Artikel zum Thema Ostdeutschland | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Artikel zum Thema Ostdeutschland

Folgenloses Erschrecken: Sachsen als Exempel

von Annett Mängel (10/2018)

Chemnitz hätte ein Weckruf sein können. Ein Aufbruch zu einem breiten Bündnis gegen Rechtsextremismus, Unmenschlichkeit und Gewalt. Doch was wird bleiben von dem Erschrecken, das die Republik erfasst hat angesichts der Aufmärsche hunderter gewaltbereiter Hooligans und Rechtsextremer in Chemnitz, derer die Polizei zwei Tage in Folge nicht Herr wurde?  […]

Ostdeutschland oder Das große Beschweigen

Wie die Fehler der Nachwendezeit unsere Demokratie vergiften

von Petra Köpping (10/2018)

Wer wie ich als sächsische Integrations- und Gleichstellungsministerin Hunderte von Gesprächen geführt und in Dutzenden offener Bürgerrunden gesessen hat, wird mit vielerlei Kritik, Wut und sogar Hass konfrontiert. Das Thema der Geflüchteten war dabei allgegenwärtig. […]

Verhindert die Heißzeit!

Wie wir den Kohleausstieg schaffen

von Inken Behrmann (9/2018)

Mitten im Hitzesommer veröffentlichte die US-amerikanische National Ocean and Athmospheric Administration neue Daten zum Klimawandel: Demnach erreichte die Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre im Vorjahr ein Rekordhoch, die Ausdehnung des Antarktischen und Arktischen Meereises dagegen ein Rekordtief. […]

Ausschluss und Abwertung: Was Muslime und Ostdeutsche verbindet

von Daniel Kubiak und Naika Foroutan (7/2018)

Die deutsche Gesellschaft ist polarisiert. Trotz guter Konjunktur klafft die Schere zwischen Arm und Reich weit auseinander. Und obwohl die Staatseinnahmen von Jahr zu Jahr steigen, fallen dringend nötige Investitionen in Bildungseinrichtungen oder die Infrastruktur vermeintlichen Sparzwängen zum Opfer. […]

Cottbus oder der rechte »Bürgerkrieg«

von Christoph Schulze (3/2018)

„Cottbus kommt nicht zur Ruhe“ – so oder ähnlich titeln seit Anfang des Jahres viele Medien, wenn sie über die Situation in der südbrandenburgischen Stadt berichten. Gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Deutschen und Ausländern seien im „Brennpunkt Cottbus“ – so eine häufig anzutreffende Wendung – Alltag. […]

Ostdeutsche Lebenslügen

von Michael Lühmann (11/2017)

Was ist da bloß los in Dresden, in Sachsen, in Ostdeutschland angesichts der immensen AfD-Erfolge? Schnell werden die alten Erklärungsmuster präsentiert, etwa die vom im Zuge der Transformation zurückgelassenen, wütenden, an den Verhältnissen leidenden Ostdeutschen, im Brennglas verdichtet und pathologisiert in der Figur des ostdeutschen Mannes. […]

Berlin ohne Grund und Boden

von Heribert Prantl (10/2017)

Wenn man über den Mauerfall, die deutsche Einheit und ihre Folgen für die deutsche Grund-und-Boden-Politik nachdenkt, dann rückt eine Stadt wie von selbst in den Mittelpunkt der Betrachtung: Berlin. […]

Im Schlepptau des Neoliberalismus: Die CDU und die Wiedervereinigung

von Heiner Geißler (10/2017)

Im Alter von 87 Jahren starb am 12. September der stets streibare wie umstrittene CDU-Politiker und Attac-Aktivist Heiner Geißler. In der Juli-Ausgabe 2001 führte er ein noch heute erhellendes »Blätter«-Gespräch mit den Redakteuren Christoph Wagner und Margund Zetzmann. […]

Für Freiheit und Demokratie

Der kurze Frühling des Eurokommunismus

von Karsten Krampitz (7/2016)

Am 29. Juni 1976 kommentierte im frühen Abendprogramm der ARD der ebenso wortgewaltige wie erzkonservative Matthias Walden: Der „kommunistische Hochalpinismus“ habe nun endlich seine Gipfelkonferenz bekommen, in Ostberlin. Ein Gipfelsturm sei es nicht gewesen, der da endlich in dünner Luft zum Ziel geführt habe. […]

Flüchtlinge nach Ostdeutschland?

von Frank Eckardt (12/2015)

Angesichts wachsender Flüchtlingszahlen wird derzeit eine Frage besonders intensiv diskutiert: Wo sollen die Menschen wohnen, sobald sie – möglichst früher als später – die zentralen Erstaufnahmeeinrichtungen verlassen haben, insbesondere jetzt, wo der Winter naht? […]

»Wir sind das Pack«: Von Hoyerswerda nach Heidenau

von David Begrich (10/2015)

Zufall oder Menetekel? Die rassistischen Krawalle im sächsischen Heidenau am 21. August fielen auf ebenjenes Datum, an dem im Jahr 1992 die Tage rechten Terrors in Rostock-Lichtenhagen begannen. Zwei Tage lang brach sich in Heidenau jene rechte Aggression gegenüber Polizisten Bahn, die eigentlich auf die in einem ehemaligen Baumarkt untergebrachten Flüchtlinge zielte. […]

Militanter Antikommunismus

von Peter Brandt (6/2015)

Nur Zeitzeugen und Kennern der frühen Nachkriegsgeschichte wird die „Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit“ (KgU) heute noch etwas sagen. Das war in der Hochzeit des Kalten Krieges in beiden deutschen Staaten anders. Namentlich im noch nicht durch die Mauer geteilten Berlin kannte wohl fast jeder die berühmt-berüchtigte Organisation. […]

»Nur knapp die Hälfte der Ostdeutschen fühlt sich in der Bundesrepublik politisch zu Hause.«

Studie des Zentrums für Sozialforschung Halle (ZSH) im Auftrag der Bundesregierung zu 25 Jahren Deutscher Einheit, 18.2.2015

Ein zentrales Ziel der vorliegenden Untersuchung ist es, Konvergenzen und Divergenzen, also Tendenzen der Annäherung und der Auseinanderentwicklung in den Einstellungen der deutschen Bevölkerung darzustellen, wie sie sich während der zweieinhalb Jahrzehnte seit der Wiedervereinigung im östlichen und westlichen Landesteil als Bestandteile einer gesamtdeutschen politisc […]

Thüringen oder die rot-rot-grüne Konfrontation

von Albrecht von Lucke (1/2015)

Kaum war die Wahl Bodo Ramelows zum thüringischen Ministerpräsidenten im zweiten Anlauf geglückt, folgten die jubilierenden Kommentare. Von einer „Zäsur“ war die Rede, mit dem 5. Dezember 2014 habe „eine neue Zeitrechnung in der politischen Landschaft Deutschlands“ begonnen. […]

»Wir müssen gemeinsam den Weg der Aufarbeitung gehen«

Antrittsrede von Ministerpräsident Bodo Ramelow im Landesparlament von Thüringen, 5.12.2014

Meine sehr verehrten Damen und Herren, […]

Thüringen und das Recht zur Demokratie

von Friedrich Schorlemmer (12/2014)

Ja, ein Bundespräsident muss immer Anwalt der Opfer sein. […]

Die zementierte Teilung

Literatur und Kritik 25 Jahre nach dem Mauerfall

von Hans-Dieter Schütt (11/2014)

Zu Lebzeiten von Goethe und Schiller stritt man in deutschen Landen ein wenig darüber, wer von beiden denn der größere Geist sei. Es gab geteilte Meinungen zwischen Nord und Süd, Ost und West. Als Goethe von dieser „Umfrage“ (oder gar einem Diskurs?) hörte, lächelte er weise: Deutschland möge doch froh sein, zwei solche Kerle zu haben. […]

»Es geht um eine schonungslose Aufarbeitung der Alltagsdiktaktur«

Gemeinsames Papier zur Aufarbeitung der DDR-Geschichte aus dem 2. Sondierungsgespräch zwischen DIE LINKE Thüringen, SPD Thüringen und Bündnis 90 / Die Grünen Thüringen, 23.9.2014

25 Jahre nach der friedlichen Revolution ist für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und die SPD als Parteien, die in und aus der Bürgerrechtsbewegung der DDR hervorgegangen sind, ebenso wie für die Partei DIE LINKE die Aufarbeitung der SED-Diktatur in all ihren Facetten weder überflüssig noch rückwärtsgewandt. […]

Politiklabor Ostdeutschland

von Albrecht von Lucke (9/2014)

Ein Jahr nach der letzten Bundestagswahl steht die Kanzlerin im Zenit ihrer Macht. Gerade wieder, zum vierten Mal in Folge, vom Wirtschaftsmagazin „Forbes“ zur mächtigsten Frau der Welt gekürt, hat Angela Merkel von ihren nationalen Gegnern nichts zu fürchten. […]

»Deutschland weist die höchste Vermögensungleichheit auf«

Bericht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zur Vermögensverteilung innerhalb der Eurozone, 26.2.2014

Nach aktuellen Analysen auf der Basis des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) belief sich das Nettovermögen der privaten Haushalte in Deutschland im Jahr 2012 auf 6,3 Billionen Euro. Knapp 28 Prozent der erwachsenen Bevölkerung verfügten über kein oder sogar ein negatives Vermögen. […]

Stalin im Raum oder: Der Unerschreckbare

Dem großen Dichter und Citoyen Stefan Heym

von Christoph Hein (7/2013)

Heute vor einhundert Jahren wurde in Chemnitz, als Sohn von Elsa und Daniel Flieg und im Schlafzimmer einer Wohnung am Kaiserplatz 13, Helmut Flieg geboren. Zwanzig Jahre später, 1933, um zwei Uhr nachts auf dem Hauptpostamt in Prag kam – gewissermaßen in einer Sturzgeburt – Stefan Heym zur Welt. Der Emigrant meldete seinen Verwandten die geglückte Flucht. […]

»Zwei Drittel der Eltern sind unzufrieden mit der Familienpolitik«

Ergebnisbericht einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa zum Thema „Familie und Wahl“ im Auftrag der Zeitschrift „Eltern", 9.4.2013

1. Meinungen zur Familienpolitik der Bundesregierung […]

Ein universeller Grenzgänger

von Friedrich Schorlemmer (12/2012)

Ja, es gibt sie noch, die wohltuend undogmatische, weder ins Opportunistische noch ins Gegenteilige gewendete, so kritisch wie selbstkritisch gebliebene, an Realität geschulte und von Utopie beflügelte Linke. Für sie steht der Name Ekkehart Krippendorff. […]

»Weniger Bevölkerung und mehr Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland«

Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der deutschen Einheit 2012, 26.9.2012

Gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Teilen Deutschlands […]

»Unsere Heimat kommt nicht in braune Hände«

Rede des Bundespräsidenten Joachim Gauck anlässlich der Gedenkfeier zum 20. Jahrestag der rassistischen Pogrome in Rostock Lichtenhagen, 26.8.2012

Es ist Vergangenheit, was uns heute hier in Lichtenhagen zusammenführt – was wir erinnern, was wir beklagen, was uns beschämt: Alles war vor 20 Jahren. Es ist Vergangenheit – das war mein erster Satz. Aber der zweite Satz heute kann nur lauten: Es ist die Gegenwart, die unsere Wachsamkeit, unsere Entschlossenheit, unseren Mut und unsere Solidarität braucht. […]

Gaucksche Wundertüte

von Albrecht von Lucke (5/2012)

Der neue Bundespräsident war nur wenige Tage in Amt und Würden, da hatte er schon die Antwort auf die Frage gegeben, warum die Bundeskanzlerin ihn bis zuletzt verhindern wollte. Bereits Gaucks umjubelter Auftritt in Polen machte deutlich, dass Angela Merkel ein ernsthafter Konkurrent in der Repräsentation der Bundesrepublik nach außen erwachsen ist. […]

Rettet Springer!

von Jan Kursko (5/2012)

Am 2. Mai jährt sich der Geburtstag von Axel Cäsar Springer zum 100. Mal. […]

»Was für ein schöner Sonntag«

Antrittsrede des gewählten Bundespräsidenten Joachim Gauck, 19.3.2012

Was für ein schöner Sonntag. Es war der 18. März, heute vor genau 22 Jahren, und wir hatten gewählt. Wir, das waren Millionen Ostdeutsche, die nach 56-jähriger Herrschaft von Diktatoren endlich Bürger sein durften. […]

»Was eint uns Deutsche?«

Rede des Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle, zum Tag der Deutschen Einheit, 3.10.2011

Sehr geehrter Herr Bundespräsident, sehr geehrte Frau Ministerpräsidentin, sehr geehrter Herr Bundestagspräsident, sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger! […]

Literarische Grenzziehungen

Die Schriftsteller und der Mauerbau

von Vanessa Brandes (8/2011)

1961 markiert eine Zäsur, keineswegs nur im politischen Sinne. Das ganze Jahr kennzeichnet eine Phase hoch verdichteter politischer und literarischer Ereignisse; doch speziell der Bau der Mauer am 13. August ist heute zur wichtigen Wegmarke deutscher Geschichte geworden. Dabei war die literarische Teilung des Landes eigentlich schon zwei Jahre zuvor überdeutlich. […]

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