Artikel zum Thema Wissenschaft | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Artikel zum Thema Wissenschaft

»Die Unterzeichneten beobachten die Diskussion mit großer Sorge«

Offener Brief von Dozenten der Universität München zur Guttenberg-Affäre, 22.2.2011

Sehr geehrter Herr Minister, die Unterzeichneten, die an der Ludwig-Maximilians-Universität München Sprach- und Literaturwissenschaft lehren, beobachten die derzeitige Diskussion um die Plagiate in der Dissertation Karl-Theodor zu Guttenbergs mit großer Sorge. […]

Die Macht des Digitalen: Ambivalenzen des Internet

von Saskia Sassen (2/2011)

Die zunehmende Digitalisierung von Wissen und dessen Zirkulation in computergestützten Netzwerken globaler Reichweite bringen unsere gängigen Vorstellungen davon, was Wissen überhaupt ist, massiv ins Wanken. Die herkömmlichen Kategorien unseres Wissensverständnisses verlieren dadurch an Wirksamkeit. […]

Sarrazins Legende vom klugen Gen

von Peter M. Kaiser (12/2010)

Man stelle sich vor, Sarrazin hätte bei seinem Bestseller auf die brisante Melange aus provokanter Wortwahl und Biologismus verzichtet. In Deutschland gäbe es dann lediglich ein „Sachbuch“ mehr zum leidigen Thema Bildungspolitik und den trüben Aussichten für die nächsten Generationen. […]

Der Frieden und seine Erforschung

Bilanz eines halben Jahrhunderts Friedensforschung

von Dieter Senghaas (12/2010)

In den Lehrbüchern des Alten Testaments findet sich im Buch „Prediger (3.1-8)“ folgende Aussage: „Alles hat seine Stunde, und es gibt eine Zeit für jegliche Sache unter der Sonne. […]

Der dritte Ort

Anerkennung und Fremdheit in paradoxen Gemeinschaften

von Homi K. Bhabha (11/2010)

Vor nun fast 20 Jahren beendete Julia Kristeva ihr Buch über das „Problem des Fremden“ mit den Worten: Wir sind „das erste Mal in der Geschichte gezwungen, mit Anderen, von uns gänzlich Verschiedenen, zu leben [...]. […]

Studium globale

von Albert Scharenberg (11/2010)

Nachdem die Menschheit zwischenzeitlich dachte, die Erde sei eine Kugel, hat die Globalisierung uns wieder klar gemacht: „Die Welt ist flach“ – das wusste der Publizist Thomas L. Friedman angesichts der globalen Handels- und digitalen Datenströme schon vor Jahren. […]

Think Tank

Rainer Rilling zum 65. Geburtstag

von Frank Deppe (10/2010)

Rainer Rilling – seit 1986 Mitherausgeber der „Blätter“ – veröffentlichte seinen ersten Aufsatz, und zwar über die „antigewerkschaftliche Ideologie der NPD“, im Jahre 1968 in dieser Zeitschrift. […]

Neoleninismus in der Postdemokratie

von Micha Brumlik (8/2010)

Die letzte Woche des Juni 2010 war in Deutschland durch zwei politische Ereignisse gekennzeichnet, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. […]

Das utopische Gefälle

Das Konzept der Menschenwürde und die realistische Utopie der Menschenrechte

von Jürgen Habermas (8/2010)

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die die Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948 verabschiedet haben, beginnt in Artikel 1 mit dem Satz: „Alle Menschen sind gleich an Würde und Rechten geboren“. Auch die Präambel nennt Menschenwürde und Menschenrechte im selben Atemzug. […]

Das tägliche Brot der Demokratie

Was Wissenschaft, Publizistik und Politik miteinander zu tun haben

von Heribert Prantl (6/2010)

Es ist heutzutage ziemlich ungewöhnlich, dass ein politischer Journalist Professor wird. Für gewöhnlich haben die beiden Berufe heute wenig miteinander zu tun. Der Journalist und der Professor (wenn es sich nicht gerade um einen Professor der Kommunikationswissenschaft handelt) leben in sehr verschiedenen Welten: Presse ist Presse, Universität ist Universität. […]

Volkswirtschaftslehre im Dornröschenschlaf

von Ralf-M. Marquardt (6/2010)

In der deutschen Volkswirtschaftslehre liegt vieles im Argen. Die globale Wirtschaftskrise stellt nicht nur das materielle, sondern auch das methodische Fundament der Volkswirtschaft radikal in Frage. Über Jahrzehnte dominierten Modellplatonismus, Überbetonung der mikroökonomischen Fundierung und die Vernachlässigung gesamtwirtschaftlichen Denkens. […]

Die Überschreitung der Grenzen

Claus Leggewie zum 60. Geburtstag

von Harald Welzer (3/2010)

Wie sehr man sich auch auf die schier unbegrenzt belastbare Gabe der Selbsttäuschung verlassen kann: Wenn man in der academia einen Artikel zum Geburtstag geschrieben bekommt, muss man unweigerlich einsehen, dass man kein junger Mann mehr ist. […]

Bildungsstreik: Fortsetzung folgt

von Maximilian Pichl (2/2010)

„Wessen Uni? Unsere Uni!“ Mit diesem Slogan erreichte der Bildungsstreik 2009 im Herbst seinen Höhepunkt. […]

Risiko Nanotechnologie

von Petra Schaper-Rinkel (1/2010)

Vor einigen Jahren galt Nanotechnologie als großes Versprechen auf eine Zukunft, in der sich die industrielle Produktion revolutionär verändern würde: Aus den kleinsten Teilchen, Atom für Atom, ließe sich alles Wünschenswerte produzieren. […]

Praktische Optimisten: Žižek und Adorno

von Sebastian Dörfler (1/2010)

Slavoj Žižek ist mit seinem neuen Buch erneut durch die Feuilletons gereicht worden. Er gilt weithin als Vertreter einer gescheiterten Ideologie, als Referenz für unverbesserliche linke Nostalgiker und Chávez-Sympathisanten. Žižek sei auf der Suche nach einem altbekannten Heilsversprechen, schrieb die „Süddeutsche“, doch darauf werde niemand mehr hereinfallen. […]

Jörg Huffschmid (1940-2009)

von Rudolf Hickel (1/2010)

Im letzten Jahr der Großen Koalition mit „Plüsch und Plum“, Karl Schiller als Bundeswirtschaftsminister und Franz-Josef Strauß als Bundesfinanzminister, erschien 1969 in der Edition Suhrkamp ein Buch mit dem programmatischen Titel „Die Politik des Kapitals“ über die Wirtschaftskonzentration und -politik in der Bundesrepublik. […]

Die süße Täuschung der Oberflächlichkeit

Über die Verdrängung unserer kulturellen Krise

von Peter Finke (1/2010)

Die Studenten gehen wieder auf die Straße – und das ist gut so. Wenn heute die Schüler und Studenten in Aufruhr sind, so haben sie nicht nur Recht, sondern auch das Verdienst, auf einen tiefliegenden Irrtum hinzuweisen. […]

Bologna oder Die Kapitalisierung der Bildung

von Richard Münch (1/2010)

Seit Wochen gehen in Deutschland wieder Studentinnen und Studenten auf die Straße und besetzen ihre Universitäten, um gegen die gegenwärtigen Studienbedingungen zu protestieren. Im Kern richtet sich ihr Protest gegen die im Zuge des Bologna-Prozesses erfolgten massiven Änderungen in der Studienorganisation. Und das völlig zu Recht. […]

Die Überschreitung der Grenzen

Ernst Bloch und Seyla Benhabib

von Micha Brumlik (12/2009)

Das jüdische Pessachfest – in der christlichen Welt als Passah oder Passover bezeichnet – ist zwar nicht der höchste jüdische Feiertag, wohl aber der populärste. […]

Die Zukunft des Wissens

Google Books, Open Access und die Informationsgesellschaft von morgen

von Daniel Leisegang (11/2009)

Als Johannes Gutenberg vor gut 500 Jahren die beweglichen Lettern erfand, löste er damit eine mediale und kulturelle Revolution aus. Seine Neuentwicklung vereinfachte entscheidend den mechanischen Buchdruck und legte den Grundstein für die industrielle Massenproduktion von Büchern. Zugleich ermöglichte sie damit erstmals in der Geschichte die exakte Reproduktion von Wissen. […]

Uni 2009: Anpassungsmenschen ohne Leidenschaft

von Christine Landfried (9/2009)

Mit 75 Jahren schrieb der Politikwissenschaftler Wilhelm Hennis: „Ich liebe die Wissenschaft noch immer. […]

Vom Bildungsstreik zur Bewegung?

von Klemens Himpele (8/2009)

Im Juni demonstrierten hunderttausende Studentinnen und Studenten, Schülerinnen und Schüler in der gesamten Bundesrepublik gegen die anhaltende Misere im Bildungssystem. Ihre Botschaft: Sie wollen nicht unter dem Signum der „Beschäftigungsfähigkeit“ lernen, sondern das Recht auf umfassende Bildung zurückerobern. […]

Humboldts Begräbnis

Zehn Jahre Bologna-Prozess

von Wolfgang Lieb (6/2009)

Am 19. Juni dieses Jahres jährt sich das wohl einschneidendste Ereignis der jüngeren europäischen Hochschulgeschichte zum zehnten Mal. […]

Die japanische Nachkriegsaufklärung und die Rolle von Jürgen Habermas

von Kenichi Mishima (6/2009)

Öffentliche Diskussionen finden heute noch immer weitgehend im nationalen Rahmen statt. Oft sind die Kategorien in unterschiedlichen Ländern anders konnotiert, auch wenn sie etymologisch aus einer gemeinsamen Wurzel stammen oder lexikalisch „korrekte“ Übersetzungen darstellen. […]

Unterwegs zu einer Diskurstheorie der Gerechtigkeit: Habermas und Rawls

Theorie und Praxis: Jürgen Habermas zum 80.

von Rainer Forst (6/2009)

So offensichtlich es ist, dass man als junger Wissenschaftler eines Lehrers bedarf, von dem man viel lernen kann und der an den eigenen Bemühungen interessiert ist, so schwierig ist dies doch in der Praxis zu erreichen – und bleibt letztlich eine Gnade des Zufalls. […]

Praxis und Theorie

Theorie und Praxis: Jürgen Habermas zum 80.

von Ingeborg Maus (6/2009)

Jürgen Habermas hat mich (das ist im umgangssprachlichen Sinne wörtlich zu verstehen) „von der Straße aufgelesen“ – und mit außergewöhnlicher Toleranz die Folgen ertragen. […]

Im Umkreis von Faktizität und Geltung

Theorie und Praxis: Jürgen Habermas zum 80.

von Klaus Günther (6/2009)

Wir trafen uns in Jürgen Habermas’ Frankfurter Wohnung in der Myliusstraße, um über ein Forschungsprogramm zu sprechen. Während er Kaffee zubereitete, las ich einen Brief, mit dem ihm zum Leibnizpreis der Deutschen Forschungsgemeinschaft gratuliert wurde. Ich staunte über ein ungewöhnliches Preisgeld in Millionenhöhe. […]

Sublimierung des Marxschen Erbes - Eine Richtigstellung aus gegebenem Anlass

Theorie und Praxis: Jürgen Habermas zum 80.

von Axel Honneth (6/2009)

In dem unglaublichen, noch heute irritierenden Brief, den Max Horkheimer vor 50 Jahren an seinen Freund Theodor W. […]

Erinnerungen an die Anfänge und eine späte Antwort auf einen fast vergessenen Brief

Theorie und Praxis: Jürgen Habermas zum 80.

von Albrecht Wellmer (6/2009)

Ich war einer der ersten Studenten von Jürgen Habermas, nachdem er seine Lehrtätigkeit in Heidelberg, ich glaube es war 1961, aufgenommen hatte, und ich werde nie vergessen, wie er durch seine intellektuelle Präsenz, mit der er in Vorlesungen und Seminaren neue Denkräume eröffnete, mich und wohl die meisten seiner damaligen Studenten in seinen Bann zog. […]

Der akademische Lehrer - eine Erinnerung

Theorie und Praxis: Jürgen Habermas zum 80.

von Ulrich Oevermann (6/2009)

Jürgen Habermas habe ich als akademischen Lehrer erlebt in den Jahren 1964 bis 1969, zuerst als Student in Heidelberg und dann als sein Assistent in Frankfurt, also in der „heißen Zeit“ um 1968, die er als Intellektueller maßgeblich mitgestaltete und in der die Soziologie und auch die Philosophie, für die Habermas in der Nachfolge von Horkheimer in Frankfurt ei […]

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