilt es, Bilanz zu ziehen. Das aber fällt dieses Mal besonders leicht. Denn der größte Dank gebührt heute einer Organisation, die eigentlich gar nicht dazugehört, wie Berlinale-Chef Dieter Kosslick nicht müde wird zu erklären, nämlich „Cinema for peace“. […]

Die Verachtung der Armen

Vom Bild des faulen Arbeitslosen zur Figur des »Asylschmarotzers«

von Julia Fritzsche und Sebastian Dörfler (3/2016)

Nach den zahlreichen Übergriffen in der Kölner Silvesternacht[1] stellte Vizekanzler Sigmar Gabriel klar: Regierung und Behörden werden mit den Flüchtlingen, sofern sie überhaupt Asyl in Deutschland bekommen, nicht zimperlich umgehen. […]

Staat ohne Macht, Integration ohne Chance

von Albrecht von Lucke (2/2016)

Schlimmer als mit den Ereignissen von Köln, Hamburg und Stuttgart hätte das Jahr 2016 kaum beginnen können: schlimmer nicht für die von massiver sexualisierter Gewalt betroffenen Frauen, schlimmer auch nicht für den deutschen Rechtsstaat und das immer stärker schwindende Vertrauen in diesen – und schließlich schlimmer nicht für die in der Flüc […]

Flucht in die Armut?

von Christoph Butterwegge (2/2016)

Kaum zwei Jahre nachdem die CSU rumänischen und bulgarischen Arbeitsmigranten mit einer Hetzkampagne unter dem Motto „Wer betrügt, der fliegt!“ begegnet ist,[1] sind nun die Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan und Irak in den Fokus der deutschen Armutsdiskussion ger& […]

Für ein rebellisches Engagement

von Emma Dowling, Silke van Dyk und Tine Haubner (2/2016)

Die aktuelle Flüchtlingssituation verdeutlicht exemplarisch, wie sehr der Staat auf ehrenamtliches Engagement angewiesen ist. Doch damit wälzt er existenzsichernde Aufgaben auf die Zivilgesellschaft ab, kritisieren die Sozialwissenschaftlerinnen Silke van Dyk, Emma Dowling und Tine Haubner. […]

Neustart oder Exodus: Afrika und die Flucht

von Jonas Wipfler und Volker Riehl (2/2016)

Es ist ein ungewohntes Bild: Hunderttausende Portugiesen haben in den vergangenen Jahren ihr wirtschaftliches Heil in der früheren Kolonie Angola gesucht. Sie sehen für sich in Portugal keine Zukunft mehr, aber auch nicht in Europa. Kaum einer der portugiesischen Emigranten war von Hunger oder massivem sozialem Elend bedroht. […]

Nicht immer mehr, sondern ganz anders

Warum uns die Flüchtlingsbewegung die Systemfrage stellt

von Katja Kipping (2/2016)

Seit langem sind Millionen von Menschen auf der Flucht. Das Besondere an der aktuellen Situation ist daher weniger die Anzahl der Geflüchteten. Neu ist, dass sie es zu „uns“ schaffen. Faktisch platzt mit den Flüchtlingsbewegungen die Systemfrage in unsere Gesellschaft. Das bisher Ausgeschlossene wird sichtbar und verschafft sich Gehör. […]

Die Flüchtlingsfrage: Der Sozialstaat in der Pflicht

von Martin Kutscha und Tatjana Ansbach (1/2016)

Beim Umgang mit Flüchtlingen ist Deutschland tief gespalten: Auf der einen Seite engagieren sich zahlreiche Menschen freiwillig und leisten den Ankommenden vor Ort spontan Hilfe. Dies ist umso notwendiger, als die eigentlich zuständigen Behörden vor allem in personeller Hinsicht überfordert sind. […]

Integration durch gute Arbeit

von Stefanie Janczyk (1/2016)

Viele der Flüchtlinge, die derzeit Deutschland erreichen, werden für längere Zeit oder sogar für immer hier bleiben. Für deren gesellschaftliche Teilhabe ist eine aktive Integrationspolitik erforderlich, das gilt insbesondere auch für den Arbeitsmarkt. […]

In geschlossener Gesellschaft

Ostmitteleuropa und die Rückkehr des Autoritären

von Helmut Fehr (1/2016)

„Wir haben sie nicht eingeladen“, erklärt der tschechische Präsident Miloš Zeman. Und die abgewählte polnische Ministerpräsidentin Ewa Kopacz bekräftigt ebenso wie ihre Amtskollegen aus den Visegrád-Staaten, dass „Wir“ nicht für Flüchtlinge zuständig sind. […]

Zerstörung und Flucht

Von der Hierarchie der Märkte zur Migrationskrise in Europa

von Elmar Altvater (1/2016)

Jede Fluchtbewegung ist eine Abstimmung mit den Füßen, und zwar sowohl über die Herkunfts- als auch über die Zielregionen der Flüchtenden. Diese Abstimmung ist selten eine freie Entscheidung Einzelner, sie kommt zumeist kollektiv zustande und wird unter wechselnden Umständen auch mehr oder weniger freiwillig korrigiert. […]

Streben nach Hoffnung

Das Narrativ der Flucht und die Ideologie des Nationalstaats

von Arjun Appadurai (1/2016)

Fluchtzwänge können aus Umwelt-, Wirtschafts- oder Bürgerkriegstraumata erwachsen. Das Resultat sind in jedem Fall traumatisierte Flüchtlinge. Mit ihren Ansprüchen an die Aufnahmebereitschaft der Gesellschaften, in denen sie landen, geraten die Flüchtlinge stets in eine Grauzone zwischen Gastfreundschaft, Asyl und Freiheitsentzug. […]

Probeabo: Zwei Monate für nur 10 Euro!
top