Artikel zum Thema Nationalsozialismus | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Artikel zum Thema Nationalsozialismus

Der Kampf um Luther und die Bekennende Kirche

Hans Joachim Iwand und das Darmstädter Wort

von Eberhard Lempp (8/2017)

In diesem Jahr, dem 500. der Reformation, ist viel von den lutherischen Traditionen in der evangelischen Kirche wie auch in der gesamten Gesellschaft die Rede. […]

Die Speer-Legende und ihre Konstrukteure

von Magnus Brechtken (7/2017)

»Die Speer-Erinnerungen waren ein großes Welt-Recht, schon als Speer noch in Spandau saß.« Joachim Fest, 2002[1] […]

Nach dem Krieg ist vor dem Kriegsspiel

von Jan Kursko (4/2017)

Ja, Fake News sind schlimm. Das erleben wir dieser Zeit jeden Tag aufs Neue. Aber noch viel schlimmer ist es, wenn sich die Geschichte als gefaked erweist – zumal dann, wenn es die wenigen fast mythischen Daten der guten alten Bundesrepublik betrifft. […]

Die Tragödie der Sinti

von Wieland Elfferding (2/2017)

Auf dem Weg ins Gebirge kamen wir häufig an jener Waldecke zwischen zwei Ortschaften vorbei, wo meine Mutter den Vater bat, langsamer zu fahren. Für einen kurzen Augenblick bot sich ein Einblick in das Lager der Zigeuner mit ihren Wohnwagen und, wie immer bemerkt wurde, mit dem Daimler davor. Das war in den 1960er Jahren. […]

Die Republik, die aus der Kälte kam

von Kurt Nelhiebel (12/2016)

Es gibt nur wenige Autoren, deren Namen so eng mit einer zeitgeschichtlichen Epoche verbunden sind wie der von John le Carré. Wer den Namen liest, assoziiert ihn mit dessen 1963 erschienenen Roman „Der Spion, der aus der Kälte kam“. Das Buch und der gleichnamige Film handeln vom Kalten Krieg zwischen Ost und West und den in diesem wirkenden Geheimdiensten. […]

Polnische Legenden

von Shlomo Avineri (10/2016)

Ein paar Monate vor Beginn des Zweiten Weltkriegs kamen meine Eltern und ich in Tel Aviv an. Der Rest der Familie und Verwandte – drei meiner Großeltern, die sieben Geschwister meiner Mutter und fünf meiner Cousins – blieben in Polen. Sie alle wurden im Holocaust ermordet. […]

Die Empathie der Nachgeborenen

Wie man die »Last der Vergangenheit« abstreift

von Norbert Frei (5/2016)

Sieben Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sind die Deutschen, die das „Dritte Reich“ getragen haben, und mehr noch jene, bei denen die Verantwortung für sein Zustandekommen lag, aus der Gesellschaft der Bundesrepublik längst verschwunden. […]

Flüchtlingsabwehr: Die osteuropäische Schande

von Jan T. Gross (10/2015)

Während Tausende von Menschen nach Europa fliehen, um den Schrecken des Krieges zu entkommen, und viele von ihnen bei dem Versuch sterben, spielt sich in vielen der neuesten Mitgliedstaaten der Europäischen Union eine andere Art von Tragödie ab. […]

Überschreiten und Unterwandern

Albert O. Hirschmans Odyssee durch das 20. Jahrhundert

von Tilman Evers (10/2015)

Es ist schwer zu erklären, warum der 100. Geburtstag von Albert O. Hirschman am 7. April dieses Jahres in Deutschland nahezu unbemerkt geblieben ist. Nur die „Frankfurter Rundschau“ brachte einen kurzen Artikel von Claus Leggewie. Dabei war Hirschman einer der unkonventionellsten und kreativsten Sozialwissenschaftler des vergangenen Jahrhunderts. […]

Der monströse Zauberberg

von Achim Engelberg (10/2015)

Spätestens seit dem Roman „Die Elenden von Lódz´“ (2009) gehört Steve Sem-Sandberg zu den prägnantesten Autoren Europas. Seitdem wird gefragt, ob der 1958 geborene Schwede nicht eine literarische Rekonstruktion des Ghettos unter der Naziherrschaft wagt, die nur Zeitzeugen erlaubt sein sollte. […]

Wider die Instrumentalisierung der Geschichte

Die neue deutsche Erinnerungspolitik seit 1990

von Günter Morsch (9/2015)

Mit großer medialer Resonanz wurden die Gedenkveranstaltungen zum 70. Jahrestag des Kriegsendes begangen. Sie stehen für einen tiefen Einschnitt in der deutschen Erinnerungskultur: Das Ende der Zeitzeugenschaft rückt immer näher. […]

NSU: Die Verdunkelung des Untergrunds

von Heike Kleffner (6/2015)

Viereinhalb Jahre nach der Selbstenttarnung des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) warten die Angehörigen der neun Opfer noch immer auf Antworten: Warum und wie wurden ausgerechnet ihre Ehemänner, Väter und Brüder vom NSU als Mordopfer ausgewählt? […]

»Individuelle Forderungen können nach wie vor geltend gemacht werden«

Offener Brief des Rechtsanwalts Joachim Lau an Bundespräsident Joachim Gauck bezüglich offener Entschädigungsforderungen aus dem Zweiten Weltkrieg, 4.2.2015

Sehr geehrter Herr Präsident Joachim GAUCK! […]

»Aus dem Erinnern ergibt sich ein Auftrag«

Rede des Bundespräsidenten Joachim Gauck zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, 27.1.2015

Heute vor 70 Jahren wurde das Konzentrationslager Auschwitz durch Soldaten der Roten Armee befreit. Vor bald 20 Jahren versammelte sich der Bundestag erstmals, um mit einem eigenen Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern. Die Erinnerung dürfe nicht enden, forderte damals Bundespräsident Roman Herzog. […]

Vom Heldenkult zur Opferverehrung

Zum Wandel der Erinnerungskultur

von Jan M. Piskorski (1/2015)

Siebzig Jahre nach der Shoah – dem von einem hochentwickelten europäischen Staat unternommenen Versuch der planmäßigen Ermordung sämtlicher Juden – ist es offensichtlich, dass die jüdische Diaspora und die Israelis viele Gründe dafür haben, sich innerlich wie äußerlich bedroht zu fühlen. […]

Eine Familie im »Jahrhundert der Katastrophen«

von Jens Becker (1/2015)

Der Kapitalismus kann und darf nicht das letzte Wort der Geschichte sein.“ Dieser Satz aus Theodor Bergmanns im Jahr 2000 erschienener Autobiographie, „Im Jahrhundert der Katastrophen“, eint die acht Geschwister der Familie Bergmann-Rosenzweig und ihre Vettern und Cousinen in der Tschechoslowakei. […]

Ein deutscher Sonderweg – und ob!

von Detlef Hensche (11/2014)

In der letzten Ausgabe der »Blätter« kritisierte der Historiker Tim B. Müller die These vom „deutschen Sonderweg“, nach dem spezifisch deutsche Traditionen in den Nationalsozialismus geführt haben. Darauf antwortet nicht minder kritisch »Blätter«-Herausgeber Detlef Hensche. […]

Ganz normale Organisationen

Warum sich Hunderttausende am Holocaust beteiligten

von Stefan Kühl (11/2014)

Massentötungen scheinen zur Normalität der modernen Gesellschaft zu gehören. Man denke nur an die Genozide im Rahmen der Kolonialisierung, die stalinistischen Säuberungen in der Sowjetunion oder auch an die durch den Islamischen Staat verübten Massaker im Irak und in Syrien. […]

»Wir müssen angesichts der Geschichte besondere Verantwortung zeigen«

Rede des polnischen Staatspräsidenten Bronisław Komorowski auf der Gedenkfeier zum deutschen Überfall auf Polen 1939, 1.9.2014 (engl. Fassung)

Distinguished Federal President, Distinguished War Veterans, Distinguished Marshal, Ministers, Ladies and Gentlemen, Compatriots, […]

»Wir werden Politik, Wirtschaft und Verteidigungsbereitschaft den neuen Umständen anpassen«

Rede des Bundespräsidenten Joachim Gauck auf der Gedenkfeier zum deutschen Überfall auf Polen 1939, 1.9.2014

Heute vor 75 Jahren begann hier auf der Westerplatte der Zweite Weltkrieg. Mehr als 110 Millionen Menschen standen unter Waffen, fast 60 Millionen kamen um. […]

Das Recht zur Vernichtung

von Annette Wilmes (9/2014)

Am 1. September jährt sich der Beginn des nationalsozialistischen Vernichtungskrieges zum 75. Mal. Den ungeheuren Zynismus dieses Krieges bringt in beispielloser Weise jene bekannte dreistündige Rede zum Ausdruck, die der Reichsinnenminister und Reichsführer-SS Heinrich Himmler am 4. Oktober 1943 im Goldenen Saal des Schlosses von Posen hielt. […]

Der Bruch des Beschweigens

Ein Nachruf auf Reinhard Kühnl (1936 - 2014)

von Rainer Rilling (3/2014)

Das große Beschweigen des Faschismus nach Kriegsende zu durchbrechen, war riskant. Denn hinter diesem Schweigen steckte auch eine interessierte und durchaus handlungsfähige Mixtur aus alt-neuer Macht. […]

Staatskonservative Kollaboration

Theodor Eschenburgs Agieren in einem Mikrokosmos des »Dritten Reichs«

von Rainer Eisfeld (2/2014)

In der „Zeitschrift für Geschichtswissenschaft“ erschienen 2011 und 2013 zwei von mir verfasste kritische Beiträge über Theodor Eschenburg, die neue Aktenfunde verarbeiteten. […]

Die negierte Schuld

Wie Theodor Eschenburg die NS-Beamtenschaft rechtfertigt

von Joachim Perels (1/2014)

In der Politikwissenschaft wird seit geraumer Zeit erbittert über Theodor Eschenburg gestritten, einen der Gründerväter der Zunft nach 1945.[1] Als Rektor der Universität Tübingen verschaffte Eschenburg dem jüdischen Philosophen – und Marxisten – Ernst Bloc […]

Ernst Klees Vermächtnis

von Rudolf Walther (1/2014)

Sein letztes von über einem Dutzend Büchern hat der Journalist, Filmemacher und Historiker Ernst Klee buchstäblich dem Tode abgerungen. Es ist das Werk „Auschwitz – Täter, Gehilfen, Opfer und was aus ihnen wurde“ – ein Personenlexikon, an dem er bis kurz vor seinem Tod am 18. März 2013 arbeitete. […]

Die »Gnade der späten Geburt«?

Politikwissenschaft in Deutschland und die Rolle Theodor Eschenburgs

von Hubertus Buchstein und Tine Stein (9/2013)

In der Fachöffentlichkeit wie auch in einer (wenngleich begrenzten) publizistischen Öffentlichkeit wird seit einigen Monaten über die Frage diskutiert, ob die Deutsche Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW) den von ihr alle drei Jahre verliehenen Wissenschaftspreis für das Lebenswerk einer Politikwissenschaftlerin oder eines Politikwissenschaftlers weiterhin mit […]

Österreich und die Auslagerung der NS-Geschichte

von Kornelia Hauser (9/2013)

Ende des Monats wird in Österreich der Nationalrat, die Abgeordnetenkammer des Parlaments, gewählt. Doch von Wahl-„Kampf“-Stimmung kann bisher nicht die Rede sein. Die Republik liegt eher im Dämmerschlaf. […]

Polnische Mütter, polnische Väter

von Albrecht von Lucke (5/2013)

Wie nett und harmonisch hatte man sich das doch gedacht, auf dem Mainzer Lerchenberg: Pünktlich zum großen 50. Geburtstag des ZDF sollten noch einmal „Unsere Mütter, unsere Väter“, die doch zumeist längst unsere Großmütter und Großväter sind, frank und frei erzählen, wie das so war, im letzten großen Krieg. […]

»Es verletzt unser Empfinden für Gerechtigkeit tief, wenn Täter nicht überführt werden können«

Rede von Bundespräsident Joachim Gauck im italienischen Sant'Anna di Stazzema zum Gedenken an das Massaker durch SS-Soldaten am 12. August 1944, 24.3.2013

Es ist für einen Deutschen kein leichter Gang, hierher, nach Sant’Anna di Stazzema zu kommen. Und für ein deutsches Staatsoberhaupt, als Repräsentant seines Landes und seiner Geschichte erst recht nicht. […]

»Ein desaströses Bild«

Zwischenbericht des Thüringer Untersuchungsausschusses zum Nationalsozialistischen Untergrund, 11.3.2013

(4) Kenntnisse und Maßnahmen des Thüringer Landesamtes für Verfassungsschutz bezüglich des Phänomenbereichs Rechtsextremismus […]

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